DDR 2.0

Das kannte ich bisher nur aus tiefsten Ost-Zeiten. Da schreibt einer privat ein Buch und wird deshalb seinen Job verlieren. Natürlich mit Zustimmung, oder gar im Auftrag der Regierung. Tiefster Sozialismus, dunkles Land. Thilo Sarrazin muss sich vorkommen wie in Erfurt vor der Wende. Berufsverbote für Bands standen damals dort auch an der Tagesordnung. Was kommt als Nächstes? Die Ausweisung? Oder besser wäre da noch die Auslieferung in ein Land, das eine private Meinung akzeptiert? Ein Land, in dem man Bücher schreiben kann, ohne dass es auf dem Scheiterhaufen und man selbst am Pranger landet. Nun gut, das wäre noch das Beste. Glücklicherweise gibt es einen, wenn auch nur einen einzigen, Unterschied zu damals. Sarrazin hat die Möglichkeit, sich juristisch zu wehren. Bleibt zu hoffen, dass er das tut. Oder, dass Wulff anders entscheidet.

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5 Antworten zu “DDR 2.0

  1. Schwarzmaler

    Einverstanden. Aber Wulff? Den haben sie doch nur genommen weil er nie… DDR 2.0. Jetzt bunt. Und in Farbe.

  2. Schön.

    In dem verlinkten SPON-Artikel heißt der erste Satz aber: Christian Wulff richtet über Thilo Sarrazin. Das ist weitaus korrekter als der von dir gehegte Wunsch, Wulff möge entscheiden, vielleicht sogar anders.

    Selbstverständlich hab ich den post bei mir verlinkt.

  3. Ja, ich weiß. Der Wulff im Schafspelz. Aber vielleicht hatter ja doch ein Kreuz im Hemd, ein Arsch in der Hose, wer weiß das heute schon?

  4. Pingback: Readers Edition » Von Ketzern und Hetzern

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