Archiv der Kategorie: Andere Länder, andere Sitten

Reise Reise

Damals, 2008 in SF

ob01So sah das aus, 2008 in San Francisco. Da wurde noch an jeder Straßenecke geworben und gebuhlt…

Es darf auch mal Banjo sein…

In guten zwei Wochen geht´s zum Paddeln. In “Deliverance” (Beim Sterben ist jeder der Erste) gehts auch ums Paddeln. Und um Banjos. Ein T-Shirt zum Geburtsgtag von meiner Liebsten habe ich zum Anlass genommen, diese Filmsequenz hier mal zu zeigen. Richtig gut wird´s übrigens erst ab Minute 2.44…

Da hilft nur eins…

mexico_beach_01…vom Urlaub träumen! (aktuelles Webcam-Bild unseres Urlaubsziels im Oktober)

R.I.P. Ray

Gigantisch

Himmelfahrt 2013

Donnerstag, 9. Mai 2013, 9 Uhr. Am SPÄTVERKAUF in der Berliner Straße in Pankow sitzen die, die immer dort sitzen. Die zwei Biertischgarnituren sind voll besetzt. An einem Tisch gibt es leichte Meinungsverschiedenheiten. SIE: Nu mach ma langsam Alta. Hast doch schon zwee Kurze wech. ER: Halt die Fresse. Sei froh, dassde übahaupt hier sitzen darfst. SIE: Ick gloob ich spinne. Wer zahlt denn dit alles hier? ER: Na Du. Von meinem Jeld. SIE: Dit gloobste doch niche ma im Suff, Alta. ER: Nu sei stille. Wir wolln hier saufen und nich diskutiern. Die andern kieken schon. Außadem weeste doch: Ick hab nur bis Mittach Zeit. SIE: Wieso bis Mittach? ER: Na am Nachmittach muss ick wieda fit sein. Wir wolln doch dann Männertach feian. SIE: Ach so. Ja. Hast ja Recht.

Happy Birthday, Phil!

Waschraum-Mosaik

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Der geflieste Waschraum in alten Bahnhof am Lokschuppen Wustermark hat es mit irgendwie angetan…

Schwarz-Kasse

Weder überraschend noch neu und schon gar nicht im Zusammenhang mit dem Flughafen aber trotzdem immer wieder beeindruckend, wie gefallene Manager in Landesbetrieben weiter von Steuern durchs Leben finanziert werden…

Kleine Anfrage
des Abgeordneten Martin Delius (PIRATEN) vom 06. März 2013 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 08. März 2013) und Antwort

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt:

Frage 1: Trifft es zu, dass der entlassene Sprecher der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft Berlin Bran- denburg GmbH, Herr Rainer Schwarz, auch nach seiner Entlassung ein monatliches Gehalt bezieht? Wenn ja, in welcher monatlichen Höhe?

Frage 2: Auf welcher Grundlage findet diese Gehalts- zahlung statt?

Antwort zu Frage 1 und 2: Der Aufsichtsrat der Flug- hafen Berlin Brandenburg GmbH hat die Bestellung von Herrn Prof. Dr. Rainer Schwarz zum Sprecher der Ge- schäftsführung widerrufen. Der Dienstvertrag von Herrn Prof. Dr. Schwarz bleibt davon zunächst unberührt und endet erst mit dem Abschluss eines Auflösungsvertrages oder einer Kündigung. Ob eine Kündigung möglich ist, soll im Rahmen einer Ursachenanalyse zu den verschobe- nen Eröffnungen ermittelt werden. Der Aufsichtsrat hat hierzu eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt und wird darüber hinaus eine Rechtsanwaltskanzlei ein- schalten.

Berlin, den 13. März 2013

Klaus Wowereit Regierender Bürgermeister

(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 15. Mrz. 2013)

Klimaerwärmung II

Bildschirmfoto 2013-03-21 um 10.10.23Wo es in Europa schneit. Langsam aber sicher nehm ich´s persönlich…

Neue Klimastudie voller Hitzerekorde

CIMG8847Pankow, 19. März 2013

Eine neue Klima-Studie zeigt, dass monatliche Hitzerekorde gegenüber der Wahrscheinlichkeit, dass es keine globale Erwärmung gibt, fünfmal häufiger geworden sind. In manchen Regionen Europas, Afrikas und Südasiens habe sich die Zahl der monatlichen Hitzrekorde sogar verzehnfacht. Beim Lesen ist mir doch glatt der Glühwein aus der Hand gefallen:

The last decade has produced record-breaking heat waves in many parts of the world. At the same time, it was globally the warmest since sufficient measurements started in the 19th century. Here we show that, worldwide, the number of local record-breaking monthly temperature extremes is now on average five times larger than expected in a climate with no long-term warming. This implies that on average there is an 80 % chance that a new monthly heat record is due to climatic change. Large regional differences exist in the number of observed records. Summertime records, which are associated with prolonged heat waves, increased by more than a factor of ten in some continental regions including parts of Europe, Africa, southern Asia and Amazonia. Overall, these high record numbers are quantitatively consistent with those expected for the observed climatic warming trend with added stationary white noise. In addition, we find that the observed records cluster both in space and in time. Strong El Niño years see additional records superimposed on the expected long-term rise. Under a medium global warming scenario, by the 2040s we predict the number of monthly heat records globally to be more than 12 times as high as in a climate with no long-term warming.

Zweihunderttausend

corniche_01Nun habe ich sie doch verpasst. Oder ihn. Die oder den 200000. Besucher auf meinem Blog. War bei Freunden in Abu Dhabi zu Gast und saß mit ihnen und nem Sundowner auf dem Balkon (und hatte genau diesen Blick, siehe Foto). Dabei wollte ich doch einen Preis auslosen für sie oder ihn. Nun, jetzt wird es der 250000. Die oder der Viertelmillionste sozusagen. Den Preis denk ich mir noch aus. Vielleicht ein Buch? Mal sehen… Und ich brauch natürlich auch ein System, eine Software, die mir zeigt, WER genau die oder derjenige ist. Denn das geht noch nicht. Leider. Oder besser zum Glück? Was ich sehen kann: Aus welchen Ländern die Blogbesucher kommen. 112 Länder sind es inzwischen. Aus fünf Kontinenten. Tolle Sache. 100.000 war mal mein großes Ziel. Nun, diese Latte habe ich nun etwas höher gelegt. Vielen Dank an dieser Stelle! An alle treuen Leser und Besucher. Ab demnächst gibt es auch wieder mehr. Hab grad zuviele andere Sachen im Kopf. Also, Dankeschön!

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Abu Dhabi In Red

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Desert Lights Trading Co.

DSCN8035Ich bin dann mal weg. Also nicht wirklich. Aber nach eingehenden Studien des Energiermarktes in Deutschland und Abu Dhabi habe ich mich selbstständig gemacht. Zumindest fast. Denn mir ist ein Licht aufgegangen. In Kooperation mit zwei ranghohen und vor allem reichen Sheiks (Scheichs) vor Ort haben wir heute die Desert Lights Trading Co. gegründet (Foto oben kurz nach der Vetragsunterzeichnung). Hauptbetätigungsfeld: Ex- und Import von Glühlampen.

Richtigen Glühlampen. Nicht der Energiespar-Dreck, den man in Deutschland kaufen muss. Sondern ehrliche und echte Glühlampen. 40-, 60-, 75- oder und 100-Watt-Lampen. Alles da. Wie früher bei uns. Und weil das Wort Sparen hier nicht existent ist, schon gar nicht in Zusammenhang mit Energie oder Strom oder Benzin oder Wasser oder überhaupt Irgendetwas, glauben wir alle an ein lohnendes Geschäft.

1,25 Dirham kostet die gute alte Lampe oder Birne hier im Supermarkt. Das wären dann etwa 25 Euro-Cent. Im Großmarkt gibt es natürlich ganz andere Preise. Geschätzte zehn Cent soll dort ne Birne kosten. Bei einem Weiterverkaufspreis von einem Euro je Lampe wird es sich für alle lohnen. Die Sheiks meinen, wir sollten gleich zwei Euro nehmen. Die Birnen würden auch dann noch wie warme Semmeln weggehen.

Recht haben sie. Denn der Deutsche wird sich freuen,  wenn er wieder ne echte Birne in seiner Fassung hat. Da muss er nicht mehr durchdrehen. Bei geschätzten 40 Millionen Deutschen, denen die Energiesparlampen genauso auf den Keks gehen wie mir, rechnet die Desert Lights Trading Co. im ersten Jahr mit einem Umsatz von 240 Millionen Euro. Davon ausgehend, dass jeder nur drei Glühbirnen kauft. Das Doppelte ist eher wahrscheinlich. Und dann holen wir uns die ganze EU.

Aber es geht noch weiter. Weil man sich in Abu Dhabi einen Dreck um die Umwelt schert, werden wir selbstverständlich defekte und verbrauchte Lampen hier entsorgen. Irgendein Platz in der Wüste oder im Meer findet sich in den Emiraten immer.  Da freut sich dann auch wieder das Umweltbundesamt. So, jetzt muss ich in den Großmarkt, die ersten Birnen abholen. Man sieht sich. So lange es hell ist. Übrigens: Suche noch Handelspartner. Die auch gerne mal ein gutes altes Ding in die Fassung drehen wollen.

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Moderne zwischen DDR & Mittelalter

P1070381Es ist schon erstaunlich. Da fliegt man knappe sechs Stunden und schon ist man nicht nur in einem komplett anderem Klima, sondern auch noch in einer anderen Welt. Abu Dhabi. Es ist heiß hier. Am Tag möchte man eigentlich nur im Schatten sein. Am Abend kann man dafür aber lange draußen sitzen. Mit Blick auf die Skyline der Stadt. Die einem vorgaukelt, man wäre in einer modernen City. Stimmt auch. Was die Wolkenkartzer angeht. Die Supermärkte. Die Straßen. Die Shopping-Malls. Den Hafen. Den Strand. Die Promenade, die Corniche. Alles hypermodern. Alles schneller, höher, weiter.

Für Fußgänger wurde die Stadt nicht gebaut. Aber dafür kostet Taxi fahren ja (fast) nichts. 30 Cent pro Kilometer. Da kommt man sich einigermaßen blöd vor, wenn man von der einen auf die andere Seite der Stadt gefahren worden ist und der Taxikutscher will umgerechnet drei Euro. Und Busfahren. 40 Cent innnerhalb der Stadt. 80 Cent für die Außenbezirke. Etwa 15 Dirham, also keine drei Euro, kostet die Busfahrt ins 80 Kilometer entfernte Dubai. Machen wir morgen.

Klingt alles gut, sieht alles gut aus. Nur tiefer hineinblicken darf man nicht. Medien? Wie in der DDR. Berichte über die Königsfamilie, Reportagen über die Königsfamilie, Nachrichten aus der Königsfamilie. Und Berichte über die Erfolge des Landes. Wo stehen wir am besten da? Wo sind wir die schnellsten? Planerfüllung aller Orten. Natürlich, ein wenig Crime ist auch dabei. Und da landen wir dann im Mittelalter. Blutgeld. Steinigungen. Polygamie. Scharia. Ein Fall, der uns erzählt worden ist: Ein Mann verätzt das Gesicht seiner Frau mit Säure. Die Scharia entscheidet: Sie darf das nun auch bei ihm tun. Doch die Frau will das nicht. Daraufhin hat es ihre Mutter getan…

Sonst aber ist alles gut. Der Pool auf dem Dach mit 29 Grad warmen Wasser. Daneben die Poolbar, die entgegen aller Erwartungen neben Bier und Wein auch alkoholische Cocktails aus aller Welt anbietet. Und dahinter der Blick über die Stadt. Beeindruckend. Nach einem Rundgang gestern durch die City und die Mittagshitze (über 30 Grad) sollte es dann heute Ferrari-World werden. Die haben Montags geschlossen. Also gehts in die Marina Mall und zum Emirates Palace. Außerdem ist es leicht windig heute. Und Wind heißt hier, wenn er vom Land kommt, auch immer Sand. Also auf zum Shoppen. Denn auch da gibt es einen mächtigen Unterschied zu allen anderen Ländern, die wir bisher auf unseren Resien gesehen haben. Steuern? Was sind Steuern? Gibt´s hier nicht. Das Gehalt kommt Brutto aufs Konto. Und bei Zigaretten z.B. bezahlt man die Ware und nicht den Staat: Für ne Stange verlangen die hier neun Euro.