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Sehnsucht bis zum Horizont

Fisch. Es gab wieder Fisch. Wels, Boddenzander, Backfisch, Boddenzander. Mit Lauch, mit Spargel, Kohlrabi. Und Kartoffeln. Vertilgt zusammen mit Freunden. Und mit der einen oder anderen Flasche Wein. Zingst. Wieder mal. Wieder im Ferienhaus im Likedeeler Weg. Gleich neben dem Postplatz, ein paar Schritte nur zum Ostseestrand, ein paar mehr zum Hafen am Bodden. Die Luft salzig von der See, trocken aber sonst, zum Glück.

Mit dem Rad nach Pruchten, nach Prerow. Mit dem Rad zur Sundischen Wiese. Rostock und Warnemünde auch. Dann aber mit dem Auto. Besuch bei Freunden, Spaziergang am Strand vor dem Neptun. Blick in die Broilerbar. Kurzer Halt am Teepott. Fahrt durch den Maut-Tunnel (2,90 Euro). Rostock. Eine Fußgängerzone, ein Hafen. Einfamilienreihenhäuser am Stadtrand.  Doppelhaushälften. Welch eine Wortschöpfung. Ein Haus. Dieses doppelt und dann wieder die Hälfte.

Strand. Schuhe aus. Barfuß im Sand, im klaren, kalten Ostseewasser. Muschelschalen überall. Möwengeschrei. Sehnsucht bis zum Horizont. Ein Törn mit dem Zeesenboot. Einmal den Bodden rauf und wieder runter. Vorbei an Kleiner und Großer Kirr. Bis zur Meiningen-Brücke. Zweimal täglich geöffnet für Boote. Dann dreht sie sich zur Seite. Eine neue ist schon lange in Planung. Wurde bisher nicht gebaut. Schön. Denn so soll es bleiben dort. So und nicht anders. Dann kommen wir auch wieder. Gern und oft.

Blick

CIMG5087Blick von unserer Terrasse auf Key Largo/Florida. Freitag, 23. Oktober 2009, 11 Uhr, 28 Grad, die Deckenventilatoren auf der Terrasse wedeln uns ein Lüftchen zu. Phantastisch.

Wo das Warten noch lohnt

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Ein Haus am Meer, das wäre die richtige Beschreibung für unser Ferienhaus in Zingst. Da, wo wir die letzten acht Tage verbracht haben. Und doch wäre es nicht ganz richtig. Denn das Meer, die Ostsee, war immerhin fünf Minuten Fußweg entfernt, Richtung Norden. Richtung Süden waren wir dafür in der gleichen Zeit am Bodden. Oder auch am Hafen.

Richtung Westen, zwei Straßen weiter, ein alter Bäcker. Mit Brötchen ganz ohne Luftblasen. Dafür mit Warte-Schlangen wie vor 1989. Manchmal zehn, ein anderes Mal fünfzig Menschen im Warte-Kollektiv. Keiner beschwerte sich, alle warteten geduldig, bis sie dran waren. Man hatte ja Urlaub. Und die Brötchen waren´s alle Mal wert.

Noch eine Straße weiter der Fischer. Der letzte mitten im Ort, der noch den eigenen Fang anbietet. Frischer Fisch zum Braten oder frisch geräuchert aus dem Ofen gleich hinterm Haus. Auch hier Warteschlangen, auch hier geduldig Wartende. Denn sie wissen ja, was sie tun, wofür es zu Warten lohnt. Wir wissen es jetzt auch. Und freuen uns schon aufs nächste Mal Warten.

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Vier Minuten bis zum Strand

Ferienhaus. Zingst. Reetdach. Terrasse. Vier Minuten Fußweg zum Strand. Fisch essen. Nichts tun. Rad fahren. Leuchtturm. Wellen. Möwen. Boote. Schiffstour. Ruhe. Inseln. Bodden. Prerow. Backfisch. Lübzer Pils. Liegestuhl. Lesen. Wandern. Baden. Darss. Kochen. Ganz lange Frühstücken. Entspannung. Fischland. Schiffe am Horizont. Sand in den Schuhen. Sonnenuntergang am Meer. Ostsee, wir kommen! 

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