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Keine Ahnung, aber (unqualifiziert) tanzen

Sie verfolgen mich. Immer wieder. Bei fast allen Konzerten. Seit mehreren Jahren. Egal wo, eine ist immer da. Bei New Model Army, Rockhaus, Them Crooked Vultures.  Bei den Eagles of Death Metal, Monster Magnet. Bei den Foo Fighters, The Gaslight Anthem, Soundgarden,  Und jetzt gerade wieder bei Pearl Jam. Aber nicht genug damit , dass sie mich verfolgen. Sie stehen, bzw. bewegen sich auch immer wieder, genau vor mir. Die, die ich die Unwissenden nenne.

Es sind junge Frauen. Die meisten tragen, seltsamer weise oder auch nicht, schmale viereckige Brillen. Oft sind sie allein da. Manchmal auch mit anderen. Die Kleidung variiert. Eins aber ist immer gleich: Sie fallen am Anfang der Konzert nie auf. Sie stehen ruhig irgendwo im Publikum. Sie verziehen keine Miene. Beschäftigen sich mit ihren Smartphones, schlürfen Prosecco auf Eis. Tun so, als ob ihnen die Musik sonstwo vorbei ginge. Machen den Eindruck, als hätten sie diese oder jene Band noch gehört. Geschweige denn live gesehen. Unauffällige, unerhörte Anwesende.

Doch dann kommt ihre Stunde. Auf einmal hören sie ein Lied, das sie doch schon einmal irgendwo gehört haben. Im Radio, bei Freunden oder in der Dsikothek. Und dann springen sie auf. Beginnen unqualifiziert zu tanzen. Zu Winken. Nicht aber etwa, wie man das so bei Konzerften macht. Sondern so, wie man das in der Diskothek macht. Nur eben auf der Stelle. Sie wackeln mit dem Hintern, bewegen die Schultern nach links, nach rechts, den Oberkörper samt Kopf. Dazu wippen sie auf und ab und heben den Arm zum Winken, als ob sie einen imaginären Bekannten auf der Bühne grüßen würden.

Warum machen die das? Warum passiert mir das immer wieder? Sind das Radio-Hörerinnen, die bei jedem Gewinnspiel mitmachen? Egal, um welche Tickets es sich handelt? Und die dann gelangweilt, weil sie ja die Band gar nicht kennen, fast das ganze Konzert im Wege rumstehen? Um dann, zum Beispiel bei Alive (Pearl Jam), auf einmal aufwachen? Und mit ihren Diskozuckungen anfangen? Keine Ahnung, aber (unqualifiziert) tanzen. Ich glaub, ich fange langsam an, sie zu hassen.

Hohe Maßstäbe an den Wert gesetzt

Es kommt ja immer mal wieder vor, dass man nicht nur von den guten alten, sondern auch von den weniger guten alten Zeit spricht. So war ich dieser Tage mit einem Freund aus Erfurt bei einem Metalkonzert in einem Berliner Club, währenddessen wir eben auch auf jene Zeit zu sprechen kamen. Und nun, zwei Wochen später, fiel mir auch noch beim aufräumen ein Teil meier Akte in die Hände. Schön, dass man heute darüber lachen kann. Für alle die mitlachen wollen, hier ein paar der schönsten Sätze eines Autors, dessen Authentizität ich bis heute nicht klären konnte. Ich habe Vermutungen, aber die wurden nie so richtig bestätigt. Inzwischen ist es aber auch egal (in Klammern kommentiere ich falsche Behauptungen). Und ab und an kann einem das Lachen auch heute noch vergehen:

Ermittlungsbericht. Halle, den 25. Januar 1988

Politische Haltung, gesellschaftliche Aktivitäten

Der K. erhielt durch seien Eltern eine positive Erziehung im Sinne der gesellschaftlichen Entwicklung in der DDR. Als Schüler in der Oberschule gehörte er der FDJ an. An der Bezirksmusikschule Halle, dem Konservatorium “Georg-Friedrich-Händel”, erhielt er eine abgeschlossene Ausbildung auf dem Instrument Violine (FALSCH. Violine lernte ich in Merseburg, in Halle lernte ich Gitarre). Während dieser Ausbildung wurde er zu vielen gesellschaftlichen Höhepunkten in der DDR delegiert, um als Musikschaffender teilnehmen zu können (hihihi)…

…Seit ca. 1986 änderte er sich zunehmend ins einem Charakter und in seiner politischen Haltung. Während seiner Lehrzeit war er mit zwei weiteren Lehrlingen mehrere Tage in der VR Ungarn. Im Jugendclub erzählte der K. dann, daß er von dem Konsumgüterangebot in Ungarn erfreut war und er wäre der Meinung daß alles dort viel besser wäre als in der DDR, zumal die vieles aus der Produktion westlicher Länder haben.

In weiteren Gesprächen mit dem K. kam dann zum Ausdruck, daß er sich durch negative Meinungen beeinflussen lässt, ohne dabei die Hintergründe zu erkennen. Zu Veranstaltungen von Volkloregruppen (Folklore mit V geschrieben lässt vermuten, dass es ein Volkspolizist geschrieben hat) reiste der K. oft nach Erfurt (FALSCH. Nach Erfurt fuhr ich meistens zu Feten in der Partywohnung). Selbst erzählte er, daß in seiner Musikgruppe 72 Musiker aus der ganzen DDR mitwirken (da hat einer das Folkfestival mit der Band verwechselt). Viele Teilnehmer sind konfessionell gebunden.

Der K. erzählte dann auch, daß er nur noch seinen Grundwehrdienst ableisten will. Er wäre davon überzeugt, daß man nur noch “Frieden schaffen kann ohne Waffen”. Er will seinen Grudnwehrdienst ohne Waffe ableisten. Auf Hinweise von Jugendlichen, die ihn auf seinen Fehler aufmerksam machten, ging er nicht ein. Es wird von einer Auskunftsperson vermutet, daß der K. von seinen Eltern zu streng erzogen wurde…

…Die Familie K. bewohnt eine 4-Raum-Wohnung in einem Neubau. Alle Zimmer sind modisch und wohnlich eingerichtet. Beim Kauf der Möbel wurden hohe Maßstäbe an den Wert gesetzt. Die Familie ist im Besitz eines PKW Typ “Wartburg” und eines Gartens (FALSCH. Haben wir nie besessen). In den Sommermonaten an den Wochenenden über hält sich vorallem das Ehepaar im Garten auf. Nähere Angaben hierzu wurden nicht festgestellt. Der K. H. (mein Vater) ist oft außerhalb der Stadft Halle beschäftigt und kommt deshalb unregelmäßig und spät nach Hause. Schwatzhafte Situationen wurden bei den Eltern des K. nicht bekannt…

…Seit ca. Oktober 1987 wohnt der K. ständig in Erfurt. Er soll dort bei einem Mitglied der Volkloregruppe wohnen, der ihm auch eine berufliche Tätigkeit verschaffte (FALSCH). Der K. soll jetzt in einer LPG als Reparaturschlosser arbeiten (FALSCH)…

…Eine Auskunftsperson aus seinem näheren freundschaftlichen Umfeld in Erfurt erzählte, daß der K. bei mehreren Gelegenheiten immer wieder davon gesprochen hätte, daß er den Grundwehrdienst verweigern will. Der Auskunftsperson erzählte der K. außerdem, er hätte Kontakte nach dem NSW. Es würde sich um den L. T. und die V. D. aus Limburg handeln. Hierzu hat die Auskunftsperson weitere Ergebnisse erarbeitet und Ermittlungen durchgeführt…

Schluss mit lustig in Bayern

Nun gibts gar nix mehr zu Lachen bei den Bayern. Die Biermösl Blosn hat zum letzten Moi geblosn.

Ein schönes Lied zum Fest

Unerträglicher Krach

Ich habe es auch getan damals. Als ich sechs Jahre alt war. Als die Lederhose gerade so passte und ich so stolz auf mein erstes Fahrrad war. Ein 22er (siehe oben). Während dieser Zeit und noch viele Jahre danach habe ich außerdem noch ein Instrument geübt. Ich habe es aber immer so getan, dass es niemanden außerhalb stören konnte. Also bei geschlossenem Fenster. Denn wenn man anfängt Geige zu spielen, klingt das weder schön noch verlockend noch überhaupt nach was. Es klingt wie jammernde Katzen oder gequälte andere Tiere. Also Fenster zu und nur die Familie musste durch. Aber meist hab ich das eh schon am Nachmittag getan. Wenn die meisten Nachbarn noch arbeiten waren. Und auch die Familie. Schließlich musste ich ja auch irgendwann einmal ins Bett.

Heute ist das anders. Zumindest in dem Haus gegenüber. Dort, in einer geschätzt 180-Quadratmeter-Wohnung im dritten Stock, wird seit einem Jahr auch Geige geübt. Sicher heißt die bei denen Violine.  Doch nicht am Nachmittag, nicht bei geschlossenem Fenster. Sondern am Abend. Bei offenen Fenster. Samstagabend, 20.50 Uhr. An einem der letzten (heute) und an vielen anderen Sommerabenden. Dann, wenn man eigentlich so schön draußen sitzen und die Ruhe genießen könnte. Nicht aber mit denen, die da wohnen. Scheiß auf die Nachbarn. Müssen die sich denken.

Oder sie meinen, ihr Kleiner oder die Kleine hat es schon so drauf, dass es Zuhörer erfreut. Macht es aber nicht. Es nervt. Es ist nicht zu ertragen. Es ist einfach nur unerträglicher Krach. Die startenden und landenden Fliegeer von und nach Tegel sind ein Scheidreck dagegen. Warum machen die das? Samstagabend kurz vor neun? Die sind eben anders. Da wohnt doch die Upperclass, sagt meine Frau. Naja, Geld scheint wirklick genug da zu sein. Es ist die einzige Wohnung der Straße, wo spätestens nach Einbruch der Dunkelheit in allen Zimmern Licht brennt. Konzertsaalathmosphäre von Küche bis Wohnzimmer. Vom Klo bis ins Bett.

Und sicher gehört auch eines der schicken, noch nicht abgefackelten  SUVs, die neuerdings in der Straße parken, zu ihnen. Damit Geige und Konzertflügel auch in den Kofferraum passen. Letztes Jahr glänzte der Geigen übende Spross immer mal wieder mit einer bisher unbekannten Version der Deutschen Nationalhymne. Eine Art Freejazzversion. Während der Fußball-WM. Natürlich auch da schon bei geöffneten Fenstern. Selbstverständlich. Und immer nach Spielen mit deutscher Betiligung. Also dann abends, gegen 22.30 Uhr. Meine Frau sagt gerade, mach doch das Fesnter auf. Und spiel Geige. Gar keine schlechte Idee.

Dann würden sie viellicht einsehen, dass es keinen Zweck hat noch weiter das schöne Instrument zu quälen. Denn zwischen letztem und diesem Jahr halten sich die Fortschritte des Spielers oder der Spielerin sehr in Grenzen. Es dauert also noch etliche Jahre, bis da hörbare Töne rauskommen. Und eigentlich wollten wir noch ein paar Jahre hier wohnen bleiben. Also werd ich mal das Instrument auspacken…

The Mystic´s Dream

Das Video zum Wochenende;-)

Best of the West

Rückflug San Francisco – Berlin. Das mulmige Gefühl anfallender Traurigkeit über das nun endgültige Ende unseres Urlaubs wurde durch die Vorfreude auf deutsches Roggenbrot, Hackepeter aus dem Glas und das eigene Bett etwas gemildert. Auch die Auswahl deutscher Zeitungen und Zeitschriften im Flieger trug dazu bei. Um so mehr war ich gespannt auf die Seite-1-Ankündigung des Rolling Stone auf “Die 50 besten deutschen Alben”.

Klar war mir natürlich vorher schon, dass eine solche Auwahl immer die subjektive Auswahl der Autoren ist. Deshalb erwartete ich auch nicht all zu viele Ost-Deutsche Alben. Sicher würde Udo Lindenberg nicht fehlen, vielleicht eines der ersten HRK-Alben, Kraftwerk, Nina Hagen, Ärzte, Ideal, Grönemeyer, Rio Reiser, die Hosen. Und sie sind natürlich auch alle dabei. Gleich vier Alben von Tocotronic gehören laut Rolling-Stone-Bundesrat zu den 50 besten deutschen Alben. Nun gut, da kenne ich mich so gut aus, um dies beurteilen zu können. Die Nummer eins ist “Monarchie und Alltag” der Fehlfarben. Das kann ich noch einigermaßen nachvollziehen.

Unverständlich jedoch, warum kein einziges ostdeutsches Album den Weg in die heiligen 50 des Magazins gefunden hat. Vor allem, weil der Untertitel “Zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung” mehr versprochen hatte. Was ist mit Renft? Gerhard Gundermann, Karussell, Stern Combo Meissen. Ganz zu schweigen von Silly. Oder City, Pankow, Feeling B? Ob nun aus Inkompetenz oder Ignoranz – wieder einmal hat der Qualitäts-Musikjournalismus versagt. Sicher sind die Genannten alles beste Alben. Sicher haben die Jury-Mitglieder ihre Lieblinge ehrlich angekreuzt. Jedoch wirkt es für jeden, der sich auch nur ein bisschen mit Ostrock auskennt, ziemlich unglaubwürdig. Die Jury hat versagt. Oder aber, sie kommt aus dem Westen. Wäre nichts Ungewöhnliches. 20 Jahre nach der Wiedervereinigung. Aber es ist eben wieder einmal so, wie mit den meisten anderen gesamtdeutschen Dingen. Wir sind denen immer ein Schritt voraus. Denn wir kennen Beides. Da macht die Musik keine Ausnahme.

HR 3 wünscht Guten Morgen

Eigentlich hab ich Schorschi ja genau mit dem Lied kennengelernt. Beziehungsweise hat er mich genau mit diesem Lied überzeugt. Überzeugt davon, selbst Musik zu machen. Und so fing also mit Bernies Autobahnband alles an damals. Mit Fliegenpilz, später Schreihals. Sollte man sich an dieser Stelle eigentlich mal bedanken. Danke, Bernie!

Soundtrack eines halben Lebens

Nicht jeder Song, nicht jedes Lied hat Bedeutung für einen selbst. Doch jeder hat so seine Musik, die er mit seinem Leben verbindet. Wenn man dann viele seiner persönlichen Hits hintereinander hört, dann kommt es schon mal vor, dass man durch ein Stück eines halben Lebens wandert. Und das, wenn man eigentlich seine Bahnen in der Schwimmhalle zieht. Und das Glück hat, trotzdem Musik hören zu können.

So ging ich heute mit Freunden durch Halle. Irgendwann Mitte der 80er. “Soldier of Fortune” von Deep Purple hieß die Fahrkarte in die Saalestadt. Freunde aus Jena waren da. Zuerst ging es in die “Goldene Rose”. Gebackenen Camembert essen. Dann weiter in den Turm. Später landeten wir noch in der Wohnung einer Freundin. Gleich hinter der Oper. Was dann geschah, bleibt ungewiss.

Denn “Little Girl” von den H-Blockx katapultierte mich zwanzig Jahre weiter nach Erfurt. Ich steh hinterm Tresen, Montagabend. Die Kneipe ist halb voll. Die meisten trinken Bier, einige halten sich schon den ganzen Abend an einem Milchkaffee auf. H-Blockx tönt aus den Boxen und einer der Stammgäste will immer das eine Lied hören: “Risin`High”. Später dann, als gegen eins sich die Kneipe langsam leert, hören wir es uns noch ein paar Mal an.

Und schon geht´s wieder zurück. Aber diesmal nur in der Zeit. Ich bin immer noch in Erfurt und bei “Friday on my mind” von Gary Moore sitze ich auf einmal im jenem Café, das damals jeden Sonntag der Treffpunkt war. Nach jeder Party in der Partywohnung ging es dorthin. 15 Uhr machte der Laden auf. Vorne die Omchen mit Kaffee und Kuchen, hinten an der Bar die Jungs mit Whisky, Weinbrand und anderen diversen Getränken. Später am Abend dann, wenn das Kaffeekränzchen vorn vorbei war, ging dahinten die Post ab. Heavy Metal aus den Boxen, Falkner aus den Gläsern. Bis zum Abwinken. Manchmal auch bis Montagmorgen.

Und dann, zu “Wild Horses” von den Rolling Stones,  sitze ich auf einmal im Zug. Weiß nicht wohin, woher. Aber es ist ein Zug mit grünen Sitzen und großen Abteilen. Linksn und rechts jeweils zwei gegenüberliegende Zweierbänke. Also DDR-Zeit. Der Zug voller Studenten. Dann könnte es eine Sonntagabend-Fahrt von den Eltern zurück nach Erfurt gewesen sein. Ein Freund, der damals in Weimar studierte, fuhr ab und an im gleichen Zug. Er sitzt mir gegenüber, wir trinken Helles aus der Flasche, rauchen Karo.

Dann doch wieder Halle. Besser gesagt Halle Neustadt. Neubauwohnung. Wir sind zu zweit, es läuft “Bohemian Rhapsody” von Queen. Wir malen. Oder zeichnen. Nein, jetzt wird es deutlicher. Wir vergrößern Bilder  mittels eines Storchenschnabels. Jimi Hendrix, Che Guevara. Dann folgt ein Song der Foo Fighters. Doch gerade, als sich der Film im Kopf aufbaut, ist Schluss. Feierabend in der Schwimmhalle. Alle müssen raus aus dem Wasser. Wieder 1000 Meter geschafft, wieder schöne Erinnerungen hervorgeholt. Bis zum nächsten Mal. Fortsetzung folgt…

Café Garbáty

Hier bin ich Gast, hier darf ich´s sein. Hier, im Café Garbáty in Pankow ist man zu Hause. Nicht nur, wenn man aus Pankow kommt. Hier fühlt sich Berlin wohl. Wie auch der Rest der Welt. Besonders und immer wieder Musiker. Und Künstler. Die kommen gerne her. Denn hier ist die Welt noch in Ordnung. Bernhard Fowler oder Jürgern Kerth, die Gypsys Reloaded oder Melanie Dekker, Tom Blacksmith oder Elizabeth Lee. Unvergessene Konzerte. Wie auch die Ausstellungen. Walter Herzog, Klaus Ensikat, Manfred Butzmann. Und viele mehr. Das soll so bleiben.

Oder auch nicht. Denn es gibt tatsächlich Menschen, die sind dagegen. Gegen Kultur, gegen Kunst, gegen Pankow. Die wollen, dass die Kneipe samt Kulturverein dort auszieht. Damit sie ihre eigene Brühe kochen können. Denn gute Kultur ist in Pankow unerwünscht. Dazu ist ja schließlich Prenzlauer Berg da. Sagen manche. Und behaupten später das Gegenteil. Das kennt man ja noch. Aus alten Zeiten. Und genau da liegt wieder einmal das Problem. Es hört einfach nicht auf.

Das Lösungswort heißt Seilschaft Ahrenshoop. Alle wissen es. Keiner spricht es aus. Ein Ex-Bezirks-Bürgermeister kennt eine Tanzstudio-Chefin. Beide sind in einem Kunstverein an der Ostsee tätig. Da kennt man sich halt. Und die vom Tanzstudio würde gern auch in Pankow tanzen. Obwohl sie doch in Prenzlauer Berg genügend Platz hat. Aber was tut man nicht alles. Wenn man sich kennt.

Offiziell gibt es natürlich andere Gründe. Da hat angeblich der Wirt einen Fehler gemacht und der Verein darf eigentlich dies nicht oder das nicht. Aber das ist alles pillepalle. Das Garbáty ist für Live und Kunst und Kultur die Nummer eins in Pankow. Bleibt zu hoffen, dass diese Brühe der Regierenden und deren Seilschaften kräftig versalzen wird. Denn Pankow ist Garbáty. Und Garbáty ist Pankow. Deshalb muss es bleiben.

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