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Scheiß Werbung

Angesichts dieser Werbung, die einen am Morgen in der U-Bahn gegenüber anscheißt, frage ich mich, ob die dort beworbene Medizin nicht auch vielleicht etwas für so manche Menschen, Moderatoren oder Politiker wär, damit sie nicht mehr soviel Scheiße reden.

Volksmusikradio

thewhale

Es gibt ihn in Deutschland nicht. Den Radiosender, den man sich ununterbrochen anhören kann. Es gibt wohl einige gute, ganz wenige sehr gute. Aber selbst die sind nichts für Fans guter Rockmusik. Da wird dann endlos über Probleme im Leben oder ganz wichtige Themen gelabert.

Warum gibt´s eigentlich in diesem Land nicht so ein Sender wie The Whale? Da kann man von früh bis spät sehr gute Musik hören. Okay, zwischendurch kommen auch mal Nachrichten und Werbung. Aber im Großen und Ganzen nur coole Mucke. Zum Glück kann man die sich jetzt per Livestream übers Internt in die deutsche Wohnung holen. Denn auf immer und ewig deutsches Radio zu hören, wäre nicht gut für unsere Ohren und unsere Seele. Und der Null-Acht-Fünfzehn-Slogan deutscher Volksmusikradiosender “Wir spielen die Hits aus den 60ern, 70ern, 80ern und das Beste von Heute” ist einfach nur gelogen. zumindest für Fans wahrer Rockmusik. The Whale ist da eben anders, wie so oft die Amis eben. Hört doch mal rein.

Als ich diese Zeilen schrieb, liefen dort gerade  Cross-Eyed Mary von Jethro Tull, Life In The Fast Lane der Eagles und Sympathy For The Devil der Stones.

Lothar und die geilen Weiber

Lothar ist 48 Jahre alt, kommt aus Sachsen-Anhalt. Aus einem Dorf an der Grenze zu Sachsen. Lothar hat gewonnen. Beim Radio. Zwei Eintrittskarten für das Kylie Minogue Konzert in Berlin. Der Radiosender hat deshalb ein Interview mit ihm gemacht. Gehört hat es niemand. Denn es wurde nie gesendet. Ein Techniker vom Radio hat es aber gehört. Und weiter erzählt:

Moderatorin: “Hallo Lothar. Freust Du Dich schon auf das Konzert?” Lothar: “Die Alte is einfach nur geil. Sacht ja och dor Name scho. Geili Minog. Moderatorin: “Bist Du ein Fan von Kylie Minogue?” Lothar: “Die is einfach nur geil, sacht dor Name scho. Geili.” Moderatorin (noch gefasst): “Aber die Musik hörst Du auch gern?” Lothar: “Das eene Lied. Wo die so geil mit dem Arsch waggeln tut. Das Video dazu. Man, is die geil.” Moderatorin wechselt das Thema: “Welchen Beruf hast Du gelernt?” Lothar: “Schlosser. Bin uff Montage. In Berlin. Geile Weiber da.” Moderatorin: “Was baut Ihr denn da in Berlin?” Lothar: “Nüschd. Wir sinn in Marzahn, sanieren die Platte. Geile Weiber da. Alle geil.” Moderatorin (wirkt verunsichert): “Mit wem gehst Du zum Konzert? Es sind ja zwei Karten.” Lothar: “Meine Alde wollte mit. Abor wenn meine Alde dabei ist, kann ich keene Weiber gucken. Un in Berlin sind viele geile Weiber. Deshalb jeh ich mit Helmut. Der sieht zwar aus wie Bertold Brecht, guckt aber och jerne geile Weiber.” Moderatorin stellt das Aufnahmegerät ab und sagt: “Lothar, so geht das nicht. Wir wollten hier über das Konzert reden. Und nicht über geile Weiber.” Lothar: “Warum nicht? Du bist übrigens och ne geile Schnitte.” Moderatorin würde Lothar am liebsten eine Ohrfeige verpassen, reisst sich jedoch zusammen und verlässt das Studio. Lothar, nun allein im Aufnahmeraum: “Geile Weiber hier. Würd ich och ma jerne…” Der Sicherheitsdienst begleitet Lothar hinaus. Draußen scheint die Sonne. Lothar: “Geiles Wetter zum geile Weiber gucken.”