„Ja, die läuft auch gut.“

Mal wieder hatte ich mir auf 3sat Country-Bands angesehen und angehört. Nicht jedermanns Sache. Klar, kein Problem. Die Country-Schiene aus Übersee ist ja auch ganz schön überfrachtet. Und was gibt es da schon in Deutschland?  Truck Stop und Gunter Gabriel. Da will man ja nicht wirklich zuhören.

Aber es gibt halt doch so manche Band, die mehr verdient hat als ein Auftritt in Gottschalks Wetten-Show oder eine Anspielung im Schlagermagazin. Wie auch jene Band letztens. „Bob That Head“ hieß der Song und bald hatte ich auch den Namen der Band raus: Rascal Flatts.

Cool, die Jungs. Angefangen in kleinen Clubs, jahrelang gemuggt ohne Erfolge. Doch dann der Durchbruch, zumindest in den USA. Und jetzt das neue Album „Unstoppable“, u.a. mit der Ballade „Here Comes Goodbye“.

Am 7. April sollte ihre neue Scheibe auf den Markt kommen. Also bin ich am selbigen Tag los, in den Plattenladen. Wenn man jene Großmärkte, die unterdessen alle unter der Metro-Decke stecken, so nennen darf. Im Regal keine Rascal-Flatts-CD. Also zum Info-Tresen:

„Ich suche die neue CD von den Rascal Flatts.“ Der Info-Point-Betreuer schaut mich kurz an, tippt dann auf der Rechner-Tastatur und fragt: „Ist das einer von den neuen Deutschland-Sucht-Den-Superstar-Stars?“

„Nein“, sage ich. „Das ist eine Country-Rock-Band aus den USA. Und mit DSDS hat diese wohl nichts zu tun.“ Daraufhin schaut mich der Info-Point-Betreuer etwas merkwürdig an und sagt: „Country-Rock aus Amerika? Sind Sie sicher? Ich habe nämlich hier gerade die neue CD von Thomas Godoj auf dem Schirm. Ja, die läuft auch gut.“ Ja, leck mich am Arsch.

Die „Rascal Flatts“ hätte man aus dem Programm genommen. Zu wenig Nachfrage. Der Godoj würde da viel besser laufen. Ob ich da mal reinhören wolle? Nein, versuche ich höflich zu sagen, nein, ich geh dann mal lieber. Bevor hier noch ein Unglück passiert. Zuhause hab ich dann meine Freundin gebeten, mir die Scheibe übers Internet zu bestellen. Und hab mir zur Beruhigung gleich noch einmal das traurig-schöne Video angesehen…

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Ein Kommentar zu “„Ja, die läuft auch gut.“

  1. Ein wunderschönes Lied. Sehr gefühlvoll. Ich als T. Godoj Fan bin natürlich begeistert, dass die CD bevorzugt angeboten wird, da er in der Presse ja leider nicht soviel Beachtung findet, aberich bin auch offen anderen Künstlern gegenüber, freue mich immer, gute Interpreten zu hören. Vom Musikstil sind sie zwar nicht vergleichbar, aber auch T. Godoj und Band haben interessante Kompositionen – besonders die unplugged Versionen – live noch besser als auf der CD – sind wirklich hörenswert. Wäre vielleicht doch einmal eine Hörprobe wert!

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