Bahn zwei

pankowbad1

Morgens, wenn sich die meisten im Bett nochmal rumdrehen, zieht es mich hinaus. Hinaus ins Freibad Pankow. Das eher untypische Sommerwetter treibt nicht allzu viele dorthin. Schon gar nicht früh um acht. Und so habe ich ein 50-Meter-Becken mit sechs Bahnen ganz für mich allein. Irgendwo in seinem Häuschen sitzt ein Bademeister, vorn am Eingang, aber nicht zu sehen, die Damen an der Kasse.

Und so schwimme ich meine 1000 Meter, manchmal auch 500 mehr noch. 50 Meter Brust, 50 Meter Kraul. Anstrengend, aber auch herrlich, so ganz allein. Die Bahn kann ich mir aussuchen, meist es es die Nummer zwei. Warum? Das weiß ich auch nicht. Sie ist halt nicht ganz am Rand, und auch nicht in der Mitte. Eben Bahn zwei.

Beim Brustschwimmen kann ich ab und an nach oben blicken, sehe dort die Flugzeuge im Landeanflug auf Tegel. Oder, je nach Windrichtung, auch startende Flieger. Und denke dabei dann an meinen nächsten Flug. Ein Flug, der mich und meine Frau nach New York bringen wird. Eine kleine Hochzeitreise mit anschließendem Ferienhaus-Urlaub auf Key Largo in Florida mit Freunden. Und dann, wenn ich gerade in New York „gelandet“ bin, ist das Tagesziel auch schon erreicht. So macht Schwimmen Spaß.

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