Deutsches Demokratisches Wortgut IV

„Sache ma, aast…“ So oder ähnlich fingen viele Sätze in meiner Jugend an. Damals, in Halle an der Saale. Händel-und heimliche Kulturhauptstadt der DDR. Aast, nicht zu verwechseln mit unserem damaligen Schuldirektor Ast, beendete auch viele Sätze „Das kotzt mor an, aast“, sprach man zum Beispiel, wenn der heimische Fußballclub HFC Chemie wieder einmal trotz überlegenen Spiels das Match nicht gewinnen konnte. Aast bezeichnet auch heute noch (laut Wiktionary) eine „hinterhältige Person, einen gemeinen Mensch“. Ganz so ernst nahmen wir das damals nicht. Sprach man doch auch Freunde mit „Sache ma, aast…“ an. Aast, Teil IV in der bpb-Serie Deutsches Demokratisches Wortgut, Aast, der gemeine Mensch. Plural: Äster (gesprochen Ääästor).

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