Schienenersatzverkehr

Sie eilen, sie rennen, sie hetzen, sie drängeln, sie schubsen, sie schieben, sie boxen, sie stolpern. Beim Einsteigen, beim Austeigen, beim Umsteigen. Auf dem Weg zum Bus, zur S-Bahn, zur U-Bahn, zur Regionalbahn, zur Straßenbahn, zum Schienenersatzverkehr, zum Bahnhof, zur Haltestelle. Zum Parkplatz, zur Tiefgarage, zum Aufzug.  Auf Fußwegen, auf Straßen, auf Treppen, auf Rolltreppen, auf Übergängen, auf Brücken, auf Bahnsteigen. Beim Bäcker, beim Fahrkartenkaufen, beim Kaffee kaufen, beim Brötchen holen. Die Menschen. Frühmorgens. Auf dem Weg zur Arbeit. Immer.

Niemals hingegen hetzen Menschen nach Feierabend nach Hause. Am Abend läuft alles gemächlich ab. In der U-Bahn, in der S-Bahn. Ja sogar im Schienenersatzverkehr. Dabei müsste man doch annehmen, dass der Mensch an sich lieber schnell daheim, als schnell auf der Arbeit sein möchte.  Dass er jede freie Minute nach der Arbeit leiber bei seinen Liebsten verbringt, als im Schienenersatzverkehr. Auch so ein Wort. Wie Doppelhaushälfte. Schienenersatzverkehr. Ein Bus, der die Schiene ersetzt.Nicht aber die Bahn. Und überhaupt. Ersatz. Verkehr. Auch schön.

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