Bitte etwas mehr Respekt!

Sehr geehrte Damen und Herren der HDTV-Testreihe!

Seit Monaten schon versenden Sie E-Mails an mich und viele andere. Ich hatte dies schon an dieser Stelle in meinem Blog erwähnt. Aber weil Sie es nicht sein lassen können, wende ich mich nun persönlich, in Form eines offenen Briefes, an Sie. Mal abgesehen davon, dass Sie uns damit so ein bisschen auf die Nerven gehen, sollten Sie in Zukunft vielleicht ein paar Dinge beachten, wenn Sie denn an Ihr Ziel kommen wollen. Ihr Ziel ist es angeblich, Tester für HDTV zu bekommen. Das ist einfach mal erstunken und erlogen, wie wir hier das nennen. Oder man könnte es auch einen mickrig-miesen Versuch, uns abzuzocken, nennen. Wie auch immer. Abzocke ist besonders in Zeiten von Internet, Datenklau und Datenspeicherung ein Übel, mit dem wir nun einmal leben müssen.

Sie wollen also auch an unsere Daten kommen, unsere Rechner mit Trojanern verseuchen oder einfach nur Adressen sammeln? Im Auftrag eines großen deutschen Anbieters, schreiben sie in Ihrer Mail. Das ist schon der erste Fehler. Es gibt keinen großen deutschen HDTV-Anbieter, der es zulassen würde, dass sein Name in Werbe-Mails nicht genannt wird. Wer will schon mit seinen tollen Produkten anonym bleiben? Sie schreiben weiter: Was ist HDTV: Nicht weniger als die neue Generation des Fernsehens – unglaubliche Auswahl an Spielfilmen, sämtliche Sportevents, bekannte Serien, reichhaltiges Erwachsenenprogramm sowie Kinderkanäle und vieles mehr.

Falsch. HDTV ist nicht mehr und nicht weniger ein englischer Begriff für hoch auflösendes Fersehen. Und weiter gehts in Ihrer Märchenstunde. Was wollen wir von Ihnen: Wir möchten, dass Sie das neue HDTV testen – bevor es offiziell im Fachhandel angeboten wird. Hierzu schicken wir Ihnen alles anschlussfertig zu, incl. Receiver. Sie können direkt HDTV geniessen. Auch das ist falsch. Mal angesehen davon, dass wir auch ohne Sie HDTV genießen können, benötigt man doch immer den Anbieter dazu. Hätten wir weder Kabel noch Schüssel würde uns Ihr Receiver auch nichts nützen. Also schon wieder gelogen.

Weiter gehts mit Plattitüden und weiteren leeren Versprechen und dann unterschreiben Sie mal mit dem einen, mal mit dem anderen Namen. Immer jedoch sind Sie Leiter der Testreihe oder Produktmanager der Testreihe oder Sie sind in der Leitung der Testreihe beschäftigt. Nur Chefs bei Ihnen. Tolles Unternehmen. Auch wieder gelogen. Schreiben Sie doch am besten: Leiterin der Abteilung Abzocke und Datenklau. Das wäre wenigstens ehrlich. Und noch etwas: Wenn Sie sich schon einen gefakten Firmensitz aussuchen, dann sollte der wenigstens mit allen Daten zusammen passen. Belize City gibt es in Kalifornien nicht. Ihre Firma sowieso nicht. Wie doof muss man sein? Oder klappt es doch immer mal wieder? Ich wünsche mir beim nächsten Mal jedoch etwas mehr Respekt.

Das gilt übrigens auch für Sie, Frau Sophie Poll (allein der Name eine Frechheit), Projektleiterin des „kostenlosen Tariftests von Krankenkassen“

Mit freundlichen Grüßen

Franz Josef van Gutenberch,

Leiter der Abteilung Plagiate, Quellen & Brunnen

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Eine Antwort zu “Bitte etwas mehr Respekt!

  1. ich habe die auch schon massenhaft bekommen. nur nie so genau wie du gelesen…

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