Ulis erster Stuhlgang

hoeneß_wurst_02aEs wird seit vielen Jahren mein erster ohne Loch. Mein erster Sommer. Ohne Sommerloch. Also, nicht, dass es dieses Jahr nicht nicht existent sein wird. Aber ich muss mich nicht aktiv daran beteiligen. Ich muss es nicht außreißen und schon gar nicht buddeln. Dieses Jahr bin ich endlich einmal auf der anderen Seite der Macht. Muss nicht längst überholte Statistiken aufmöbeln, nicht uralte Storys aufwärmen, keine Interviews des Vorjahres mit einem Telefonanruf auf den neusten Stand bringen, nicht tagelang im Archiv wühlen, um relevante Schlagzeilengeschichten vorproduzieren zu können. Seit langer Zeit (etwa 22 Jahre) endlich mal raus aus dem Geschäft der ach so tiefgründigen Sommerlochmediengeschichten. Die meinen Kollegen und mir so oft den Sommer verregnet haben. Weil man aus Scheiße Bonbons machen musste. Immer wieder. Und immer wieder die gleichen Bonbons aus der gleichen Scheiße. Das ist nun vorbei. Dieses Jahr darf ich endlich einmal nur zusehen und schauen, welche Bonbons es zu kaufen gibt. So richtig kann ich mich allerdings nicht darauf freuen. Denn wenn der erste Knast-Tag von Uli H. fast allen Medien die Schlagzeile wert war, dann habe ich Angst. Angst vor „Ulis erster Stuhlgang hinter Gittern“. Und die ganze Scheiße danach.

 

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