Long Island – luxuriöse Idylle II

Immer noch Montag, 6. Juni

LIRR ist ganz schön irr, nur mit einem L davor und spricht sich im Deutschen so wunderschön: lirr oder lyrr oder lürch oder wie auch immer. Ein schönes Wort, dabei aber nur eine ganz banale Abkürzung für Long Island Railroad. Jene LIRR begegnet uns hier akustisch ab und an und auch des Nachts hören wir von unserem wunderschönen Stone Lion Inn (Foto unten) aus so manche Zugpfeife, die sich durch die Nacht ihren Weg in unsere Träume tutet. Nur gesehen haben wir noch keinen Zug. Aber das nur am Rande. Eigentlich ging es ja um die Autofahrt nach Montauk, nachdem wir am Gilgo Beach gestrandet waren.

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Blick aufs Hotel Stone Lion Inn Montauk

Wer von Newark oder Manhattan aus nach Montauk fährt, muss zwingend die Hamptons passieren. Wenn auch nicht West- und Southampton – durch Bridge- und Easthampton muss jeder. Der Ruf war der Gegend bereits voraus geeilt und somit waren wir vorbereitet. Aber alles macht keinen Sinn, wenn man´s nicht gesehen hat. Die Realität übertrifft in diesem Falle die Erwartungen und seitdem wir die Gegend passiert haben, geht mir „Das schönste Dorf“ oder „Die goldene Hausnummer“ nicht mehr aus dem Kopf. Es ging vorbei an Millimeter genau frisierten Rasenflächen vor  Häusern, bei denen man sich die Bezeichnung erst noch überlegen muss: Sind es nun Villen oder Paläste oder Wohnblocks in Form von Villen? Manche ähneln edlen Hotels, sind beim genauer hinsehen dann aber doch Wohnhäuser einzelner Familien oder gar einzelner Personen.

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Blick von unserer Hotelterrasse (Stone Lion Inn) auf den Fort Pond

So richtig irre wird es, wenn man die Long Island Road 27 gen Süden verlässt und doch in die Gegend von Southampton, Westhampton oder Westhampton  Beach kommt. Dann jedoch sieht man zunächst einmal gar nichts – außer hohen Hecken. Spontan habe ich darüber nachgedacht, hier eine Hecken-Schneide- und-Schere-Firma zu gründen. Kann nicht schief gehen. Es sei denn, man schneidet schief. Darauf sind aber ganz sicher schon andere gekommen. Hecken jedenfalls gibt es hier ohne Ende, sie begrenzen hier fast jedes Grundstück. Die meisten sind Minimum zwei Meter hoch und so dicht gewachsen, dass man meist nur erahnen kann, was sich dahinter befindet.

Nur falls die Hampton-Hecke mal unterbrochen ist, lässt sich ein Blick in die Gärten der Schönen und Reichen erhaschen. Was dort steht, gilt bei uns jedenfalls nicht mehr als Einfamilienhaus. Selbst der Begriff Villa stößt hier an seine Grenzen. Aber es sind eben die Hamptons. Reich, reicher, Millionär. Natürlich gibt es noch mehr auf Long Island, andere Gegenden. Aber dazu später mehr an dieser Stelle.

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Hampton-Hecke unterbrochen

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Hampton-Hecken-Lücke

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Wassergrundstücke gibt´s in den Hamptons natürlich auch – zu Hauf

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