Long Island – luxuriöse Idylle IV

9. bis 10. Juni

Nach der Southfork mit dem End-Ort Montauk mussten wir natürlich auch noch die Northfork Long Islands besuchen. Im Gegensatz zur Southfork herrscht hier nicht ganz das atlantische Wetter. Die Nähe zum Long Island Sound sorgt für etwas mildere Temperaturen und mehr Stetigkeit. So ist es denn auch kein Wunder, dass sich hier die Winzer wie Perlen an einer Kette reihen. Startet man in Riverhead auf der 25 gen Osten, passiert man gefühlte 50 Weingüter, wenn es auch am Ende ein paar weniger sind. Jedenfalls gibt es in und zwischen allen Ortschaften fast nur Reben links und rechts des Highways.

DSC_8054Am äußeren Ende des Nordostens befinden sich Orient und Orient Point – weniger anschaulich, dafür viel Wasser ringsum. Dazu gibt es in Orient Point eine Fähre, die Autos, Bikes und Menschen nach New London fährt und sie von dort nach Long Island bringt. Besonders bei Bikern eine beliebte Überfahrt auf dem Weg von Boston nach New York City. Benjamin Franklin war bereits 1755 hier und hat den (Post)Weg geebnet. Anschaulicher und einen Besuch wert ist das Städtchen Greenport auf dem Weg zwischen Riverhead und Orient. Nichts Spektakuläres, aber durch die Nähe zum Wasser doch nicht ohne Bedeutung. Die kleine City mit alten Häusern ist ansehnlich, in etwa fünfzehn Minuten Fußweg hat man so ziemlich alles gesehen, inklusive Hafen. Im Soda Restaurant wird ein ordentliches Cheese Omelett serviert und der Kaffee ist durchaus trinkbar.

DSC_8066Will man mehr Geschichte und Sehenswürdigkeiten, kann man sich den Leuchttürmen widmen, die beiderseits Long Islands den Schiffen und Yachten zeigen, was Phase ist, also wo das Land beginnt. Die Strände im Norden sind weniger zum Sonnen und Baden, links liegen lassen sollte man sie aber nicht. Rauhe steinige Abschnitte mit teilweisen Steilküsten-Erhebungen lohnen den Besuch allemal. Teilweise erinnert das hier sehr an die Ostsee. Nur der Blick in der Ferne auf die US-Ostküste erinnert uns, dass wir doch ganz woanders sind. Und ein Geräusch ist uns zu Ohren gekommen, dass wir so  noch nicht kannten: Verursacht durch Kiesel, die im Rücklaufen der Wellen gurgeln und gluckern.

DSC_8125 (2)Long Island – ein Ort mit mehr Überraschungen als zuvor gedacht. Mit Luxus, der schier unglaublich erscheint, aber auch mit bezahlbarer Idylle zwischen Montauk und Bay Shore. Verständlich, dass es nicht nur etliche New Yorker regelmäßig hierher verschlägt. New York – das ist unser nächstes Ziel. Der Weg dahin gestaltet sich eigentlich recht einfach und auch schnell. Vorausgesetzt, man ignoriert die Anweisungen des Navis, das uns immer wieder zur Interstate schicken will.Wir bleiben stur auf der 27 und erreichen pünktlich zur Abgabe des Mietwagens Brooklyn. Hier warten schon unsere Freunde aus Berlin, die seit einem Jahr hier leben und voraussichtlich noch zwei weitere bleiben werden. Aber dazu später mehr an dieser Stelle.

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