Das Märchen von Kasimir dem Pantomimen

Heute mal ein Post einer „Verlags-Kollegin“:

Neulich flatterte ein Erinnerungsschreiben des Finanzamts in meinen Kasten. Ich solle doch bitte noch meine Steuererklärung nachreichen, so die Aufforderung. Anstatt die Erklärung zu machen, schrieb ich diesen Text.

Zufrieden besah Kasimir sein weiß getünchtes Gesicht, die schwarzen Augenbrauen und die blutroten Lippen.
Er legte die schwarzen Hosenträger über seine schmalen Schultern, rundete das Bild mit einer schief auf den Kopf gesetzten Baskenmütze ab und verließ fröhlich pfeifend die Wohnung.

Als er eine Stunde später auf dem kopfsteingepflasterten Marktplatz seine erste Darbietung beendete, stöhnte er ob der frustrierenden Ausbeute enttäuscht auf. Ein Kaugummipapier, ein Knopf und eine Kopeke – mehr befand sich nicht in seinem Becher.

„Ey, du! Hau ab, das ist mein Revier“, zischte ihm plötzlich ein wütender Pantomimenkollege entgegen, der aus dem Nichts aufgetaucht war.
„Quatsch! Ich bin immer hier, jeden Tag!“, blaffte Kasimir zurück und dachte gar nicht daran, das Feld zu räumen.

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