berlin

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Ja, nun doch Berlin. Nach einem erst Anlauf Mitte der 90er, der an der Stadt und mir selbst scheiterte, bin ich nun doch in Berlin angekommen. Berlin Pankow, Ecke Schönhauser (naja, fast). Fühle mich zuhause, wenn auch noch nicht alles so ist, wie ich es mir wünsche.

Immer noch auf Wohnungssuche, habe ich (bzw. wir) unterdessen die Nase gestrichen voll von Immobilienmaklern, Wohnungsverwaltern und Massen-Besichtigungsterminen.

Wer wie ich die Wohnungssuche in Erfurt und Halle gewohnt war, bekommt bei einer ersten solchen einen Schock. Dreißig Menschen quetschen sich in eine Drei-Zimmer-Wohnung. Alte und junge Interessenten, mit und ohne Kinder, mit Geld („Ich habe die Provision dabei, können wir gleich in bar zahlen“) und ohne Geld, mit oder ohne Krawatte, mit oder ohne „Wohnberechtigungsschein zweiter Förderweg“.

Dieser ist auch so ein Witz. Der wurde Mitte der 90er erfunden. Da wurden Wohnungen für die untere Mittelschicht gebaut und vor allem gefördert. Für Familien mit Kind. Doch die Förderungen sind längst ausgelaufen. Deshalb braucht man eigentlich den Schein nicht mehr. Man braucht ihn aber doch. Wobei es egal ist, ob man eine Zusage oder eine Ablehnung bekommt. Hauptsache man hat ihn beantragt und die 22,50 Euro gelöhnt. Wirklich ein Witz. Aber eben keiner zum Lachen.

Und dann sind da noch die Makler und ihre Lügen im Internet. Sieht alles toll aus online. Schicke Altbauwohnung mit Stuck, Balkon, Wohnküche. Vor Ort ist alles anders. Der Balkon ist keine Balkon sondern ein „Austritt“, auf den nicht einmal ein Stuhl passt. Das Bad hat keine Fenster und die Küche misst sechs Quadratmeter. Toll. Letztlich dann noch der Makler-Spruch, den ich am meisten hasse: „Tja, wegen der Mehrwertsteuererhöhung hat sich die Miete natürlich gegenüber der im Internet angegebenen etwas erhöht.“ Bla, bla, bla.

Das Beste war jedoch ein wunderschönes Angebot in Pankow: Drei-Zimmer Wohnung im sanierten Altbau, Wohnküche, Balkon, Wannenbad usw. Als ich zur angebenen Adresse kam, fehlten mir die Worte. Ich stand vor einem Plattenbau. Kommentar des Hausverwalters: „Das Haus ist über dreißig Jahre alt, für uns ist das ein Altbau.“ Wo er recht hat…

Die Wohnung ist unterdessen gefunden. Und so, wie wir sie haben wollten: WunschGegend, Große Küche, Großes Bad, Dielen, Balkon, AbstellKammer, Stuck, Sanierter Altbau…

Und so langsam komme ich an.

7 Antworten zu “berlin

  1. Ich fühle mich auf Deinem blog sofort zu hause. Sehr schöne Texte.

    Liebe grüße Foly

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  2. Jo – Man kann sajen wat man will – Berlin ick Liebe Dir – Jut jemacht wa !

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  3. Das klingt nach einer langen Achterbahnfahrt. Aber nun ist die Wohnung ja doch gefunden. Wo doch ständig behauptet wird, dass der Wohnungsmarkt in Berlin sehr einfach läuft und die Mietpreise so günstig sind gegenüber anderen deutschen Städten.

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  4. Das klingt nach einer langen Achterbahnfahrt. Aber nun ist die Wohnung ja doch gefunden. Wo doch ständig behauptet wird, dass der Wohnungsmarkt in Berlin sehr einfach läuft und die Mietpreise so günstig sind gegenüber anderen deutschen Städten.
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