Archiv der Kategorie: Lesenswert

DIE UNTERSCHÄTZTE KUNST DES SCHEITERNS UND WEITERE MYSTERIEN IM LEBEN VON MENSCHEN UND ANDEREN KLEINTIEREN

Die, die die Welt verändern, sind keinesfalls die Langweiler. Es sind die Vordenker, die anderen, die Kurzweiler. Die unfreiwilligen Helden, deren Scheitern in der Luft liegt und das sie trotz dessen zu jenen macht, die sie sind: mutiger als andere, ein bisschen besser – ja auch, schlauer – nicht unbedingt. Und über jene schreibt Marion Alexa Müller in dem Buch DIE UNTERSCHÄTZTE KUNST DES SCHEITERNS UND WEITERE MYSTERIEN IM LEBEN VON MENSCHEN UND ANDEREN KLEINTIEREN. Ein Buch zum Staunen über sich und andere und zum Stolpern über die oft unterschätzte Banalität unseres Lebens. Auch über allzu oft überraschende und zu früh endende Leben. Denn so mancher Held bezahlt einen hohen Preis für sein Tun. Aber besser eben so, als gar kein Preis fürs nichts tun. So scheint es jedenfalls all den große und kleinen Lebewesen angetan zu sein.

Bei den Kurzgeschichten staunen Frau und Mann über so manche Wandlung und Überraschung mittendrin. Oft glaubt man, seinen Nachbarn, den Freund oder den Verwandten zu erkennen. Plötzlich wird aus jenen jedoch ein Bulle, ein Hamster, ein Vogel. All jene haben ihre Probleme mit der Welt, vor allem aber mit dem alltäglichen Normal- und Wahnsinn, weswegen sie sich absondern und den Langweilern den Rücken kehren. Sie preschen vor, sie machen es anders, sie denken größer. Ein Hamster Konrad kennt sich mit der Quantenphysik aus, die Erdkröte Artus greift zu Grube und Schild, um den Dachs zu verjagen, ein Schwan namens Hans-Friedrich ist unter den Enten die hässliche Ausnahme. Und wenn dann Bulle Bernd so seine Probleme mit den Fliegen auf der Weide hat, weil „man ein sehr entspanntes Verhältnis zu seinem Schließmuskel hat“ dann klappt man auch schon mal das Buch zu, um seine Lachmuskeln wieder zu entspannen. Nur aber, um es sogleich wieder aufzuschlagen. Denn es warten noch mehr TierMenschGeschichten, die alle so anders sind, dass man mit dem Lesen und Lachen erst am Ende aufhören kann. Und auch Weinen ist erlaubt, denn, und das ist ja hinlänglich bekannt, wer anders ist als all die anderen, ist eben oft zum Scheitern verurteilt. Aber das macht dieses Kleinod um so interessanter und lesenswerter. Am Ende der Geschichten warten kleine wissenschaftliche Aufklärungen über das Vorangegangene oder anderes. Interessant! 100prozentige Weiterempfehlung und zudem das einzige (mir) bekannte Buch mit Daumenkino!

MARION ALEXA MÜLLER: „Die unterschätzte Kunst des Scheiterns und weitere Mysterien im Leben von Menschen und anderen Kleintieren“, Softcover, 170 S., 19 x 13,5 cm, ISBN: 978-3-95996-070-0, Periplaneta, Edition Drachenfliege, 12,50 € (D) http://www.periplaneta.com/

GENQUOTIENT 8713

Liebe bpb-Leser, es gibt Neuigkeiten zu meinem Buch: Der Titelschutz ist durch, ich kann den Titel also schon einmal verraten: „Genquotient 8713“ (sprich: siebenundachtzig dreizehn).  Dahinter verbirgt sich ein Code, der die Identität schützen soll. Aber auch der ist in der heutigen Zeit nicht mehr sicher… Zudem gibt es „hot codes“ und „cold codes“. Dazu später jedoch mehr…

Auch das Cover ist noch weiß bzw. grau. Aber auch da wird fleißig dran gearbeitet. Außerdem kamen einige Anfragen: Was machst Du jetzt eigentlich? Wo doch dein Manuskript beim Verlag liegt und der sich um alles Weitere kümmert? Immerhin sind es ja noch fünf Monate bis zum Erscheinendes Buches. Nun, die Frage kann ich relativ schnell und leicht beantworten: Ich schreibe an Teil zwei. Das Gerüst des zweiten Buches steht schon lange, auch habe ich das Ende schon vor einiger Zeit geschrieben (wie ich auch beim ersten Buch zuerst das Ende geschrieben hatte). Nun sollte ich eigentlich vorn beginnen und mich zum Ende hinschreiben. Das funktioniert bei mir allerdings, wie auch schon beim ersten Teil, nicht so richtig.

An manchen Tagen habe ich eine Idee, wie die eine oder andere Szene ablaufen könnte, die sich aber nun einmal nicht am Anfang des Buches, sondern eher in der hinteren Mitte abspielt. Also schreibe ich das auf und füge es dann später, wenn ich jene Stelle erreicht habe, dort ein. Natürlich wird die Szene dann nicht mehr komplett passen, weil sich die Story anders entwickelt hat, als es ursprünglich geplant war. Aber so ist das, wenn ich schreibe. Andere mögen es anders machen. Ich bleibe bei meiner Art. So komme ich auch recht gut voran, am Jahresende werde ich mit der ersten Fassung fertig sein. Dann aber gibt es zunächst einmal Wichtigeres: Lesungen, Lesungen, Lesungen. Mehr dazu demnächst an dieser Stelle.

Buch

Liebe bpb-Leser, heute mal ein Post in eigener Sache. Sicher ist es einigen schon aufgefallen, manche haben mich auch angeschrieben bzw. angesprochen: Es ist ruhiger geworden auf meinem Blog. Ich poste nicht mehr soviel wie zu Beginn oder noch vor zwei Jahren. Das alles hat natürlich seinen Grund: Ich habe ein Buch geschrieben. Nun, das können sicher viele von sich behaupten. Nicht ganz so viele haben jedoch einen Verlag, der ihr Werk verlegt. Das nun wieder kann ich von mir behaupten. Am 23. Juni 2017 habe ich meinen Publikationsvertrag bei Periplaneta unterzeichnet. Das freut mich natürlich sehr. Auch oder gerade weil das Team des Verlages einfach nur grandios ist, weil der Verlag um die Ecke zuhause ist (15 Minuten Fußweg von daheim), weil der Verlag mir viele Freiheiten lässt, u.a. selbst organisierte Lesungen und mehr.

Der Titel des Buches? Kann ich noch nicht verraten, da der Titelschutz noch nicht durch ist. Worum geht´s? Es ist ein Thriller, der hauptsächlich in Berlin spielt. Es geht um Überwachung, korrupte Beamte und geheime Forschungen in nicht ganz legalen Laboren. Dazu aber später mehr an dieser Stelle.  Angepeilte Premiere des Buches, dass dann in der Totengräber-Edition des Verlages erscheinen wird, ist der Dezember, also „bald schon“. Spätestens Weihnachten kann jeder Interessiere das Buch lesen. Bis dahin wird es an dieser Stelle aber noch so manches Update geben…

 

Hupe, Schlau Schlau & die Anderen

Der Florakiez ist gleich um die Ecke bei uns. Zu Fuß etwa 20 Minuten. Und doch kenne ich ihn kaum. Weil das eben so ist, wenn man in einem Berliner Kiez lebt. Wir waren schon mehrfach beim Italiener dort, auch einmal Kaffee trinken. Ansonsten bin ich selten dort, ja, ich meide sogar diesen Teil Pankows. Das hat mehrere Gründe. Hauptsächlich aber wohl liegt es an den aufgesetzten Straßencafés dort. Die wollen alle so cool und hip sein (es gibt Cafés nur für Mütter und Kinder dort. Seitdem überlege ich ständig, ob ich nicht ein Väter-Söhne-Café aufmachen sollte). Eins haben jedenfalls alle Cafés dort gemeinsam: Ordentlichen und guten Kaffee können sie nicht zubereiten. Einige verwechseln sogar die Bezeichnungen. Man bekommt einen Milchkaffee als Latte Macchiato oder der bestellte doppelte Espresso Macchiato entpuppt sich als kleiner Kaffee mit Milch. Und überhaupt – irgendwie hat sich die Florastraße und Umgebung zum kleinen Prenzlauer Berg Alt-Pankows entwickelt.

Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben. Eine Buchvorstellung hat uns mal wieder dorthin verschlagen. Im Jugendzentrum Pankow, kurz JUP, las neulich  Johannes Krätschell aus seinem Buch „Herr Schlau Schlau wird erwachsen“ (Buch & MP3-CD, Hardcover, 178 S./104 min. 20,6×13,5 cm, ISBN: 978-3-95996-030-4, Edition Periplaneta). Er las das dort, weil in den Räumlichkeiten sich einst das „Stilbruch“ befand, des Autors früheres Schülercafé und somit auch Teil-Schauplatz seines Erstlingswerkes.  Lesenswerte und kurzweilig aufgeschriebene Kurzgeschichten, die zusammen eine kleine Geschichte ergeben. Herr Schlau Schlau fliegt mit 35 Jahren bei seinen Eltern raus und erbt eine 4000-Bücher-Bibliothek. Klassischer beginn einer langen Solo-Single-Karriere, könnte man meinen.

Nicht so bei Krätschell. Sein Protagonist trifft nicht nur auf den herzensguten (und bald besten Freund) Hupe. Nein, er trifft sogar Franziska, die bald schon seine Freundin werden soll (die Leute, die ich kenne, die mit 35 noch bei Mutti wohnten, haben heute noch keine Freundin). Und dann ist da noch Enrico – Hupes Sohn, der Holger aus dem Paket-Zeitungs-Shop, Herr Sobkowski und dessen Shop sowie weitere Freunde der Protagonisten. Sie alle vereint der Kiez und das Leben im Jetzt. Das Wohnen im Kiez ist nicht mehr billig und die Gäste in Geschäften und Kneipen ändern sich und somit ändert sich auch das Kiezgesicht.

Es sind Geschichten zwischen Herbst und Sommer, zwischen Bürgerpark und Florastraße, zwischen Lachen und Weinen. Zusammen eine wunderbare Erzählung von Freundschaft und den Kräften, die nur Freunde bei einem selbst und bei anderen freisetzen können. Prädikat: unbedingt lesenswert.

Unbedingt hörenswert sind übrigens die Lieder von Bastian Mayerhofer, der an jenem Abend im JUP die Geschichten von Krätschell perfekt ergänzte.  Die Lieder Mayerhofers zu beschreiben würde jeden Blogpost sprengen. Seht selbst:

Neue bpb-Serie: Wörter mit allen Vokalen in Reihenfolge. Teil 1

Magermilchjoghurt

Die (fast) letzte Bilderbriefkiste dieser Welt

KK100Sie steht immer noch da, wo ich sie beim Einzug vor knapp zehn Jahren hingestellt habe: Die kleine Kiste mit den Dingen von damals: mit ein paar Liebesbriefen aus der Jugendzeit, Fotografien in schwarzweiß, ein paar bunte Dias sowie wenige Aufzeichnungen. Gedichte, die ich damals schrieb, Gedanken übers Leben und den Sinn und überhaupt. Hätten wir einen Boden, stünde sie bestimmt schon dort. Denn geöffnet habe ich sie nur selten, eigentlich fast gar nicht. Aber sie ist da und wäre auch noch da, wenn ich nicht mehr da bin. So ist das eben mit alten Erinnerungskisten. Sie gibt es schon ewig und fast jeder hatte eine solche auf dem Dach, wo sie dann von der nächsten oder übernächsten Generation gefunden wurde.

Eine spannende Sache war das, ich erinnere mich, als ich eine solche Kiste im Dachverschlag meiner Großeltern fand. Mit Briefen und Rezepten, teils in deutscher Sütterlinschrift geschrieben, teils in noch älterer Kurrentschrift. Darunter lagen vergilbte Fotos, auf denen Soldaten und Schüler in Uniform, WM204neuganze Familien in Wohnzimmern und Landschaften zu sehen waren. Wer ist das auf den Fotos? Fragte ich damals die Eltern. Doch auch sie wussten nicht auf jede Frage eine Antwort, die Herkunft so manchen Fotos ist bis heute ungeklärt. Und so bin ich immer noch auf der Suche. Auf der Suche nach den Unbekannten, die sich damals haben fotografieren lassen und dann auf welchen Wegen auch immer in die Fotokiste meiner Großeltern fanden (siehe Foto oben).

Bisher ist es ungewiss, ob ich je erfahren werde, wer die elf jungen Herren sind. Gewiss ist: Es war eine der letzten alten Bilderbriefkisten dieser Welt. Denn JPEGs und E-Mails und Whatsapp-Nachrichten kann man (leider) nicht in Kisten packen und auf den Boden stellen.

Link mich

Ich muss es zugeben: Leider habe auch ich in den Jahren, es sind nun schon ganze neun Bloggerjahre, vergessen oder verdrängt oder nicht mehr daran gedacht, was ursprünglich eine der Grundideen oder sogar Grundlage des Bloggens waren/sind: Das Verlinken anderer Blogs, das Zitieren aus jenen, an denen man Gefallen findet. Viel zu wenig macht man das (mach ich das). Klar, es gibt immer irgendwo eine Seitenleiste mit Links. Auch hier. Aber da, sind wir ehrlich, klickt doch auch nur drauf, wer gerade nichts anderes zu tun hat.

Es gibt natürlich, wie soll es anders sein, auch da und hier immer wieder Ausnahmen. Einer meiner Vorbilder, was das Bloggen übers Reisen und das Essen und den Irrsin angeht, ist der kiezneurotiker. Der macht genau das, was alle Blogger machen sollten: Lass mal netzwerken nennt er das zeigt so regelmäßig seinen Lesern, was er woanders für lesenswert hält. Gute Sache. Auch ich, also bpb, taucht da ab und an auf und ich teile auch immer wieder gern seine Posts anderen mit.

Seine Netzwerkereien zum Vorbild, möchte nun auch ich regelmäßig den bpb-Lesern zeigen, wie es anderswo zugeht. Jedoch wär es Bloggerschande, es den anderen gleich zu tun. Nein, ich werde keine Netzwerkereien betreiben, das überlasse ich weiterhin dem kiezneurotiker. Nein, ich werde mich jeweils auf einen Blog stürzen, der es mir angetan hat. Ein Blog, der es verdient, gelesen und gesehen zu werden.

kafkakind_01Den Beginn macht kafkakind. Es ist eine Sie und ist im Leben (ich durfte sie schon einmal kurz  kennenlernen) mindestens genauso charmant, witzig und irre gut drauf wie ihr Prosa&Lyrik-Blog kafkakind. Der Name ist Programm und ihre Gedichte und Kurzerzählungen sind nicht nur sehr inspirierend für mich. Sie sind außerdem noch richtig gut und immer wieder Pool für eigene Ideen. Ich will Euch jedoch nicht länger langweilen mit meiner Lobhudelei, aber kafkakind hat es nunmal verdient. Schaut hier:

sinfonie der redundanzen

wir müssen nicht mehr neu werden, sagst du,
— zwischen lederjacken-blues und zeitlupendenken —
auch wenn die ordnung schief wird, meinst du:
vergiss die kuckuckseier und das köpfe recken

zwei punkte im hausflur sind wir, wenn die
reste aus der welt fallen und wir — mittendrin
die trommel rühren.

zwei ahnungslose silberfische.

Und nun macht Euch selbst ein Bild.

20.000 Meilen

Auf Wunsch mehrerer bpb-Leser habe ich hier mal einen Überblick über meine/unsere Nordamerika-Touren zusammengestellt. Bei den grob gezeichneten Touren fehlen etliche Orte, in denen wir übernachtet haben. Die Strecken an sich stimmen aber so. Anmerken muss ich noch, dass wir 2009 zum Beginn eine Woche in New York waren und dann ein Haus auf Key Largo hatten. Von dort aus sind wir zu unseren Touren gestartet. Genau wie 2013, als wir ein Ferienhaus in Mexico Beach gemietet hatten und von dort Tagestouren unternommen haben (wobei An- und Abflugsort Atlanta war). Dazu kämen noch Städte-Trips 1997 + 2000 New York, 2002 Vancouver/Vancouver Island.

Auf den Touren haben wir etliche National- und Stateparks besucht, darunter: Arches, Big Bend, Black Canyon of the Gunnison, Bryce Canyon, Canyonlands, Crater Lake, Death Valley, Everglades, Grand Canyon, Grand Teton, Great Sanddunes, Yoshua Tree, Lassen Volcanic, Mesa Verde, Redwood, Rockky Mountain, Yellowstone, Yosemite, Zion. Eine Menge, aber nicht einmal die Hälfte aller US-Nationalparks. Es bleibt also noch genügend zu sehen. Insgesamt sind wir etwa 20.000 Meilen durch Nordamerika gefahren, das sind ungefähr 32.000 Kilometer. Und das mit folgenden Autos (u.a.): Jeep Grand Cheerokee, GMC Acadia, GMC Conversion, Ford Escape, Chevrolet Camaro, – Impala, – Tahoe, – Suburban.

Geplant bzw. auf der Wunschliste stehen noch verschiedene Staaten, Regionen, Parks und Städte, darunter Hawaii, der mittlere Westen, Chicago, New Orleans, Nashville, die Region um den Mississippi, Alabama, Nebraska, San Diego sowie die Nationalparks Badlands, Capitol Reef, Channel Islands, Mount Rainier, Olympic, Virgin Islands u.v.a.m. Dieses Jahr im Juni erkunden wir eine Woche lang die Hamptons und den Rest von Long Island gefolgt von einer Woche Brooklyn/Manhattan.

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Das ist alles nur geklaut

nikefad01Natürlich ist es nicht genau so, es ist nicht hundertprozentig identisch. Aber Ähnlichkeiten, die mein Freund und Ex-Kollege O.O. entdeckt hat, sind nicht von der Hand zu weisen. Wenn ich Nike wäre, würde ich da etwas klarstellen… Wie nannten wir das früher bei uns? Abgekupfert. Hatte jedoch von denen nichts anderes erwartet. Einfallslos. Wie alles andere bei dem Verein.

Projekt Yachtblog

Heute gibt es mal aus gegebenen Anlass ein bisschen Werbung in eigener Sache. Demnächst startet unser neues Projekt. Projekt Yachtblog. Wie der Name schon verrät ist es auch ein Blog, jedoch weniger auf kleiner Privat-Basis wie berlinpankowblogger hier. Auf  Yachtblog – Das Magazin für Motorboot- und Yachtcharter werden wir Charterfirmen, zunächst in Berlin und Brandenburg, vorstellen. Später weiten wir das in nationale und internationale Wassersport-Reviere aus.  Zudem gibt es Berichte und Testberichte über Boote und Yachten- vom kleinen Kanu über Schlauchboote, kleinere Motorboote und Sloepen bis hin zu größeren Yachten.

Die meisten Reportagen wird es als Videobeiträge geben, manche aber auch in gewohnter Schriftform. Ebenso werden wir Bootsmessen und andere Events, die mit der Yacht- und Wassersportbranche zu tun haben, besuchen und ebenfalls über neue Entwicklungen der Branche berichten. Geplant sind ebenso Reise-Reportagen, bei denen Boote oder Yachten eine kleine oder große Rolle spielen. Aber auch die News aus der weltweiten Branche werden uns die eine oder andere  Zeile wert sein (auf Twitter sind wir da schon recht aktiv).

Derzeit stecken wir noch in der Planungs- und Aufwärmphase, aber schon bald wird das Yachtblog vom Stapel laufen. Spätestens zum Beginn der hiesigen Wassersportsaison sind auch wir am Start. Bis dahin werden noch die Planken gewienert und die Leinen klar gemacht. Und dann kann uns nichts mehr (auf)halten.

Reisetagebuch III: Mormonen & Monumente

P1100737Na, das war doch mal eine Nacht. Das Rodeway Inn in Flagstaff ließ keine Wünsche offen und wir konnten wunderbar schlafen in diesen riesigen Ami-Betten. Nur eines stört den Schlaf ab und ab. Und das seit unserer Ankunft: Vorbeifahrende Güterzüge. Die sind nicht nur ewig lang, sondern auch laut. Das mussten wir vor allem in Alpine/Texas erfahren. Dort hupten die Züge mit vollen Kannen um Tiere von den Gleisen fern zu halten. So wussten wir aber schon kurz nach unserer Ankunft, warum zur Zimmerasstattung auch Ohrstöpsel gehörten. Nun also Frphstück in Flagstaff – einfach, aber ausreichend. Wenn wir schon mal ein Motel MIT Frühstück erwischen, dann machen wir das natürlich auch mit. Es gibt Toast, Bagels, Müsli, Marmelade und Kaffee. Reicht fürs erste.

Wir machen uns auf den Weg Richtung Norden. Vojn Flagstaff aus geht auf der 89 nach Utah und gleichzeitig in die Navajo Nation hinein. Auffällig sind die Zäune, die auf der gesamten Strecke das komplette Land abzäunen (wobei den Navajos hier nur das Land, nicht aber die landmasse darunter gehört). Dann ist das erste Tagesziel endlich erreicht: Das Monument Valley. Majestätisch erheben sich die „Butten“ aus dem „flachenLand“, das hier aber auch noch 1800 Meter hoch ist. Sowieso ein fast unfassbarer, zumindest schier unglaublicher Zustand: Wir bewegen uns seit Tagen auf über 1500 Meter Höhe und haben doch das Gefühl „unten“ zu sein.Es ist heiß und es gibt falche Ebenen.

Der Weg zu den einzelnen „Butten“ ist offroad und an einigen Stellen muss unser Tahoe ganze Arbeit verrichten. Aber schließlich ist er ja auch dafür gebaut worde. So können wir in Ruhe den Loop um die besten Fels-Erhebungen machen und entdecken dabei, wie alle anderen besucher auch, so manchen Ausblick, den wir bereits aus der Werbung oder aus Western kennen. Beeindruckend, phantastisch, überwältigend. Bis zu 500 Meter hoch ragen dieses steinernen Giganten aus der Hochebene und geben dem Valley hier diesen typischen Western-Touch.

Nach einer kalten (draußen) Nacht in der Prospector Motor Lodge in Blanding/Utah geht es am Samstag (schon wieder eine Woche rum) nun endlich zu meinem Hauptziel der Reise: Zum Canyonlands Nationalpark. Auf dem Weg dorthin ein kurzer Stopp in Monticello. Ein unscheinbarer Ort, an dessen Ende jedoch etwas besonderes steht: Ein Tempel der Mormonen. Sieht ein bisschen aus wie ein großes russisches Mausoleum. Und so richtig los ist da auch nichts, also machen wir nur ein paar Fotos und weiter geht es auf der 191 zum Nationalpark.

P1100781Dann sind wir endlich da: Der Canyonlands Nationalpark. Hier treffen zwei Canyons aufeinander: Der vom Colorado und der vom Green River. Wir haben Glück und kommen genau zum Beginn einer Führung an. Ein Ranger erklärt die Entsehung der Canyons, die Geologie der Steine. Wir verstehen etwa die Hälfte, das reicht aber aus, um zu verstehen, worum es hier geht: Um 60 Millionen Jahre Erdgeschichte. Links von uns der Canyon vom Colorado River. Der grundlegende Unterschied zum Grand Canyon? Der Canyon hier ist „nur“ 500 bis 700 Meter tief, während es im großen Canyon doppelt so tief ist (1500 Meter). Allerdinsg ist der große lediglich 15 Meilen breit, der hier bis zu 40 Meilen. Wow. Was für Aussichten. Wir stehen und staunen. Überwältigend wäre ein schwacher Ausdruck für das Gefühl, das sich meiner ermächtigt. Am Ende der etwa 1,6 Kilometer langen bzw. kurzen Tour stehen wir dort, wo beide Canyon aufeinandertreffen. 500 Meter unter uns vereinigen sich Green und Colorado River in ihren jahrmillionen alten Flussbetten. Gigantisch.

P1100925Die Nacht verbringen wir dann in Green River, wo sich der Fluss eher braun farben durch den Ort schlängelt. Ort ist in diesem Falle die Beschreibung für sieben Motels, zwei Tankstellen und zwei Restaurants. In einem davon essen wir gut, es gibt Salat, Fisch und Rippchen. Dann geht es in die Waaherechte, im Kopf immer noch der Canyon, der mich auch die nächsten Tage nicht mehr loslassen wird. Die erste Woche ist um, unsere Strecke bisher: Houston – Fredericksburg – Alpine . Van Horn (alle Texas) – Lordsburg (New Mexico) – Tempe – Flagstaff (Arizona) – Blanding – Green River (Utah). Macht 2400 Meilen, also 3840 Kilometer. Nicht schlecht für die erste Woche.

80 Stufen

l001Um eins, das war schnell klar, müssen wir uns bei unserem Kurzurlaub in Lissabon keine Gedanken machen: Zu wenig Bewegung. Schon am ersten Tag haben wir den Charakter der Stadt ein wenig kennengelernt. Erbaut auf sieben Hügeln, wie manch andere Stadt, geht es in Lissabon ständig hoch und runter. Mal sind es steile Straßen oder Gassen, mal Treppen. Und, damit erst gar keine Langeweile aufkommt, führen 80 Studen zu unserer Ferienwohnung am Praça Luís de Camões. Am Ankunftstag gestern haben wir die dann bereits viermal ersteigert. Bei der Ankunft, nach dem Einkauf, nach dem ersten Stadtrundgang, nach dem Abendessen. Und, was soll ich sagen, schon beim vierten Mal war´s nicht mehr so schlimm wie beim ersten Mal. Und noch etwas steht bereits jetzt schon fest: Diese Stadt ist phantastisch, wir fühlen uns hier so richtig wohl. Städte am Meer haben eben immer wieder etwas Besonderes, und Lissabon dazu noch Flair wie keine andere. Noch am Flughafen in Tegel bekam ich ein Gespräch mit, bei dem es um Lissabon ging. Groß, dreckig, gefährlich, uninteressant. Groß – ja. Gefährlich – keine Ahnung. Uninteressant? Auf keinen Fall. Und dreckig? Bisher nichts zu sehen. Klar ist, dass es die City dank Salazar noch nicht schickimickisaniert ist, unter dem Diktator ging es schlimmer zu als in der Zone. Aber genau diese Mischung aus morbiden Charme und hippen Szeneleben, aus alten Pastelarias und Cervejarias sowie neuen Restaurants, aus Seefahrergeschichte und jüngster trauriger Vergangenheit machen das Flair aus, das uns schon in den ersten Stunden gefesselt hat. Einmal hier, kommt man nicht mehr los.

Nun aber muss ich erst einmal los, frische Backwaren fürs Frühstück holen. Morgen mehr aus der Stadt am Tejo, an dessen Uferpromenade wir gestern kurz überlegen mussten, ob wir nicht doch an die kalifornische Küste geflogen waren.

Miesmacher Medien

Screenshot01Sie müssen immer alles mies machen. Das ist das große Problem der Medien. Besonders der deutschen Medien. Ich denke, die Briten und Amis und Franzosen und Spanier sind da etwas anders. Die können einer Niederlage auch mal etwas abgewinnen. Nur die Deutschen nicht. Die müssen immer alles nieder, alles mies, alles schlecht machen. Aktuelles Beispiel: Mehr als 12 Mio. sehen die bittere Niederlage der Bayern. Woher wollen die das wissen? Vielleicht sahen ja zwei Millionen von den zwölf Millionen einen Sieg von Real? Gut, zwei Millionen ist vielleicht ein wenig übertrieben. Mir ist schon klar, dass die Mehrheit der deutschen Fußballfans zu Bayern hält, weil man gern zu Gewinnern hält. Das gibt einem das Gefühl, selbst ein Sieger zu sein. Meistens zumindest. Gestern war es dann doch wohl eher eine Niederlage.

Aber zurück zum Miesmachen. Warum titelt man nicht mit einem Super Sieg für Real? Realer Sieg gegen Bayern?  Weil das eben nicht geht. Die deutschen Medien sind dazu nicht in der Lage. Das Glas ist immer halb leer, die Staus immer lang, das Wetter immer Scheiße. Man könnte ja auch melden, die meisten Autobahnkilometer sind ohne Stau und übermorgen scheint wieder die Sonne. Nee. Um Jottes Willen. Das geht gar nicht. In Deutschland ist eben alles schlecht. Und was nicht mies ist, wird von den Medien so gemacht. Und nicht nur von BILD & Co. Nein, da machen alle mit. Von taz bis Süddeutsche, von tagesschau bis RTL News. Alles eine gleiche Miesmacherei. Der Sommer ist zu kurz, dann zu heiß, mal zu kalt, der Frühling zu nass, oder zu trocken, im Winter zuviel Schnee oder es gibt gar keinen Winter. Das Wetter ist eben, wie der Fußball, wie die Politik oder wie der Zustand der Straßen, immer schlecht in Deutschland.  Vom Klima ganz zu schweigen. Allerdings denke ich, dass dies nicht an der globalen Klimaerwärmung liegt. Sondern eher am eisigen Klima in den deutschen Redaktionsstuben. Und an der Unfähigkeit, einer Niederlage etwas Positives abzugewinnen.

(K)ein Traum: 250.000

bpb_herkunft_besucherDanke, danke, danke! Danke allen Stammlesern meines kleinen Privatblogs bpb. Und natürlich auch allen anderen, die dann und wann vorbeischauen und mir in den letzten Jahren die Treue gehalten haben. Eine viertel Million Besucher. Davon habe ich nicht einmal geträumt, als ich im November 2006 mit berlinpankowblogger online gegangen bin. Anfangs war ich glücklich über einen Leser pro Tag. Später dann freute ich mich über zehn, dann zwanzig. Irgendwann hatte ich dann mal 50 pro Tag, dann 100. Mittlerweile gibt es hier bis zu 500 Besuche täglich, das ist der Wahnsinn. Schön auch zu sehen, dass die ganze Welt zu Besuch kommt. Klar, die meisten kommen aus Deutschland, aus der Schweiz und Österreich. Dann aber folgt schon die USA, dann Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Spanien, Italien, Tschechien. Und aus diesem Anlass auch mal wieder die beliebtesten bzw. meist gelesenen Posts auf bpb:

Kannst Du „Als ich wie ein Vogel war“?

Bierbowle & Monteurskaffee im Atomkraftwerk

Kluger Hund & Doofe Glatze

Peißnitz, Pirouette, Tischtennisplatte

Ich bin so wild nach Deinem Erdbeerhof

Nachtrag: In letzter Zeit mache ich mich etwas rar hier. Das hat aber einen guten Grund. Mehr dazu demnächst hier.

Ach Gott Ach Goood: Neue Adresse

achgood_erfurt_01 KopieLiebe Ach-Goood-Fangemeinde: Uns hat der Adressen-Wurm gefressen. Na, nicht ganz. Auf alle Fälle funzt die Facebook-Seite von „Ach Goood erobert die Welt“ bei Google nicht mehr. Jedenfalls nicht unter der bisherigen Adresse. Durch die Vervollständigung des dritten „O“ lautet die FB-Adresse nun

https://www.facebook.com/AchGooodErobertDieWelt?ref=hl

Mal sehen, ob Google das auch begreift… Falls Ihr nicht richtig landen solltet, einfach im Browser das dritte „O“ einfügen und schon seid Ihr wieder bei Eurem Ach Goood. Bis bald!