Reisetagebuch II: Wüste & Harz

P1100900Den Grand Canyon hatten wir ja schon – vor mittlerweile sechs Jahren. Was also könnte da noch kommen? Was sollte man da noch nicht gesehen haben? Hatte ich mir so gedacht. Bis zum vorigen Samstag, als ich den Canyonlands Nationalpark betrat. Zwei Canyons auf einmal.  Und wir in der Mitte. Aber machen wir erst einmal dort weiter, wo wir im Teil eins aufgehört hatten. Auf dem Weg nach Sedona. Von Tempe ging es über Phoenis recht schnell nach Sedona, mit einem Stopp im Red Rock State Park. Ein kleiner Park nur, ein paar Wanderwege. Nach einer Stunde waren wir wieder draueßn. Die eigentlichen Attraktionen dort stehen aber sowie außerhalb. Hohe, rote Felsen, die verschiedenen Dingen ähneln: einer Kaffeekanne, einer Glocke. Beieindruckend aber auch ein wenig verstörend der Besuch einer Kirche, die auf den roten Fels gebaut wurde.

Nach einen Mittagsstopp in einer kleinen Pizzeria, deren Chef lange in Deutschland, in Bremen, lebte und sich deshalb auch noch etwas länger mit uns unterhielt, fuhren wir weiter Richtung Norden. Links und rechts der Straße großen Kakteen und Wüste. Dann wieder Wüste. Dann wieder Kakteen. Von oben brennt die Sonne. Über 30 Grad. Dann, von jetzt auf gleich, ändert sich alles. Wir fahren durch den Oak Creek Canyon. Eine Schlucht, eine Brücke und dann wird es blitzartig kalt. Unter 20 Grad. Die Umgebung gleicht dem Harz. Abgesehen von den roten Felsen, könnte man sich wirklich im deutschen Mittelgebirge befinden. Irre. Gerade noch in der sonnenheißen Wüste, jetzt im kalten Schatten von Nadelwädern.

Es wurde aber wieder warm. Unser nächster Stopp hieß Flagstaff. Ein guter Stopp. Das Rodeway Inn, unser Motel, mit beheiztem Außenpool, 40 Grad warmen Jacuzzi innen und großen Zimmern mit Balkon erlaubt uns einen erholsamen Stopp nach mittlerweile 1900 Meilen on the road. Ein guter Tag für eine erholsame Rast. Denn die nächsten 1000 Meilen warten schon. Nächste Ziele: Das Monument Valley und der Canyonlands Nationalpark. Später mehr.

 

 

 

 

 

 

 

Reisetagebuch I: Kein Schnee, sondern Sand von gestern

P1100178Es sieht aus wie Schnee. Es ist jedoch Sand. Sand von gestern. Millionen Jahre alt. Mitten in New Mexico. Für uns Ostsee-Urlauber nichts Neues. Aber doch faszinierend, da die White Sands doch weit weg vom Meer sind. Aber von Anfang an: Letzten Samstag Ankunft in Houston, guter Flug mit dem A380. Lockere und schnelle Immigration, zwischen Landung und Mietwagen-Abholung lagen gerade einmal 45 Minuten. Das ist neuer Rekord.

Dann ging es mit unserem Chevrolet Tahoe nach Fredericksburg – 400 Kilometer durch Texas. Sonntag weiter nach Alpine, Ausgangsort für den Big Bend Nationalpark. Viel Regen an den Vortagen sorgte für einen grünen Park, aber auch für einen gut gefüllten Rio Grande, so dass unser Trail durch den Santa Elena Canyon (Foto) ins Wasser fiel. Nun, auch so war´s schön. Montagabend Ankunft in Van Horn – ein Ort aus Motels, Tankstellen und Restaurants. Wohnhäuser? Nicht gesehen. Dienstag dann über die White Sands, El Paso bis Lordsburg. Wieder ein Ort voller Motels und Zubehör. Aber ein schöner kleiner Veterans-Park mit Panzer sowie eine Ghosttown, die am Morgen noch geschlossen war, so dass wir sie nur sporadisch fotografiert haben.

P1090892Am Mittwoch dann das erste Hauptziel: Tempe in Arizona. Wundervolle Fahrt durch die Wüsten Arizonas. Am Abend dann ins Marquee Theater zum Konzert. Against Me. Dann The Gaslight Anthem. Währenddessen und auch danach noch ein paar Bier in Tempe Downtown. Der erste späte Abend hier. Glücklicherweise haben wir aber seit Ankunft zwei Stunden gut gemacht, da wir schon eine Zeitzone überfahren haben und Arizona sich während der Sommerzeit an die pazifische Zeit hält. So können wir ausschlafen. Denn das nächste Ziel wartet schon: Sedona und der Red Rock State Park.