Kranke Schweine

Bei Peta entdeckt:

Berlin / Gerlingen, 10. November 2011 – Seit einigen Monaten versucht eine Gruppe von Zoophilen (früher: Sodomisten), einen offiziellen Verein beim Vereinsregister des Amtsgerichts Charlottenburg eintragen zu lassen. Besonders perfide: In Anlehnung an die weltweit größte Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) wählten die Protagonisten um den Berliner „Sprecher“ Michael K. den Vereinsnamen ZETA (Zoophiles for the Ethical Treatment of Animals). Das Amtsgericht hatte Bedenken zur Eintragung und lehnte diese ab. Nun hat auch das Kammergericht Berlin rechtskräftig das Vorhaben mit zutreffenden tierschutzrechtlichen Begründungen zurückgewiesen (Beschluss v. 19.10.2011, Az. 25 W 73/11).

„Es ist überaus zu begrüßen, dass das Kammergericht insbesondere den Schutzstatus des Art. 20a des Grundgesetzes hervorgehoben hat. Der in der Verfassung der Bundesrepublik zum Staatschutzziel erklärte Tierschutz steht folglich auf gleicher Abwägungsstufe wie das Grundrecht der Vereinigungsfreiheit der BürgerInnen in Deutschland“, kommentiert Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater bei PETA Deutschland, den kürzlich zugestellten Beschluss des Berliner Kammergerichts.

Zoophilie ist immer mit Zwang gegenüber Tieren verbunden, denn sie haben sich den (sexuellen) Willensbedürfnissen der Menschen unterzuordnen – somit ist und bleibt dies rechtswidrig.

Sonnenspiel

Jedes Jahr, wenn die Tage langsam wieder länger werden, bietet sich im Westen Berlins allabendlich das gleiche großartige Schauspiel: Die Sonne taucht vor rotglutem Himmel und hinter dem Teufelsberg (vom Kranzlereck aus gesehen) ab und verabschiedet sich von Tag zu Tag mit mehr Eleganz und  in die Nacht.

Zoofenster überflügelt Kirchturm

Lange Zeit bewies der alte Turm der Gedächtniskirche seine wahre Größe und dominierte die Berliner City West am Breitscheidplatz. Das ist nun vorbei. Zwar haben moderne Lasermessungen ergeben, dass der Turm nicht wie bisher gedacht 68, sondern 71 Meter hoch ist, aber die Höhendominanz musste er nun abgeben. Das noch im Bau befindliche Zoofenster-Hotel hat ihn überflügelt. Bald nun aber verschwindet der Kirchturm komplett. Etwa für zwei Jahre ist von den alten Mauern nichts zu sehen. Während der Sanierung wird der Turm mit Aluminium eingeplattet.

Versteckte Kamera oder Sie wollen mich verar… ähm, wohl auf den Arm nehmen?

Sonntagmittag in Berlin Charlottenburg. Touristen strömen in Massen über den Kudamm, vor dem Beate-Uhse-Museum stehen etwa 30 Japaner nach Karten an. Ein paar Franzosen stehen an der Bude nebenan, jeder vor sich ein Berliner Gedeck: Currywurst, Pommes und ein kleines Schultheiss Pils. Der Supermarkt dahinter ist wie jeden Sonntag rappelvoll.

Die längste Schlange gibt es wieder einmal vor den Leergutautomaten. Hier stehen jeden Sonntag die gleichen Leute an: Die Flaschensammler mit ihren Leergut vollen Ikea-Einkaufstaschen, der Rentner mit ein paar Büchsen und Flaschen aus den umliegenden Papierkörben, die Bettel-Punks mit leeren Sternburg-Pils-Pullen. Ein Sonntag wie jeder andere.

Nur eins ist anders. In der Joachimsthaler Straße, direkt vor dem Postamt, steht im Halteverbot ein Volvo. Soll ja mal vorkommen. Bei näherer Betrachtung des Kennzeichens zeigt sich, dass es sich hierbei um einen Finnen handelt. Oder um eine Finnin. Jedenfalls ein Volvo, der in Finnland zugelassen ist. Aha, denke ich, in Finnland sehen wohl die Halteverbotsschilder anders aus. Oder man hat es einfach ignoriert. Oder nicht gesehen.

Nun gut, kann ja mal vorkommen. Ich will gerade weiter schlendern, als mich ein Herr, etwa 60 Jahre alt, anspricht. Er trägt eine weiße Leinenhose, ein teuer aussehendes Hemd und an den Füßen billig wirkende Badelatschen. „Can you help me?“, fragt er mich. Mein Englisch ist nun nicht das beste, aber helpen tu ich natürlich gern und so antworte ich : „Yes, what´s your problem?“ Er fragt: „What is the price for parking here?“

„Here is prohibited to park“, sage ich mit der Hoffnung, er würde mein schlechtes Englisch verstehen. Daraufhin schaut er mich verwundert an. Er zeigt auf seine Handfläche. In der liegen ein paar Euromünzen. Dann zeigt er auf den Briefmarken-Automaten der Post, der direkt neben seinem Auto auf dem Bürgersteig steht. „How much?“ fragt er. Nun fehlen mir nicht nur die englischen Worte.  „Sie wollen mich verar… ähm auf den Arm nehmen“, sage ich dann etwas später. Und: „Versteckte Kamera oder so was ähnliches?“

Denn das kann er doch nicht ernst gemeint haben. Immerhin ist der Briefmarkenautomat GELB, an beiden Seiten prankt groß das Post-Zeichen. Doch er schaut mich nur noch mehr verwundert an. Ich sage dann, inder Hoffnung, dass es nicht die Versteckte Kamera ist und dass er mich versteht:  „They can buy stamps here, no parking tickets.“

„Ah, okay“, sagt er daraufhin. Dann steckt er mehrere Münzen in den Automaten, drückt zwei Tasten und holt aus der Klappe ein paar Briefmarken heraus. Sagt „Thank you, my friend“, geht zum Volvo, steigt ein und fährt davon. Ich stehe noch eine ganze Weile da. Jetzt kommt gleich der Frank Elstner, denke ich. Doch er kommt nicht. Auch Kameras kann ich keine entdecken. Aber wenigstens erfahre ich später, dass Briefkästen in Finnland orange sind.