fick meiner ehefrau strand beach urlaub

bpb_stat_09_14Das ist doch mal etwas. Normalerweise sind Suchbegriffe, die im Internet  eingegeben werden und am Ende auf meinem Blog landen, eher langweilig. Oder unter der Gürtellinie. Selten ist etwas dabei, über das man philosophieren könnte. Heute war es jedoch mal wieder soweit. mein frund doner halle. Das lässt einiges offen. Was hat sie oder er gesucht? Einen Freund, der einen der Döner kennt in Halle? Oder einen Freund, der die Döner-Halle kennt, wo auch immer? Oder war es schnöde und ganz einfach die Internetseite http://www.doenerfreund.de? So wird es wohl gewesen sein. Wenn mir auch die anderen Variationen besser gefallen. Nun, über den Suchbegriff riesenbrüste müssen wir wohl nicht allzuviel verlieren, da wissen wir wohl alle, wer da was gesucht hat. Gefunden haben sie/er jedoch nur Schaufensterpuppenbrüste. Interessanter ist da noch itlalien kotzbrocken. Wobei mir unklar ist und bleibt, auf welchem Post die/der LeserInnen damit gelandet sind/ist. Über berlin im november könnte man durchaus reden – da fallen mir jede Menge Ansätz ein. Aber über fick meiner ehefrau strand beach urlaub überlasse ich es dann doch lieber meiner geneigten Leserschaft, zu philosophieren. In diesem Sinne: ein schönes Wochenende, an welchem Strand auch immer Sie gerade sind!

Schöner Döner

Es gibt sie wie Sand am Meer, Dönerläden in Berlin. Seattle aber hat nur einen, zumindest haben wir nur einen entdeckt. Den Berliner Döner auf der 1st Avenue/Ecke Seneca Street, in der Nähe vom Pioneer Square. Sogar mit Fernsehturm im Schriftzug. Ost-Berliner Fernsehturm.

„Aaaaaus Gggggötz!“

Demo ist nicht ihr Ding. Sie halten sich da besser raus. Gibt es doch am 1. Mai auch Schöneres als sich mit Polizei und den Linken rumzuschlagen. Sie sitzen vor der Dönerbude in Pankow. Beim Türken. Weit genug weg von den Demonstrationen, aber immerhin im gleichen  Stadtbezirk. Einer mit Glatze und Londsdale-Shirt. Vor sich ein tschechisches Bier.

Der zweite versteckt ein T-Shirt mit Eisernem Kreuz unter einer lila Joggingjacke. Die dreckigen Füße in den ausgelatschten Sandalen bräuchten mal etwas Pflege. Der dritte im Bunde ist der Kleinste von den dreien. Er hat einen Hund und einen Sprachfehler. Und weil die Promenadenmischung die ganze Zeit nur weg will, wird der Hund ständig mit einem „Aaaaus! Gggggötz!“ zur Raison gerufen.

Die drei jungen Herren spielen Skat. Mit französischem Blatt. „Aaaaaaachzehn“, sagt der Kleine. „Ha ick“, antwortet Lila Jacke. Der Kleine mischt die Karten in der Hand neu, schaut ins Blatt und sagt zackig „Zwanzich“. „Na jeht doch“, sagt Lila Jacke, „warum mussten sont imma so rumstottan.“ „Nu ärja ma den Kleenen nich“, mischt sich Glatze ein und ruft „Achmed, bring ma noch drei Tschechische!“

Der Kleine nimmt den Skat auf, drückt zwei Karten weg und legt die Karten offen auf den Tisch. „Null oooooovert“, sagt er grinsend während er „Götz“ an der Leine zu sich ranzieht. „Mensch, son Scheiß“, sagt Lila Jacke. „Null, dit hätte da Führa vaboten, son Drecksspiel.“ „Nnnnnna uuuuuuund. Spiel iiiis Spiel“, sagt der Kleine. „Dddddddu kkkkkommst raus“. Lila Jacke kratzt sich erst zwischen den Beinen, dann am Kopf. „Dit kannst vajessen. Da hamma keene Changse“, und wirft die Karten auf den Tisch.

Zum Entsetzen von Glatze. „Biste jetze total behämmat oda wat. Siehste nich die blanke Achte da? So wat Blindet aba och. Mit sowat kömma keene Krieje jewinn.“ Sagt es und haut Lila Jacke mit der flachen Hand auf den Hinterkopf. „Aua“, sagt Lila Jacke. Und: „Ick wollte eh uffhörn. Muss noch zu Muttan, jibt sons wieda Ärja wenn ick zu spät komme.“ Steht auf und wankt davon.

Währenddessen ist der Dönerverkäufer rausgekommen und hat dem Hund eine Schale mit Döner-Resten hingestellt. „Geht aufs Haus“, sagt er akzentfrei und geht wieder hinter seinen Tresen zurück. „Sssssiehste“, sagt der Kleine zum Hund, „eeeees jibt oooooch jute Tttttttttürken.“ Während aus der Ferne die Polizeisirenen heulen nimmt Glatze noch eine Schluck aus der Tschechenpulle, sieht erst den Kleinen und dann den Hund an.

„Son Quatsch ha ick noch nich jehört. Der is vielleicht jut zum Hund, aba nich jut. Und außadem: Wie kannste denn um Jottes Willn dem Hund Döna zu fressen jebn? Wenn das da Führa wüsste.“ Glatze steht auf, geht zum Straßenverkaufsfenster vom Imbiss und ruft „Achmed, zahlen!“ Der Dönerverkäufer kommt vor und sagt: „Zwei mal Döner, eine türkische Pizza, sechs Pilsner Urquell, mach 16.40.“

Das Zwiebelmettbrot oder Mit Döner wärs schöner

Laut einem Bericht der europäischen Dönerhersteller ist Berlin die Hauptstadt des deutsch-türkischen Nationalgerichtes. Denn allein in der Hauptstadt gibt es etwa 1500 Dönerläden. Jeden Tag gehen 300.000 Portionen über die Laden- und Imbisstheken. Da gibt es doch sicher auf der Fußball-EM-Fanmeile auch so manchen Dönerstand, dachten viele. Besonders zum Halbfinal-Kracher Deutschland-Türkei wären Dönerstände das I-Tüpfelchen gewesen. Tja, aber eben nur gewesen.

Denn die hygienischen Vorgaben sind so hoch, dass sie kaum ein Dönerverkäufer erfüllen kann. Früher war es die Hackfleischverordnung, heute sind es die europäischen Lebensmittel-Hygiene-Vorgaben die den guten Dönergeschmack auf Märkten verderben. Die verbieten den Verkauf von Frischfleisch auf Märkten, wenn dort die Voraussetzungen nicht stimmen.

„Es dürfen nur vorgegarte Fleischspeisen verkauft werden. Döner ist aber, im Gegensatz zu den Buletten, nicht vorgegart. Bisher sind fast alle gescheitert, die Döner auf Märkten verkaufen wollten“, sagte ein amtlicher Veterinärmediziner. Deshalb gebe es auch keine Hackfleischbrötchen, sondern Zwiebelmett aufs Brot. Das ist doch aber wenigstens eine Alternative. Denn wer will denn schon vorgegarte Buletten vom Grill?

Härte ist nicht meine Stärke

So sehr ich mich auch darauf gefreut habe. Letzlich ist es ganz schön hart. Das Fahrrad fahren. Nicht etwa des Fahrens wegen. Immerhin über zehn Kilometer früh zur Arbeit, abends die gleiche Strecke zurück. Doch das macht mir nichts mehr aus. Es sind die Verlockungen am Wegesrand, die mir zu schaffen machen.

Start am Kudamm. Auf dem Weg Richtung Pankow komme ich zuerst am Schleusenkrug vorbei. In dem Biergarten im Tiergarten sind fast alle Tische besetzt, man trinkt Pils oder Weißbier, hinten bollert der Grill und es duftet nach gegrillten Steaks. Bloß schnell weiter. Da lauert schon die nächste Prüfung: eine herrliche Kneipe, die Tiergartenquelle. Zum Glück keine Außenplätze, hier radle ich schnell vorbei.

Dann weiter durch Moabit. An der ersten Ecke die „Quelle“, an der nächsten „Die Ecke“, dann das „Chicken-Kebab-Haus“. Man, sieht das lecker aus, da auf dem Spieß. Nichts wie weiter. Vorbei am „DürümDöner“, am „Imbiss bei Elke“, am „House of Noodles“, an der „Curry Perle“. Davor Bänke, alle besetzt mit Feierabendlern, alle mit Bier, alle mit Currywurst. Hart bleiben, weiter fahren.

Dann Wedding. „The Kiez of Döner“. An jeder Ecke einer. Und dazwischen jeweils drei. Und Pizza-Läden. Und Curry-Wurst-Stände. Und Pasta-Läden. Und noch ein Döner, noch einer, noch einer. Da, wo keiner ist, ist eine orientalische Bäckerei.

An der Ecke Prinzen/Osloer ist der größte Döner vom Wegesrand. Mit Biergarten dran. Ausgerechnet hier. An der Ampel ist immer rot, wenn ich komme. So dass ich stehen bleiben und zugucken muss. Wie Döner-Pommes-Salat und Halbes-Hähnchen-Krautsalat auf Tellern angerichtet den Gästen gebracht wird. Schmacht.

Dann, kurz bevor es zu spät ist, wird grün. Gerade noch einmal davon gekommen. Jetzt noch ein Stück durch Pankow. Hier sind nicht mehr ganz so viele Wegesrand-Verlockungen. „Nur“ drei italienische Restaurants, zwei Dönerbuden, acht Kneipen, darunter die Stammkneipe (heute mit Nudeln und Gulasch für 4,50 im Tagesangebot), diverse Imbissbuden und, kurz vor dem Ziel, das Grillhaus. Mit den vielen knusprig goldgelbraunen Grillhähnchen im Fenster. Und dem Dönerspieß daneben. Ich widerstehe. Daheim gibt es ja noch Obstsalat. Für heute habe ich es wieder einmal geschafft. Aber Härte ist trotzdem nicht meine Stärke.

Einer von etlichen Pizza-Läden an der Strecke, oben einer der orientalischen Bäcker