Projekt Yachtblog

Heute gibt es mal aus gegebenen Anlass ein bisschen Werbung in eigener Sache. Demnächst startet unser neues Projekt. Projekt Yachtblog. Wie der Name schon verrät ist es auch ein Blog, jedoch weniger auf kleiner Privat-Basis wie berlinpankowblogger hier. Auf  Yachtblog – Das Magazin für Motorboot- und Yachtcharter werden wir Charterfirmen, zunächst in Berlin und Brandenburg, vorstellen. Später weiten wir das in nationale und internationale Wassersport-Reviere aus.  Zudem gibt es Berichte und Testberichte über Boote und Yachten- vom kleinen Kanu über Schlauchboote, kleinere Motorboote und Sloepen bis hin zu größeren Yachten.

Die meisten Reportagen wird es als Videobeiträge geben, manche aber auch in gewohnter Schriftform. Ebenso werden wir Bootsmessen und andere Events, die mit der Yacht- und Wassersportbranche zu tun haben, besuchen und ebenfalls über neue Entwicklungen der Branche berichten. Geplant sind ebenso Reise-Reportagen, bei denen Boote oder Yachten eine kleine oder große Rolle spielen. Aber auch die News aus der weltweiten Branche werden uns die eine oder andere  Zeile wert sein (auf Twitter sind wir da schon recht aktiv).

Derzeit stecken wir noch in der Planungs- und Aufwärmphase, aber schon bald wird das Yachtblog vom Stapel laufen. Spätestens zum Beginn der hiesigen Wassersportsaison sind auch wir am Start. Bis dahin werden noch die Planken gewienert und die Leinen klar gemacht. Und dann kann uns nichts mehr (auf)halten.

Es darf auch mal Banjo sein…

In guten zwei Wochen geht´s zum Paddeln. In „Deliverance“ (Beim Sterben ist jeder der Erste) gehts auch ums Paddeln. Und um Banjos. Ein T-Shirt zum Geburtsgtag von meiner Liebsten habe ich zum Anlass genommen, diese Filmsequenz hier mal zu zeigen. Richtig gut wird´s übrigens erst ab Minute 2.44…

Endlich: On the road

Eine Frage, die mich seit etwa 20 Jahren, nein, seit 30 Jahren, beschäftigt, ist nun immer noch nicht geklärt. Warum, zum Teufel nochmal, hat bisher noch niemand den Stoff aus Jack Kerouacs On the road verfilmt? Es gibt immer noch keine Antwort auf diese Frage. Aber einen neuen status quo: On the road ist verfilmt.  Der Trailer ist online und immerhin schon im September kommt der Film auch in die deutschen Kinos. Selten so gespannt auf eine Verfilmung gewesen. Denn das Buch, das Lesen des Buches, dieses: immer wieder von vorn beginnen und noch einmal diese Seite lesen, dieses blieb für immer.

Ich weiß nicht, ob es je noch ein Buch gegeben hat, das so oft im Freundes- und Bekanntenkreis weitergegeben, verliehen worden ist. Welches Buch mehr Aufmerksamkeit und Rotweinflecken bekommen hat, jenes von Jack Kerouac. Damals. Im Osten. Ja, auch Urfin und seine Holzsoldaten ging von Hand zu Hand. Und für mich war Flucht in die Wolken ein ähnlich lesenswertes Buch wie On the road. Aber das war dann schon später. OTR hab ich wenigstens fünf Mal gelesen. Nein. Eher zehn Mal. Auf Montage. Im Urlaub. Auf endlosen Bahnfahrten mit der Reichsbahn zur Arbeit oder nach Hause. Vor und nach Partys.  Im Bus. In der Straßenbahn. An den Tischtennisplatten auf der Peißnitz.

Und damals hat es sich in mir fest gefressen. Das Gefühl On the road. Das Gefühl Amerika. Damals so weit. So unerreichbar. Lebenslang. Lebenslang nicht on the road. Sondern on the Reichsbahn zwischen Halle und Erfurt. Nun, es ist immer noch da. Das Gefühl, dort sein zu wollen. Und, glücklicherweise, inzwischen kann ich es auch tun. Und hab es auch schon mehrfach getan. Nicht auf Güterzügen. Oder in geklauten Autos. Aber on the road waren wir nun schon desöfteren. Und werden es immer wieder tun. Denn dieses Gefühl, dieser Drang, stirbt wohl nie. Bin gespannt, was der Film bringen wird. Allerdings werde ich zur Deutschland-Premiere im September nicht dabei sein können. Da bin ich on the road. On the way with Dean Moriarty. And my best friends. Between New York & Boston.

Achterbahn & Kokain

Nicht bei jedem Berlin-Besuch waren wir damals im Kulturpark Plänterwald, einfachhalber nur Plänterwald genannt. Aber ab und an haben wir und schon mal einen Abstecher in den einzig ständigen Freizeitpark der DDR gemacht. Besonders bei Klassenfahrten war der Rummel dort ein beliebtes Ziel. Im Zenner nebenan gab es Bier und aus dem Risenrad konnte man den ein oder anderen Blick auf Kreuzberg werfen.  Nach der Wende dann wurde der VEB abgewickelt, wie fast alle anderen DDR-Betriebe. Staatshilfen oder -kredite gab es damals nicht. Aber einen Investor.  Norbert Witte, Enkel von Otto Witte,  übernahm das Gelände, die Fahrgeschäfte und betrieb es als Spreepark. Bis zur (moralischen) Flucht nach Peru 2001. Dort sitzt sein Sohn im Knast, weil Papa 180 Kilo Kokain schmuggeln wollte. Die ganze Geschichte gibt es nun für alle Plänterwald- und Spreepark- und Achterbahn-Fans im Film „Achterbahn“, der am 2. Juli anläuft.

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Norbert Witte am 21. Juni 2009 im ehemaligen Spreepark

Tom Cruise und die Mission Impossible

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Zuerst wurde er von allen gefeiert, jetzt wird er von (fast) allen verrissen. Manche wollen seinen Film gar boykottieren: Tom Cruise und seine „Operation Walküre“. Die Drehtage 2007 in Berlin waren willkommene Abwechslung an heißen, schwülen und politikverdrossenen Senatspause-Tagen in der Hauptstadt.

Ganze Fotografen-Schwärme und etliche Jung-Reporterinnen waren auf den Top Gun des Sommers angesetzt. Fotos vor dem Hotel, im Hotel, mit Katie Holmes und ohne. Zum ersten Mal in Wehrmachts-Uniform, zum zweiten Mal in Wehrmachts-Uniform. Und auch zum dritten Mal in Uniform, nur diesmal an einem anderen Drehort. Dann der Nachdreh im Bendlerblock und die vielen Geschichten und Geschichtchen um den Scientology-Lobbyisten.

Alle Berliner werden sich erinnern, an den Kampf der Zeitungen und Fernsehsender um die besten und exklusivsten Bilder von der Verfilmung des Hitler-Attentates. Cruise in der Rolle des Stauffenberg. Widerstand gegen die Widerstands-Verfilmung gab es weniger. Mehr dafür jetzt.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand ruft nun zum Boykott auf, weil Stauffenberg, „Symbolfigur gegen den Totalitarismus der Nazis“, von einem Schauspieler dargestellt werde, „der zur Spitze einer totalitären, antidemokratischen Organisation zählt“.

Andere finden, dass der Film nicht in die Tiefe geht, dass er zu oberflächlich mit der deutschen Geschichte hinter den Figuren des Hitler-Attentates umgehe. Dafür sei es jedoch ein zeitloser Thriller.

Ja, was haben die denn erwartet? Ein Ami-Film über Nazis, der in die Tiefe geht? Das, meine Damen und Herren, ist und bleibt, auch wenn Herr Cruise die Hauptrolle hat, eine Mission Impossible.