Sizilien – einmal und immer wieder

Mein Reisetagebuch Sizilien ist etwas ins Stocken geraten. Das hat mehrere Gründe: Zum einen fehlte mir vor Ort die Zeit, mich an den Rechner zu setzen. Sicherlich wäre sie vorhanden gewesen, aber ich habe sie lieber genutzt, um Land und Leute kennenzulernen. Da gab es z.B. ein Restaurant in Pietraperzia – da fehlen mir jetzt noch die Worte: Lecker Essen, herzliche Leute, cooler Koch, nette Chefin und, und das muss ich endlich auch mal schreiben, die LECKERSTEN Spaghetti Aglio, Olio e Peperoncini. Selbst ein befreundeter Koch, der an unserem letzten Tag dort, mit uns gemeinsam im Restaurant war, hat dies bestätigt: Nie zuvor waren in einem solchen Gericht Knoblauch, Olivenöl, Petersilie u.a. besser abgestimmt als dort. Die Schärfe – einfach grandios. Nicht im Mund, sondern erst im Rachen und im Hals war sie zu spüren, also BESSER geht´s nicht! Wer es probieren möchte: Da Vincenzo, .

Am bereits genannten Freitag hatte ich gute Freunde vom Ätna abgeholt, die hatten dort eine Wanderung vom Meer bis zu Krater gemacht und waren hellauf begeistert wie auch froh, noch am Leben zu sein. Denn in der Nähe des aktiven Kraters wurden sie von einem Gewitter mit Hagel überrascht und die Lava tat ihr übriges. Tags drauf ging es zu viert zu unserer Villa bei Castelvetrano, wo wir mit sieben weiteren Freunden eine weitere wunderbare Woche am Meer, am Pool sowie bei Wein, Sekt, Bier und vor allem bei gutem Essen verbrachten. Kurzum: Es war unser erster, aber sicher nicht der letzte Sizilien-Urlaub!

Unser Pool vom Villa-Turm aus gesehen. Ja, wir hatten einen Turm!

eins und eins

text: ole pankow, irgendwann zwischen 1983 und 1985

vertont: ole pankow, 2015

 

eins und eins / ist nicht zwei / manchmal drei

und ein weg zum ziel / führt mal an uns vorbei

nicht ein boot / folgt dem sinn / den wir suchen

denn es folgt den fischen / und manchmal dem wind

 

doch es bleibt / was uns treibt

egal wohin / egal wie weit

auf den wegen / die wir gemeinsam gehn

 

nicht jeder tag / ist so gut / macht uns mut

dass wir ohne zweifel / ohne ängste sind

manches mal / sind wir schwach / verzweifeln wir

ohne hoffnung / an uns selbst / vergeht die kraft

 

doch es bleibt / was uns treibt

egal wohin / egal wie weit

auf den wegen / die wir gemeinsam gehn

 

einmal kommt / es so weit / dass ich sag

es ist zeit / den letzten weg zu gehn

und es wird / mir ein schmerz / meine hand

legt sich schwer / und meine liebe in dein herz

 

bis dahin bleibt  / was uns treibt

egal wohin / egal wie weit

auf den wegen / die wir gemeinsam gehn

Genau so!

Eine kleine, aber richtige und gute Antwort auf vieles, was gerade hier passiert, ist dieses Lied von Martin Rühmann und Freunden. Ich bin froh und stolz, ihn kennengelernt haben zu dürfen. Genauso stolz wie auf meine Freunde in Berlin und auf jene, mit denen ich gestern in Erfurt eine wunderbare Party feiern durfte. Ohne Euch wäre derzeit vieles unerträglich. Danke Martin und Schlumpe + alle anderen!

Mit der Waterspoor auf Sonntagstour

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Spiegelglatter Kanal – besser kann man kaum durch die Landschaft gleiten

Das war sie also – unsere erste Tour mit einer Sloepen, einer holländischen Tender-Schaluppe. Die Daten: 7,11 m lang, 2,50 m breit, Tiefgang 55 cm, 38-PS-Nanni-Einbaudiesel (SBF Binnen notwendig). Edle Verarbeitung des Decks und der Polsterungen nebst Kühlfach (Aggregat) inklusive. Kurz vor 9 Uhr waren wir an der Marina Havelbaude in Hohen Neuendorf angekommen, kurz nach neun steuerten wir schon auf der Havel Richtung Oranienburg/Pinnow. Die Steuerung einfach, die Sloep folgte jedem Ruderschlag sofort. So macht Bootfahren Spaß. Das Wetter war uns (noch) hold, die Landschaft herrlich anzusehen. Die drei Schleusen bis zum Kremmener See waren kein Problem, wir waren fast allein unterwegs. Gegenverkehr Hinfahrt: drei Boote. Rückfahrt: fünf Boote (auf insgesamt 31 km pro Strecke).

Alles ging glatt, so glatt wie das Wasser unter uns. Der Ruppiner Kanal wie ein Spiegel zwischen dem Grün der Wiesen und Wälder ringsum. Punkt 13 Uhr passierten wir den Kremmener See, wo wir einen unserer Mitfahrer wieder einsammelten. Dieser hatte es vorgezogen, die 15 Kilometer von Schleuse Oranienburg/Tiergarten bis dahin zu joggen (er war ne halbe Stunde vor uns da). Wegen einer lautstarken Seniorenveranstaltung ließen wir das Lokal dort jedoch links liegen und fuhren lieber noch ein Stück weiter auf dem Ruppiner Kanal bis kurz vor Linum (siehe Karte). Dort erwischte uns dann doch noch der Regen (siehe unten). Ein halbe Stunde wurden wir von oben recht nass, glücklicherweise hielten Verdeck und Bimini einiges ab. Zudem hatten wir reichlich Proviant (fest und flüssig) an Bord, so dass wir auch das gut überstanden. Am Kremmener See kam die Sonne zurück und mit ihr phantastische Ansichten. Ein wunderbarer Tag mit Freunden auf dem Wasser. Das gibt ne Wiederholung.

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Unsere Strecke von Hohen Neuendorf über Oranienburg, Pinnow, Kremmen bis zum Linumhorst und wieder zurück. Fahrtzeit: 9 bis 19 Uhr

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Warten vor der Schleuse. 8 km/h sind im Kanal erlaubt.

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Und wieder Warten auf grünes Licht zum Einfahren in die Schleuse. Drei Schleusen gibt es auf dieser Strecke, Tiergarten und Hohenbruch schleusen nur zur vollen Stunde und pausieren 13 Uhr.

Waterspoor 711

Der Steuerstand der Sloepen: Ruder, Gashebel, Raymarine mit Tiefe und Geschwindigkeit, Drehzahlmesser/Betriebsstunden, Temperatur, Öldruck, Betriebsspannung, Tankanzeige (Diesel ist inkl.)

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Unser Proviant: Pflaumenkuchen, Käse, Stracke, Brot, Wasser, Kaffee und Wein

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Die beste (Über)Sicht hat man achtern im Stehen auf der Badeplattform

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(Pinkel)Pause auf dem Kanal

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In der Schleuse

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Landschaft, Landschaft, Landschaft…