Folgen Sie mir weiter

Folgen Sie mir weiter, bleiben Sie nicht stehn. Es ist ausdrücklich verboten, sich umzusehn. Heinz Rudolf Kunze ahnte schon 1982, was einmal das Problem sein wird. Das Problem beim Twittern. Mich hat es nun also auch erwischt. Ich zwitschere meine Kurz-Meinung ins weltweite Netz, sogar mit dem Handy klappt es seit gestern.

Doch das Problem liegt woanders. Das Problem sind die Folgenden. Also jene, die meinen, sie müssten meine Nachrichten verfolgen, sich ansehen. Da folgt meinem Zwitschern  „Preussensex“, da folgt „FickiFucki“ und „JaninaJasmina“ und, und, und.

Was wollen die von mir? Was haben die davon? Okay, wenn man ihre Icons anklickt, gelangt man direkt auf deren Seiten, vollgepackt mit allerlei Werbung, Schweinkram oder anderen sinnlosen Sachen. Das hat mich ganz schön genervt. Doch zum Glück kann man mit zwei Klicks unliebsame Verfolger abschütteln. Sie werden geblockt und tauchen, zumindest vorerst, nicht mehr im Rückspiegel auf.    

Und schwupp, schon sind wieder zwei unliebsame Verfolger aufgetaucht. „Chipylover“ und „Chinesische Weisheiten“ wollen mit mir zusammen gehn. Die muss ich jedoch auch ablehnen. Ich geh doch nicht mit jedem einen zwitschern.

Selbst ist die Zerstörung aus Protest

Er protestiert wieder einmal gegen die Menschen, singt für (seine) Liebe, schießt gegen den Krieg. Heinz Rudolf Kunze ist zurück. Welcome back! Wieder wirbelt der einstige „Niedermacher“ Worte nur so durcheinander, auf dass sie neu zusammenfinden (Selbst ist die Zerstörung). Protest gegen Banalitäten, Casting-Stars und Möchtegern-Helden. Aufruhr gegen den Krieg in Bagdad, gegen das konservative System, Reaktionismus. Und Liebeslieder, wie lange nicht mehr, auch für seine „Neue“ (Elixier).  Auch zur Mundhi hat er zurück gefunden. Wenn auch nur aus Protest. Aber ich bin endlich wieder einmal freudig gespannt auf seine Tournee.

cimg1680Kunze auf seiner neuen CD „Protest“

Der schwere Mut

Wahnsinn. Unglaublich. Ein Lied, das mich (und viele andere) mittlerweile seit 25 Jahren begleitet. Und es kriegt mich immer noch. Zwar haben sich die Einsichten und auch die Aussichten geändert. Nicht jedoch meine Ansichten.