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USA-Urlaub in einer Minute

Ansichtssache

Bei den Recherchen für einen Mietwagen für unseren diesjährigen US-Urlaub stieß ich zufällig auf Urlaubsfotos von 2008. Damals hatten wir uns einen Jeep Grand Cherokee gemietet. Was für eine große Karre, dachten wir bei der Anmietung. Bis zu jenem Tag, als die Frau in der Tankstelle ihn „little Jeeper“ nannte. Ist eben alles reine Ansichtssache.

Großer Jeep…

…kleiner Jeep.

Kiffen erlaubt

Im November wird es sich entscheiden. Dann votieren die Kalifornier für oder gegen die Legalisierung von Marihuana. Wenn´s gut ausgeht, ist Kiffen erlaubt. „Dann haben wir ein großes Problem weniger. Die Kriminalität der mexikanischen Drogenkartelle, der mexikanischen Banden“, sagt einer der Polizeichefs von San Francisco. Einer seiner Kollegen auf dem Land sieht das anders. „Dann gibt es mehr Unfälle auf den Straßen, weil immer mehr Leute unter Drogeneinfluss fahren werden“, sagt ein County-Sheriff. Nun, das Volk wird entscheiden. Und wenn mich meine Nase in den letzten drei Wochen Urlaub hier nicht getäuscht hat, wird es ein eindeutiges Votum.

Sequoia sempervirens

Sie werden bis zu 110 Meter groß und manche toppen die Höhe noch. Sie stehen an der Küste Nordkaliforniens und wenn man durch ihre Wälder läuft, kommt man sich ganz schön klein vor. Die Küstenmammutbäume im Redwood Nationalpark sind mächtig gewaltig, beeindruckend und auf ihre Art wunderschön. Ein weiteres Etappenziel unserer Tour, das wir gestern auf dem Weg nach Gold Beach erreichten. Nun sind wir in Oregon und an dessen Küste geht es heute weiter nordwärts.

Chickensandwich in Garberville

Der erste Tag auf Tour Richtung Norden. Bei unerwarteten 30 Grad in der Sonne. An der Küste Kaliforniens entlang, erster Stopp in Bodega Bay. Dort Wale gesehen. Naja, zumindest ihre Fontänen und den ein oder anderen Rücken, der aus dem Wasser auftauchte. Weiter bis Garbervillle im Humboldt County. Einst trafen sich hier die Kiffer des States, der Ort hatte den Ruf der Marihuana-Capital. Heute treffen sich vor allem Touristen aus aller Welt hier, die sich die riesigen Redwoods in der Gegend ansehen wollen. Wie auch wir gestern schon und heute gehts es zur Avenue of the Giants. Der Abend klang im „Sicilitos“ aus, eine Kneipe voller alter Belchschilder, Fotos und Zeitungen an den Wänden sowie mit leckerem Bier und Chickensandwiches.

E-Mail aus San Francisco

Hallo,
ein Gruss aus San Francisco. Bin Samstagmorgen aus Deutschland eingetroffen. Hier ist mittlerweile der schoenste Fruehling ausgebrochen. Mit jeder Menge Sonne und Waerme, die richtig Spass machen. Es ist alles schoen hier. SF erwartet Euch! Gruss, T.

Kneipen-Ausblick auf die Haight Street in San Francisco

Die präsenile Bettflucht & das H Café in SF

Jetlag und „präsenile Bettflucht“ (Stefan aus L.) waren Schuld daran. Schuld daran, dass ich im Herbst 2008 während unseres Urlaubs in San Francisco regelmäßig im Café an der Ecke war. Morgens um sieben, als alle anderen noch schliefen, drängte es mich raus. Am ersten Morgen entdeckte ich dann gleich das Café.

Nicht sehr groß, nicht spektakulär. Aber eben in San Francisco. Ein Tresen mit Kaffeemaschine, ein Kühlschrank mit Getränken in Büchsen, eine Schale mit Cookies, ein kleiner Küchenbereich zum Sandwich-Zubereiten, ein paar Tische, drei Rechner mit Internet-Anschluss. Ich bestellte mir einen Kaffee, wie ich ihn am liebsten mag. „Regular“ mit etwas Milch-Schaum obendrauf und ein Löffel Zucker. Zwei Dollar die große Tasse.

Schon am zweiten Morgen musste ich den Kaffee nicht bestellen. Er stand, genau wie ich ihm mochte, bereits fertig auf dem Tresen. Am dritten Tag wieder und da begrüßte man mich schon wie einen Freund. „Welcome, new Neighbor“, sagte die Bedienung und auch ein paar Gäste nickten wissend. Ich grüßte zurück und ließ sie in ihrem Glauben. Denn nicht ich, sondern ein Freund war der neue Nachbar, in dessen Haus wir für ein paar Tage zum Start unseres Kalifornien-Urlaubs untergekommen waren.

Dann waren wir 14 Tage unterwegs. Yosemite, Death Valley, Shoshone, Las Vegas, Joshua Tree, Hollywood, Manhattan Beach und über den Highway Nr. 1 zurück. Kaum zurück, ging ich natürlich morgens wieder ins Café. Und – das gleiche Spiel wie zwei Wochen zuvor: „Ah, the new neighbor, here is your Coffee, you´re welcome.“ Selten hab ich mich morgens um sieben in einem Café so wohl gefühlt. Nun gibt es auch endlich eine Homepage vom Café. Und die Vorfreude, diesen Spätsommer wieder dort zu sitzen zu dürfen;-)

Blick vom Dolores Park (ganz in der Nähe vom H Café) Richtung Down Town San Francisco


High California, high

Drogenfahnder sollen in Kalifornien Marihuana-Pflanzen im Wert von über einer Milliarde Dollar beschlagnahmt haben. CNN berichtete, den Beamten seien dabei mehr als 80 Verdächtige ins Netz gegangen, viele davon mit Verbindungen zu mexikanischen Drogenkartellen. Die Großaktion von Bundesbehörden und staatlichen Fahndern mit dem Namen „Save Our Sierra“ (Rettet unsere Sierra) hätte vor zehn Tagen begonnen. In teilweise abgelegenen Waldgebieten Mittelkaliforniens waren die Ermittler angeblich auf mehr als 330.000 Pflanzen an mehreren Dutzend Stellen gestoßen. „Die Menge an Drogen hier draußen ist beängstigend“, so ein Beamter gegenüber einer Zeitung.

Nun frage ich mich ernsthaft: Lag es etwa an jenen Pflanzen, dass ich 2008 während des Urlaubes in Kalifornien immer so gut drauf war?