Café Garbáty

Hier bin ich Gast, hier darf ich´s sein. Hier, im Café Garbáty in Pankow ist man zu Hause. Nicht nur, wenn man aus Pankow kommt. Hier fühlt sich Berlin wohl. Wie auch der Rest der Welt. Besonders und immer wieder Musiker. Und Künstler. Die kommen gerne her. Denn hier ist die Welt noch in Ordnung. Bernhard Fowler oder Jürgern Kerth, die Gypsys Reloaded oder Melanie Dekker, Tom Blacksmith oder Elizabeth Lee. Unvergessene Konzerte. Wie auch die Ausstellungen. Walter Herzog, Klaus Ensikat, Manfred Butzmann. Und viele mehr. Das soll so bleiben.

Oder auch nicht. Denn es gibt tatsächlich Menschen, die sind dagegen. Gegen Kultur, gegen Kunst, gegen Pankow. Die wollen, dass die Kneipe samt Kulturverein dort auszieht. Damit sie ihre eigene Brühe kochen können. Denn gute Kultur ist in Pankow unerwünscht. Dazu ist ja schließlich Prenzlauer Berg da. Sagen manche. Und behaupten später das Gegenteil. Das kennt man ja noch. Aus alten Zeiten. Und genau da liegt wieder einmal das Problem. Es hört einfach nicht auf.

Das Lösungswort heißt Seilschaft Ahrenshoop. Alle wissen es. Keiner spricht es aus. Ein Ex-Bezirks-Bürgermeister kennt eine Tanzstudio-Chefin. Beide sind in einem Kunstverein an der Ostsee tätig. Da kennt man sich halt. Und die vom Tanzstudio würde gern auch in Pankow tanzen. Obwohl sie doch in Prenzlauer Berg genügend Platz hat. Aber was tut man nicht alles. Wenn man sich kennt.

Offiziell gibt es natürlich andere Gründe. Da hat angeblich der Wirt einen Fehler gemacht und der Verein darf eigentlich dies nicht oder das nicht. Aber das ist alles pillepalle. Das Garbáty ist für Live und Kunst und Kultur die Nummer eins in Pankow. Bleibt zu hoffen, dass diese Brühe der Regierenden und deren Seilschaften kräftig versalzen wird. Denn Pankow ist Garbáty. Und Garbáty ist Pankow. Deshalb muss es bleiben.

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