Florida Tag 12

Salvador Dali. Schon lange bewundere ich seine Bilder und nun kann ich einige von ihnen endlich mal aus der Nähe betrachten. Wir gehen ins Dali Museum St Petersburg, das die größte Dali-Sammlung außerhalb Spaniens beherbergt. 2140 Werke umfasst die Sammlung, darunter 96 Ölgemälde, über 100 Aquarelle und Zeichnungen, 1300 Grafiken, Fotografien, Skulpturen und andere Kunstobjekte. Der deutsche Audio-Guide ist ausführlich und es ist einmal mehr interessant, die Geschichte einiger Bilder zu hören. Besonders beeindruckend waren dort für mich die Gemälde: Gala blickt aufs Mittelmeer (mit dem Porträt Abraham Lincolns), Sklavenmarkt mit unsichtbarer Büste Voltaires sowie Der halluzinogene Torero. Ein weiteres Highlight in der Ausstellung ist die virtuelle 3-Minuten-Tour in Dalis Träume (siehe Video). Mittels einem „Virtual Reality Headset“ kann man sich in einem der Kunstwerke Dalis „bewegen“: Ein lohnenswerter Besuch, den ich gern weiterempfehlen kann. Den Nachmittag verbringen wir schon fast traditionell am Strand. Heute ist es der Beach im Fort De Soto Park. Ein wunderschöner Park mit jeder Menge Geflog und Geschwimm. Und vor allem leer und ruhig – die Saison ist sichtbar (siehe Parkplatz unten) vorbei.

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NYC alternativ IV: Bushwick Collective

Der Brooklyner Stadtteil Bushwick ist inzwischen besonders für seine rege Künstlerszene bekannt. Hier gibt es Werkstätten und Galerien an fast jeder Ecke. Besonders um die Jefferson/Wyckhoff Avenue haben sich viele Kunstschaffende angesiedelt. Einer der Höhepunkte dort ist die Street Art Gallery Bushwick Collective. Der ganze Stadtteil ist sehenswert, die Graffiti-Werke aber besonders.us16192 us16189 us16193 us16194 us16197 us16198 us16199

Café Garbáty

Hier bin ich Gast, hier darf ich´s sein. Hier, im Café Garbáty in Pankow ist man zu Hause. Nicht nur, wenn man aus Pankow kommt. Hier fühlt sich Berlin wohl. Wie auch der Rest der Welt. Besonders und immer wieder Musiker. Und Künstler. Die kommen gerne her. Denn hier ist die Welt noch in Ordnung. Bernhard Fowler oder Jürgern Kerth, die Gypsys Reloaded oder Melanie Dekker, Tom Blacksmith oder Elizabeth Lee. Unvergessene Konzerte. Wie auch die Ausstellungen. Walter Herzog, Klaus Ensikat, Manfred Butzmann. Und viele mehr. Das soll so bleiben.

Oder auch nicht. Denn es gibt tatsächlich Menschen, die sind dagegen. Gegen Kultur, gegen Kunst, gegen Pankow. Die wollen, dass die Kneipe samt Kulturverein dort auszieht. Damit sie ihre eigene Brühe kochen können. Denn gute Kultur ist in Pankow unerwünscht. Dazu ist ja schließlich Prenzlauer Berg da. Sagen manche. Und behaupten später das Gegenteil. Das kennt man ja noch. Aus alten Zeiten. Und genau da liegt wieder einmal das Problem. Es hört einfach nicht auf.

Das Lösungswort heißt Seilschaft Ahrenshoop. Alle wissen es. Keiner spricht es aus. Ein Ex-Bezirks-Bürgermeister kennt eine Tanzstudio-Chefin. Beide sind in einem Kunstverein an der Ostsee tätig. Da kennt man sich halt. Und die vom Tanzstudio würde gern auch in Pankow tanzen. Obwohl sie doch in Prenzlauer Berg genügend Platz hat. Aber was tut man nicht alles. Wenn man sich kennt.

Offiziell gibt es natürlich andere Gründe. Da hat angeblich der Wirt einen Fehler gemacht und der Verein darf eigentlich dies nicht oder das nicht. Aber das ist alles pillepalle. Das Garbáty ist für Live und Kunst und Kultur die Nummer eins in Pankow. Bleibt zu hoffen, dass diese Brühe der Regierenden und deren Seilschaften kräftig versalzen wird. Denn Pankow ist Garbáty. Und Garbáty ist Pankow. Deshalb muss es bleiben.

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