Hard Rock, Wodka & Amy Macdonald

Das war doch mal ne Party. Mittwochabend lud das Hard Rock Cafe Berlin zur Eröffnung des neuen Ladens ein. Gerade einmal 100 Meter vom Alten entfernt, schmückt sich das Neue nun mit der Adresse „Kurfürstendamm 224“. Schräg gegenüber vom Neuen Kranzlereck kann man nun auf zwei Etagen Burger und Spare Ribs schlemmen, Bier und Cocktails kippen und hat von der Terrasse im ersten OG einen schönen Blick auf den Kudamm und die Gedächtniskirche.

Zur Eröffnung kamen sie alle. Die Schönen und Reichen, die Models und Möchtegerne, Schauspieler, Musiker, Politiker, normale Gäste und natürlich die Journalisten. So durfte auch ich dabei sein. Und ich war dabei. Bei Bier und Wodka und mit Amy Macdonald und Evil Jared und Mini-Burger-Häppchen konnte ich es mir so richtig gut gehen lassen. Normalerweise nicht so mein Ding, war diese Promi-Party jedoch mal ein Volltreffer. Danke, Hard Rock Cafe.

Und noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Das Hard Rock Cafe schreibt sich wirklich OHNE accent aigu – es sind Amis. Wenn das auch die meisten Qualitätsjournalisten nicht begreifen wollen.

„Amy, here, here, here“

A ganz a Paddende

„Naus, mir missen naus“, ruft der Herr mit dem Zweireiher unter dem Kashmir-Mantel. Er zeigt mit dem Arm nach draußen auf den Bahnsteig des U-Bahnhofes Kurfürstendamm. „Dis kann nich sinn“, sagt daraufhin seine etwas übergewichtige in Pelz gewickelte Begleiterin. „Nu babbel nisch, lass dei Gschwätz un kumm“, verleiht er seinem Aussteige-Willen Nachdruck. Doch die Dame zieht ihn unsacht auf den Sitz zurück und sagt: „Kudamm, Franzl, Kudamm missen mir naus! Und, was steht dort? KURFÜRSTENDAMM. K.U.R.F.Ü.R.S.T. – wie Kurfürst und nicht wie Kuh!“ Franzl hat keine Chance, er wird kurzerhand auf den Sitz zurückgerissen und muss sich wieder setzen. „Dis is doch Boggmischd“, sagt er noch, als sich die Bahn in Richtung Osloer Straße in Bewegung setzt. Ein Berliner, der gegenüber sitzt, weist die Dame auf ihren Fehler hin. „Kudamm und Kurfürstendamm, das ist dasselbe. Sie hätten hier austeigen müssen.  „Disch koi nisch sei“, antwortet Franzl nach einer Pause. Und, mit einem Seitenblick auf seine Begleiterin: „Denn mei Frau, disch isch a ganz a Paddende.“