Margot & Mauritius

Ich halte es ja für überflüssig wie Winterreifen auf Mauritius. Aber das Erste musste es dann doch heute Abend bringen: Ein Interview mit Margot Honecker. In HD. In Honeckers DDR. Es zeigte nicht viel, aber wenigstens eins – nämlich das, was ich schon immer wusste: Diese Frau hat nichts gelernt, nichts begriffen und nichts, aber auch gar nichts verstanden. Margot Honecker im ersten Interview seit gefühlten 100 Jahren. Meine Liebste sagte grad den einzig wahren Satz dazu: „Man vefällt ja ab und an mal wieder in Ostalgie. Gut, dass es diesen Film gibt. Denn da vergeht einem alles.“ Also hat er doch was Gutes.

(alter Film, neues Interview wird nachgereicht)

Rauchende Jugendliche mit Taschenmesser

Rauchen, Alkohol, Taschenmesser, Killerspiele, Spielzeugpistolen. Alles verboten heutzutage, schreibt  politplatschquatsch. Im Gegensatz zu früher im Osten.

So durfte im Ferienlager ungestraft „Leben und Tod“ gespielt werden, ein Taschenmesser hatte jeder Junge in der Tasche (zum Schnitzen und Büchse öffnen), man durfte auch auf der Parkbank mal ein Bier trinken und das Rauchen, ja das war sowieso überall erlaubt.

Doch es bleibt eben alles anders oder aber alles wird genauso. Auf jeden Fall immer wieder einmal: Es war nicht alles schlecht. Wir durften zwar nicht in den Westen. Und auch nicht nach Amerika fliegen. Aber Saufen, Rauchen und mit dem Trabi nach Berlin fahren. Sogar bis in die Stadt innerhalb des S-Bahnrings.

Okay. Manches war schon ganz schön schlecht. So durfte damals noch Margot Honecker ungestraft in der Öffentlichkeit mit Kindern und Jugendlichen reden.