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Nordkorea

Entdeckt bei Nusenblaten:

  • Fußball-WM, Brasilien gegen Nordkorea. Beim Abspielen der nordkoreanischen Hymne weinte der angebliche Stürmerstar Jong Tae Se – auch „roter Rooney“ genannt – bitterlich. Was Helene (wird im Juli 4), ansonsten dem Fußball-Turnier in Südafrika nicht sonderlich zugeneigt, natürlich sofort auffiel. „Papa, warum weint der so?“ „Keine Ahnung.“ „Ist der wütend oder traurig?“ „Ich glaube, er ist eher traurig.“ „Warum ist er traurig?“ „Vielleicht, weil er gern woanders leben würde als in Nordkorea.“ „Was ist Nordkorea?“ „Ein Land, das schrecklich ist zu seinen Menschen und niemanden rein oder raus lässt.“ „Kann man da nicht mit dem Flugzeug hinfliegen?“ „Doch, aber das ist schwierig und dauert sehr lange.“ „Dann können wir ja mit dem Auto dort mal hin fahren.“ „Das dauert noch länger. Außerdem ist das ganze Land von einem Zaun umgeben. Und hinter dem Zaun stehen Menschen mit Pistolen.“ „Hm, schießen die Männer auch?“ „Ja, auf die, die einfach abhauen wollen aus dem Land.“ „Schießen die auch auf mich?“ „Nein, Du wohnst ja nicht in dem Land.“ „Ich will da nicht hin, wenn die schießen.“ „Ja, besser Du bleibst hier.“ „Wird der Fußballer auch erschossen, wenn er zurück kommt in sein Land?“ „Wenn er heute gewinnt nicht, dann freuen sich die Menschen in seinem Land. Dann wird er auch nicht erschossen.“ „Und wenn er nicht gewinnt? Hört er dann nie wieder auf zu weinen?“
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Gut gesagt

Kindermund, entdeckt auf Nusenblaten:

  • Helene (im Badezimmer): „Mama, den Mann da auf dem Waschpulver, den mag ich nicht.“
  • Lisa: „Oh, wieso denn nicht?“
  • Helene: „Weil der so guckt.“
  • Lisa: „Und warum magst du das nicht?“
  • Helene: „Weil ich alte Männer nicht leiden kann, die blöd gucken.“

Wo sie recht hat…

Was Lisa und Markus mit koffeinfreien Latte mit fett- und laktosefreier Milch zu tun haben (zum Glück nix)

Wenn ich aus dem schönen Pankow Richtung Süden laufe oder auch fahr, dann komme ich unweigerlich in den Stadtbezirk Prenzlauer Berg. Der legendäre Kiez mit seiner alten Geschichte und den neuen Geschichten. Der Kiez, in dem Konnopke seine Curry vakooft, der Kiez mit einer der letzten alten Berliner Eck-Kneipen, dem Metzer Eck. Wo es lecker Eisbein gibt, Gehacktes-Bemmen und Krusovice aus dem Fass. Der Kiez mit der Oderberger Straße und den vielen im Sommer Draußensitz-Kneipen, der Kiez mit der Kulturbrauerei, dem Colosseum, und und und.

Aber auch der Kiez, der kippt. Der Kiez, in dem zugezogene Luxus-Penthouse-Bewohner gegen Wochenend-Märkte klagen,wo aus Eck-Kneipen Spielhallen werden, wo Kiezläden Sternelokalen Platz machen müssen. Wo junggebliebene Öko-Muttis mit Kinderwagen und Roller und Kindern in überteuerten sogenannten Szene-Cafés koffeinfreien Latte mit fett- und laktosefreier Milch bestellen, nachdem sie im Biomarkt aus Chile importierte Bio-Äpfel und politisch korrekt links drehenden Bio-Joghurt im Glas aus der 700 Kilometer entfernten bayerischen Biomolkerei Andechs gekauft haben. „Bestell dir doch gleich n Wasser, blöde Kuh“, rief letztens ein Wartender, der weder laktosefreie Milch, noch koffeinfreien Latte haben wollte, sondern einfach nur einen doppelten Espresso.

Aber, wie überall, gibt es auch dort Lichtblicke. Auch dort gibt es Menschen, die mit jenen Dingen und Menschen nix am Hut haben. Aber trotzdem die Stellung halten. Zu ihnen gehören Lisa und Markus. Freunde, die neuerdings auch zur Bloggergemeinde gehören. Inmitten des laktosefreien Wahnsinns berichten die beiden über ihr Leben zu fünft. Über Voodoo am Morgen, Schlafheilige, die Farbe Rosa, Gynäkologinnen und Kanada und Götterspeise.