Obama, die Hessen-Wahl und das Kreuz mit dem S

Beim sonntäglichen Fernsehen fiel uns gerade auf, dass sich besonders die lispelnden TV- und Radio- ModeratorInnen freuen werden, dass Obama Bush ablöst. Und die Hessen-Wahl ist zu deren Glück nun auch vorbei.

Friedensbekennender Sozialstaat

Sie werden Millionen und aber Millionen Umsätze machen. Die amerikanischen Hotels, Motels, Campgrounds, Lodges. Und all die Diner und Burger und Sandwich-Läden. Denn eine Reisewelle wird nach Amerika schwappen. Einer Flutwelle gleich.

Denn heute morgen, kaum hatte ich das Büro betreten, kam es von allen Seiten. „Jetzt fahr ich auch rüber“, „Nächstes Jaher ist es soweit – der Grand Canyon ruft“, „Ich werd gleichmal Flüge checken“, „Endlich kann man beruhigt nach Amerika reisen“…

Also, ich weiß ja nicht, was sich die Leute so einbilden. In Sachen USA mit Obama. Manche denken wohl, mit Obama kommt der friedensbekennende krankenversicherte kriminalitätsfreie Sozialstaat. Die werden sich noch umgucken.

Naja, jedenfalls bin ich ganz froh, dieses Jahr dort gewesen zu sein. Denn im nächsten Jahr wird am Grand Canyon deutsch gesprochen. Oder der Dollar wieder den Dollar wert. Dann gehts doch wieder nach Palma.

Tiefgründig

Morgen wissen wir es nun. Wer der neue Mann im weißen Haus ist. Alle Welt schaut nach Washington, scheinbar alle Auslandsreporter sind vor Ort. Auch viele Kommentatorinnen und Kommentatoren. Und manch eine(r) liefert gar tiefgründige Kommentare, basierend auf einer guten und sicher lange Recherche.

So sagte die Kommentatorin der ARD: „Egal, wer die Wahl gewinnen wird. Eins steht jetzt schon fest. Ins weiße Haus zieht entweder der älteste oder ein schwarzer Präsident.“ Gut recherchiert, ARD. Hätte sonst keiner gewusst.

ob01 

Obama-Support in San Francisco