Datenschmutzverordnung

Liebe Buch- und BlogleserInnen!

Nun ist also soweit – die neue Datenschutz-Grundverordnung tritt in zwei Tagen in Kraft und ich habe (fast) keine Ahnung, was dies für dieses Blog und meine Buch-Seite olepankow.de im Gesamten und im Einzelnen bedeutet. Welche Konsequenzen sich ergeben, was ich ändern muss, was auf uns zukommt – ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Ich habe aber zumindest die Datenschutzverordnungen generieren lassen und eingebunden, was durchaus nachvollziehbar ist. Was ich außerdem gemacht habe und was mir außerordentlich leid tut: ich habe die Kommentarfunktion vorübergehend außer Kraft gesetzt. Das ist blöd – da ich mich über jegliche Meinungen immer gefreut habe. Selbst die Hass- und Vollpfosten-Kommentare hier haben mich immer wieder amüsiert. Kann sein, dass ich auch den Buch-Shop gänzlich ändern muss, aber da brauche ich zunächst erst noch eingehende Beratung. Soviel für heute, ich hoffe, Sie/Ihr bleibt mir trotzdem treu + bis die Tage!

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(K)ein Traum: 250.000

bpb_herkunft_besucherDanke, danke, danke! Danke allen Stammlesern meines kleinen Privatblogs bpb. Und natürlich auch allen anderen, die dann und wann vorbeischauen und mir in den letzten Jahren die Treue gehalten haben. Eine viertel Million Besucher. Davon habe ich nicht einmal geträumt, als ich im November 2006 mit berlinpankowblogger online gegangen bin. Anfangs war ich glücklich über einen Leser pro Tag. Später dann freute ich mich über zehn, dann zwanzig. Irgendwann hatte ich dann mal 50 pro Tag, dann 100. Mittlerweile gibt es hier bis zu 500 Besuche täglich, das ist der Wahnsinn. Schön auch zu sehen, dass die ganze Welt zu Besuch kommt. Klar, die meisten kommen aus Deutschland, aus der Schweiz und Österreich. Dann aber folgt schon die USA, dann Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Spanien, Italien, Tschechien. Und aus diesem Anlass auch mal wieder die beliebtesten bzw. meist gelesenen Posts auf bpb:

Kannst Du „Als ich wie ein Vogel war“?

Bierbowle & Monteurskaffee im Atomkraftwerk

Kluger Hund & Doofe Glatze

Peißnitz, Pirouette, Tischtennisplatte

Ich bin so wild nach Deinem Erdbeerhof

Nachtrag: In letzter Zeit mache ich mich etwas rar hier. Das hat aber einen guten Grund. Mehr dazu demnächst hier.

So ein kleines Schreibverbot

Eine der schönen Funktionen bei Blogs ist es, zu sehen, woher die Besucher kommen. Auf welchen schmutzigen Seiten sie sich vorher rumgetrieben haben, welche Wege und Anstrengungen es ihnen wert waren, auf diesem oder jenem Blog zu landen. Nun, man freut sich normalerweise über jeden Besucher, über jeden Kommentar, über Anregungen, Kritiken und was auich sonst immer. Stutzig machte mich heute allerdings, dass es offensichtlich einen Besuch vom Admin einer Jugendschutzseite gegeben haben muss. Warum? Habe ich zuviel über Riesenbrüste in Miami Beach berichtet? Zuviel Atomkraft in meine Texte gelegt? Oder gar Nacktbilder gezeigt? Wie auch immer, der Jugendschutz landete nicht über eine Suchanfrage hier, sondern direkt. Da klingelt doch bei jedem Datenschützer sofort der Digitalwecker. Selbst blinden Programmierern geht ein Licht auf und ich frage mich, ob ich mir Sorgen machen sollte.

Nicht etwa um die Jugend. Nein, das nicht. Die findet ihren Weg. Und Zugang zu allen Sachen, die sie möchte. Wir besorgten uns damals trotz Verbots die Westplatten, die Bravo und den Musik Express. Bücher von Jack Kerouac und Charles Bukowski. Heute findet die Jugend auch ihre Wege. Notfalls eben zu jugendgefährdenden Webseiten. Nein. Ich mach mir mehr Sorgen so grundsätzlich. Was ist das, wenn Jugendschützer sich schon mein kleines Blog ansehen? Wie lange dauert es dann noch bis zu einem ersten kleinen Verbot? So eine kleine Abmahnung? So ein kleines Schreibverbot? So ein kleiner Angriff auf die Blogger-Meinungsfreiheit? Das wäre doch mal was. Einfach alle Blogs verbieten. Schluss. Aus. Fertig. Das könnte und würde vielen passen. Und gerade recht kommen.

Mir wäre es doch eher recht, wenn sich die Damen und Herren Admins jener Jugendschutzseite mal äußern würden, was ihnen denn hier nicht passt. Nicht, dass ich mich danach richten wollte. Nur bin ich halt von Natur aus neugierig. Und würde gern mehr über Euch Jugendschützer erfahren. Hinterlasst bitte mindestens einen Kommentar! (Und jeder andere natürlich auch).