Addition und Subtraktion und auch Deutsche Geschichte

Das Rechnen ist doch ab und an eine schwere Sache. Früher, also zu meiner Schulzeit in den 70ern, wurde es schwierig, wenn man Qaudratwurzeln ziehen musste. Oder schwierige Bruchrechnungen zu lösen hatte. Heute ist schwierig, Zahlen zusammen zu rechnen oder abzuziehen. Also die normalen Funktionen Addition und Subtraktion.

Letztens zu Mittag in einem Restaurant am Kudamm. Ich musste 8,50 Euro bezahlen. Ich legte der Kellnerin drei Restaurant-Gutscheine zu jeweils 2,50 Euro hin sowie einen Fünf-Euro-Schein und sagte „Neun“. Die junge Dame holte daraufhin ihren kleinen Taschenrechner aus der Schürze und addierte erst einmal 2,50 plus 2,50 plus 2,50 und kam tatsächlich auf 7,50 Euro (statt drei Mal 2,50 zu rechnen).

Diese 7,50 notierte sie dann mit ihrem Kuli auf der Rechnung. Dann zurück zum Taschenrechner und eingetippt: 8,50 minus 7,50… Bekomme ich also noch ein Euro, sagt sie. Darauf ich: Wie gesagt, machen Sie neun Euro. Daraufhin sie: Aber das sind nur fünf…

Tja, Rechnen ist nicht so einfach. Deshalb plädiere ich für ein paar Zusatzfächer in Berliner Schulen. Statt Religion sollte man besser folgende Pflicht-Fächer einführen:

Rechnen (siehe oben), Deutsche Geschichte (besonders die von 1933 bis 1990, da scheint es teils große Lücken zu geben) sowie die Alkoholische Gärung (Koma-Saufen).

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Pro Reli, pro Ni-Matullhai?

Wenn es nach einigen Kreuzrittern der Hauptstadt geht, darf demnächst die Kirche ihren Glauben und ihren Irrglauben in Berliner Schulen verbreiten. Pro Reli nennt sich das und sogar Millionen-Spieler Günni Jauch kämpft auf Wahlplakaten für die „Freiheit in Berlin“. Freiheit in Berlin, die sah mal anders aus. Aber das ist eine andere Geschichte.

Am 26. April dürfen und sollen die Berliner jedenfalls abstimmen, ob Kinder in der Schule zwischen Ethik- und Religions-Unterricht wählen dürfen. Oder ob es dabei bleibt wie es ist – Ethik ab der 7. Klasse plus freiwilligen (und von der Kirche bezahlten) Religions-Unterricht. Fällt die Entscheidung pro Religion, gibt es bald vom Staat bezahlte Religions-Lehrer in staatlichen Berliner Schulen.

Dann dauert es sicher nicht mehr lange, bis die ersten Schulen auch Islamismus lehren. Als Pflichtfach. Bezahlt vom deutschen Staat. Sicher eine spannende Sache mit hochexplosiven Themen.

Oder vielleicht werden ja auch die Marxisten auf  den (Fünfjahr)Plan gerufen. Wenn erst Religion Pflichtfach ist, dann müsste doch auch Marxismus-Leninismus-Unterricht (Em-Ell) möglich sein? Oder die Lehren des Bruno Göning? Oder  Communitas-Saturni-Unterricht? Interessant wird es sicherlich auch, wenn die Eltern der Kinder des Ni-Matullhai-Ordens oder der Heilige Orden von Ra Hoor Khuit ihre Lehren unterrichtet haben wollen.