2020

Ich wünsche all meinen Buch- und Blog-LeserInnen ein geruhsames Fest sowie einen phantastischen Start ins neue Jahrzehnt! Ich (wir) verbringe(n) den Jahreswechsel wieder einmal an der Ostsee und wir sehen und/oder hören uns dann 2020 wieder! Das Jahr, in dem mein nächstes Buch erscheint! Mein erstes könnt Ihr immer noch hier oder hier bestellen.

 

 

Ein Herbst mit Buch

Wenn die Tage kühler, die Nächte länger und die Bäume kahler werden, stellt sich bei mir normalerweise eine sentimentale und nachdenkliche Stimmung ein. Ich trauere ein wenig dem Sommer nach und sehe den kommenden Winterereignissen am Jahresende mit Grausen entgegen. Die Adventszeit mit dem ganzen Bimmel, Bammel und Rummel auf den Straßen, in den Läden und auf den Weihnachtsmärkten. Das Geschenkegerenne allerorten, der Lebkuchen- und Spekulatius-Fresswahnsinn und das 24-Türchen-Öffnen bis zum Tag der Apokalypse. Alles irre. Einzig das Uhrumstellen auf unsere normale Lebenszeit Ende Oktober stimmt mich von Jahr zu Jahr etwas versöhnlich.

Gut, wir haben das eh schon alles abgeschafft. Keine Kinder – also kein Baum, keine Geschenke, kein Bimmel, kein Bammel und auch kein Rummel. Keine Türchen öffnen und am Tag 24 des Monats gibt es ein gemeinsames Abendbrot mit der Familie. Das war´s dann auch schon. Eventuell eine Runde Rommé. Und viel Wein, damit´s erträglich bleibt. Trotzdem nervt alles drumherum und ich mache jedes Jahr am 27. Dezember einen großen Haken dran.

Einen weiteren setze ich am 2. Januar. Denn auch die Silvesternacht ist nicht das, was ich mir erträume. Alles betrinkt sich in Richtung Koma, glotzt Jahresabschluss-Schlager-TV und um Null Uhr fünf fallen sich alle in die Arme. Egal ob Freund oder nicht. Auch die oder der, die oder der mich sonst nicht mit den Arsch angucken würden, wollen mich auf einmal umarmen und mir ein „gesundes neues Jahr“ wünschen. Einen Tag später wünschen sie mir dann wieder die Krätze an den Hals. Nein, meins wird es nie werden.

Dieses Jahr jedoch ist alles anders. Ich freue mich auf den Herbst. Denn dieses Jahr erscheint mein Buch. Mein erstes Buch. Der Titel ist „Genquotient 8713“ (sprich siebenundachtzig dreizehn). Gerade geht das Lektorat dem Ende entgegen, das Layout fürs Cover ist fast fertig. Ich habe mir die Lektorats-Software auf meinen Rechner geladen, damit ich die Änderungen der Lektorin nachvollziehen und einpflegen kann. Bin gespannt, was sie mir gelassen hat, was ich ändern muss. Selten war ich so voll freudiger Aufregung. Noch steht der genaue Veröffentlichungstermin nicht fest. Aber dieses Jahr soll es sein. Das lässt die Zeit um den Tag 24 des letzten Monats doch recht angenehm erscheinen. Ein anderer Termin steht schon fest: Die Buchpremieren-Lesung findet am 12. Januar 2018 statt. Das macht für mich dieses Jahr auch die Silvesterfeier erträglicher. Viel erträglicher.

Erinnerungen an die Zukunft

bpb_neues_jahrBei mir sind es die schönen Erinnerungen, die mich immer wieder positiv in die Zukunft schauen lassen. Nicht der Glaube, sondern die Überzeugung, dass sich die guten Ereignisse der Vergangenheit wiederholen werden. So oder anders, das ist egal. Wichtig ist, dass wir weiterhin die Zeit für jene Menschen und Dinge haben, die uns wichtig sind. Zeit, die man sich manchmal auch nehmen muss. Manchmal reicht ein Lächeln, eine Berührung, ein Wort. Es müssen nicht immer die großen Gesten sein. Dazu noch das Wissen, dass Freundschaft auch weiterhin zählt, dass man sich auf jene verlassen kann, die einem viel bedeuten. Hat man das alles, ist man reich. Ich hab es. Das bedeutet Glück. Glück und Gesundheit wünsche ich allen Freunden und Lesern!

Dänisches Offline überlebt

Am Strand von Rømø

Am Strand von Rømø

Ich habe es tatsächlich überlebt: Eine Woche Offline. Eine Woche mit Freunden an der dänischen Nordseeküste. In einem fast perfekten Ferienhaus mit Kamin und Wattenmeer-Blick, mit Infrarot-Sauna und Whirlpool, mit Billard und einer Küchenausstattung, die (fast) jedes vorherige Ferienhaus erblassen lässt. Alles da. Nur kein Internet. Das WLAN war einfach nicht vorhanden. Trotz Ankündigung. Kein Router nirgends, keine Verbindung irgendwo. Also entschloss ich mich kurzfristig, offline zu gehen. Das Smartphone in den Flugmodus und das war´s. Tschüss Onlinewelt. Was soll ich sagen? Ich hab´s nicht nur überlebt, sondern ich hab´s auch nicht vermisst. Selbst dann nicht, als der Vermieter dann doch noch für (temporäres) Internet gesorgt hatte.

Statt Fratzenbuch & Twitter Fahrten ins benachbarte Tønder, nach Rømø, Spaziergänge am Wattenmeer und Ausflüge nach Højer und Umgebung. Statt Bloggen Kochen (jede Menge Nudeln, Pizza und Silvester Kesselgulasch), statt Candy Crush Rommé, statt Surfen Singen (mit Gitarre und mit Geige und mit Playstation-Singstar – ja, wirklich!), statt Posten Diskussionen über Showaddywaddy & Sherlock. Eine wunderbare Woche weit weg vom Gewohnten. Eine Woche offline – ein guter Start für 2016. Könnte man wiederholen, sollte man wiederholen, werde ich wiederholen. Und möchte diesen Post nutzen, allen bpb-Lesern online ein gesundes neues Jahr zu wünschen!  So ganz ohne geht´s (auf Dauer) eben doch nicht.