SPONtanes Ego-Plagiat

kullmann2012Wie ist das eigentlich mit dem Urheberrecht, wenn man bei sich selbst abschreibt? Ist das erlaubt? Darf man das? Sind das dann Ego-Plagiate? Oder ist es einfach nur peinlich? Frau K. K. (aus Urheberrechtsgründen abgekürzt) vom Qualitäts-Journaillen-Journal SPIEGEL online kennt sich damit jedenfalls aus. Scheint so. Aktuell hat die Dame über intro- und extrovertierte Menschen geschrieben. Interessant. Wirklich! Steht aber das Gleiche drin, was sie schon vor drei Jahren an gleicher Stelle geschrieben hat. Dank Google findet man das leicht heraus. Und im Archiv vom Spiegel sicher noch schneller.  Und ja, das Thema kann man immer mal wieder bringen. Besonders im Sommerloch. Aber dann doch bitte mit neuen Erkenntnissen. Hätte sie doch wissen müssen. Als SPIEGEL-WISSEN-Autorin.

kullmann2015

Tiefer Osten. Tiefer Westen. Aber eigentlich Norden

Lieber Herr Peter Müller,

in Ihrem Artikel „Die Entrückte“ über die CDU in der aktuellen Print-Ausgabe des Spiegel schreiben Sie auf Seite 27: „…Eigentlich wohnt Zimmermann im gutbürgerlichen Berliner Stadtteil Charlottenburg, doch als er 2009 in die CDU eintrat, tat er dies in Pankow, einem Bezirk weit draußen im Osten der Stadt…“

Nun, politisch gesehen mögen Sie da nicht ganz falsch liegen, sitzen doch immerhin elf Linke in der Bezirksverordnetenversammlung, Tendenz aber eher sinkend. Geografisch allerdings ist das Bockmist oder Schwachsinn oder schlichtweg falsch. Anbei eine Karte der Berliner Bezirke für künftige Reportagen, falls Sie mal wieder aus dem Osten berichten wollen, sowie die Telefonnummer Ihres Berliner Büros für nähere Information über Pankow: (030) 886688-100. Natürlich stehe auch ich gern Rede und Antwort.

berlinkarte

Danke an Anna List für den Hinweis auf Twitter

Spiegelverkehrt

„Ich war kein Freund der Wiedervereinigung. Das mal vorweg. Von mir aus hätte es damals keine Revolution geben müssen. Ich war damals 14 Jahre alt und versprach mir persönlich nichts davon…“ So beginnt ein Essay in der  aktuellen Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“ unter dem Titel „Wir Westalgiker“ von Markus Feldenkirchen. 14 war er also. Damals. 1989.

Am Ende des Zwei-Seiten-Gejammers über seine ostfreie Jugend und die Folgen der Globalisierung (ja, die ist an allem Schuld, und nicht die Einheit) schreibt der Spiegel: Vom Autor ist soeben ein Wenderoman erschienen…