Florida Tage 13 & 14

Florida Tage 13 & 14

Tag 13

Heute sollte es sein: eine Bootstour „wohin auch immer“ „von wo auch immer“. Tja. Wir hatten mit allem gerechnet: ausgebuchte Boote, schlechtes Wetter, Abfahrt verpassen… Was wir nicht ahnten: die Parkplatzsituation. Aber klar doch, es ist Freitag in Clearwater. Da haben noch viele andere die gleiche Idee. Wie auch immer, in der Nähe der Bootsabfahrten und Ticketverkaufsbuden darf man maximal 30 Minuten parken. Was tun? Wir haben 30 Minuten geparkt, uns kurz neu sortiert und umgestellt und ab ging es nach Weeki Wachee im Norden St. Petersburgs, wo wir eh noch hinwollten. Der Weeki Wachee Springs State Park war einmal der älteste Vergnügungspark Floridas, in dem man „Meerjungfrauen“ in einer Unterwassershow beobachten konnte. Als Disney & Co. kamen war es vorbei mit dem Besucherstrom und 2008 kaufte der Staat Florida den Park auf und machte einen State Parke draus. Noch immer kann man in dem klaren Quellwasser baden gehen und eine Bootstour auf dem Quellfluss machen, denn noch immer sprudeln täglich 440 Millionen Liter aus der unterirdischen Quelle (Fotos eins bis sieben). Natürlich gibt es auch noch die „Meerjungfrauen“, die wir uns jedoch geschenkt haben. Schließlich mussten wir noch an den Beach. Für einen Spaziergang hat es dann nicht mehr gereicht, aber immerhin noch für einen Besuch in unserer inzwischen schon „Stamm-Beach-Bar“ Woody´s Waterfront.

Tag 14

Der letzte vollständige Tag in Saint Petersburg gehört am Vormittag den Sunken Gardens, die wir dank unserer großartigen Lage zu Fuß erreichen können. Der kleine Park zwischen drei Blocks ist eine über einhunert Jahre alte Oase der Ruhe, „ein botanisches und biologisches Fest für die Sinne mit über 50.000 tropischen Pflanzen (aus über 500 Arten) sowie Flamingos und anderen exotischen Vögeln“.

Wir können nebenbei noch eine Hochzeit beobachten, die hier unter dem Geschrei von diversem Geflog stattfindet. Ein gute Stunde später sind wir durch und haben unseren Sinnen mit vielen Farben und wirklicher Ruhe einen großen Gefallen getan. Zeit für den Strand: Heute soll es der Indian Rock Beach sein. Auch sehr schön und am Ende von St. Petersburg bleibt immer noch Zeit für „Woody´s“ und ein abschließendes Ribs-Mahl samt Bier in der Old Northeast Tavern um die Ecke, wo wir wieder mit Handschlag begrüßt werden und wo wier verprechen müssen, wiederzukommen. Versprochen!

Bisher gefahrene Kilometer: 1867

Bisher gelaufen (inkl. New York): 98 km

Unterkunft: Airbnb-Home im Historic Old Northeast St Pete

 

 

Advertisements

Florida Tag 12

Salvador Dali. Schon lange bewundere ich seine Bilder und nun kann ich einige von ihnen endlich mal aus der Nähe betrachten. Wir gehen ins Dali Museum St Petersburg, das die größte Dali-Sammlung außerhalb Spaniens beherbergt. 2140 Werke umfasst die Sammlung, darunter 96 Ölgemälde, über 100 Aquarelle und Zeichnungen, 1300 Grafiken, Fotografien, Skulpturen und andere Kunstobjekte. Der deutsche Audio-Guide ist ausführlich und es ist einmal mehr interessant, die Geschichte einiger Bilder zu hören. Besonders beeindruckend waren dort für mich die Gemälde: Gala blickt aufs Mittelmeer (mit dem Porträt Abraham Lincolns), Sklavenmarkt mit unsichtbarer Büste Voltaires sowie Der halluzinogene Torero. Ein weiteres Highlight in der Ausstellung ist die virtuelle 3-Minuten-Tour in Dalis Träume (siehe Video). Mittels einem „Virtual Reality Headset“ kann man sich in einem der Kunstwerke Dalis „bewegen“: Ein lohnenswerter Besuch, den ich gern weiterempfehlen kann. Den Nachmittag verbringen wir schon fast traditionell am Strand. Heute ist es der Beach im Fort De Soto Park. Ein wunderschöner Park mit jeder Menge Geflog und Geschwimm. Und vor allem leer und ruhig – die Saison ist sichtbar (siehe Parkplatz unten) vorbei.

Florida Tag 11

Heute geht es ins Stadion. Es gibt kein Spiel und es ist auch keine Mannschaft da. Darum geht es auch nicht. Heute schauen wir uns das Tropicana Field an – das Baseballstadion der Tampa Bay Rays. Für n Zehner pro Person werden knapp zwei Stunden zu den wichtigsten Orten innerhalb dieser riesigen Sportanlage geführt. Wir sehen das Kontrollzentrum, in dem alle Videos und Bilder zusammenlaufen. Hier werden Zeitlupen erstellt und im Zweifel den Schiedsrichtern zur Verfügung gestellt. Hier darf normal niemand rein, aber unser netter guide Clara hat sich als jahrelanger Fan stark gemacht und wir durften rein. Natürlich dürfen wir auch unten auf Infield und Outfield stehen, auf den Bänken der Rays sitzen. Zum ersten Mal sehe ich den Abstand zwischen Pitcher (Werfer) und Batter (Schlagmann) – das sind 18 Meter. Wow. Jetzt wird klar, was die Pitcher leisten. Es geht weiter zu Clubräumen, zu den Plätzen der lokalen Presse und den TV-Plätzen, ins Museum mit der Hall of Fame und wir erfahren Einzelheiten zum legendären Spiel 2008, als die Rays zum ersten Mal die Postseason erreichen konnten. Am Ende geht es noch zur VIP-Lounge und natürlich – wie am jeden Ende einer Tour in den USA – in den Giftshop. Und schwups, landet ein Basecape der Rays in meiner Tasche. War kaum zu vermeiden 😉

Nun haben wir uns eine Auszeit verdient und deshalb geht es direkt zum Strand – diesmal an den Madeira Beach. Auch dort beenden wir den Tag mit einem Bier an der Beachbar und landen am Abend wieder einmal in unserer „Stamm“-Three Birds Tavern.

Bisher gefahrene Kilometer: 1721

Bisher gelaufen (inkl. New York): 91

Unterkunft: Airbnb-Home im Historic Old Northeast St Pete

Florida Tage 9 und 10

Am Montag und auch am Dienstag fahren wie zunächst, jeweils am Vormittag, nach Sarasota zurück. Denn am Sonntagabend, kurz vor der Einkehr in eine Taverne, stellten wir fest, dass eine Brille fehlt. Eine wichtige Brille für die Fernsicht im Dunkeln, beim Autofahren am Abend also unbedingt erforderlich. Die Aufregung ist groß, wo kann sie nur sein? Eigentlich nur im letzten Hotel in Sarasota. Ein Anruf dort am Sonntagabend bringt Gewissheit: Die Brille ist dort, wir können sie  Montagvormittag abholen. In Sarasota angekommen stellt sich jedoch schnell raus: Es ist nicht DIE Brille, sondern eine Sonnenbrille anderer Gäste. Enttäuscht fahren wir zurück, hinterlassen aber hoffnungsvoll noch eine Email-Adresse, man kann ja nie wissen. Und tatsächlich: Am Abend trudelt eine Nachricht ein, anbei ein Foto des richtigen Etuis. Die nette Pam vom Empfang hatte sich noch einmal beim Housekeeping umgehört und so das Etui am Ende doch noch gefunden. Blieb eine Frage: Ist die Brille im Etui? Klären kann das  nur eine erneute Fahrt nach Sarasota. Also Dienstagmorgen auf in Richtung Süden. Die Erleichterung ist groß, die Brille ist im Etui. Alles gut. Und noch etwas Gutes hatten die beiden Fahrten: Sie führten jeweils zwei Mal (hin und zurück) über die Sunshine Skyway Bridge. Das Fahren über diese lohnt sich immer und somit waren es keine lästigen Fahrten sondern wunderbare Ausflüge.

Die beiden Nachmittage haben wir für Zeit an Stränden genutzt. Am Montag ein Strand in St Pete Beach, am Dienstag einer in Clearwater. Allesamt schöne, breite Strände, jedoch teils voller kleiner Muschelreste, die das Barfußlaufen im Wasser erschweren. Aber das tat dem Stranderlebnis keinen Abbruch und am Ende gab es, wie bei allen folgenden Strandbesuchen, das obligatorische Bier in einer der vielen Beachbars. Die eine (Foto) gibt es übrigens seit 1927…) Ein Besuch zum Dinner in der Three Birds Tavern in unserem Kiez rundeten beide Tage ab. Endlich gab es mal ein Egg Salad Sandwich. Großartig!

Bisher gefahrene Kilometer: 1683

Bisher gelaufen (inkl. New York): 87

Unterkunft: Airbnb-Hom im Historic Old Northeast St Pete

 

New York

Das beste an New York? Für mich das Dortsein. In vier Tagen ist es mal wieder soweit: Wir fliegen in meine Lieblingsstadt. Für mich das achte Mal. Mit meiner Frau zusammen das vierte Mal. Besuch bei Freunden. Montagabend gar eine Lesung in deren Wohnung. Was will man mehr? Als Autor eigentlich nichts. Aber es kommt natürlich mehr. Die Highline Opera werden wir uns anhören und -sehen. Ein Kurztrip den Hudson hinauf. Bier in der Bronx Brewerie testen. Die Brooklyn Bridge mal in umgekehrter Richtung zu Fuß überqueren. Mit der East River Ferry fahren. DUMBO besuchen. Brooklyn Lager trinken. Burger essen. Mindestens ein Whisky Sour als Sundwoner auf einer der vielen Rooftop-Bars. Im Prospekt Park rumhängen. Queens besuchen. Mit der Bahn nach Brighton Beach & Coney Island. Mal wieder nach Williamsburg und Bed Style. Den neuen Domino Park ankieken. Hudson Yards bewundern. Soup Dim Sums essen in Chinatown. Shopping im Lieblingsjackenladen in Harlem. Schuhe koofen in SOHO. Ein Nachmittagbierchen am Union Square. Governors Island. Streetfood. Wenn Zeit bleibt Jersey City. Eine Radtour durch den Central Park. Vielleicht. Auf jeden Fall wird es wieder einmal New York alternativ. Abseits der Touristenpfade. Mit Ausnahmen. Logo. Manhattan kann man nicht nicht besuchen. Und wenn es diesmal vorbei ist, tut´s nicht ganz so weh: Es geht dann weiter nach Florida. Eine Wochen on the road zwischen Miami, Everglades City, Naples und Sarasota. Eine weitere Woche Airbnb-Home in St. Petersburg. Sonntag geht´s endlich los.

Reiseberichte gibt es wieder hier. Nicht täglich. Aber regelmäßig.