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Ding des Monats XVI

Am 3. Mai 2013 wurden nach dem vorläufigen Ergebnis der Schweinebestands- erhebung im Land Brandenburg 754 000 Schweine gehalten. Nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg standen damit im Mai gut 20.000 Schweine (–2,6 Prozent) weniger in den Brandenburger Ställen als im November 2012 und sogar knapp 31.000 weniger als im Mai des Vorjahres.

Im Vergleich zum November 2012 nahm die Zahl der Jungschweine um 22.800 auf 141.900 Tiere ab (–13,8 Prozent). Der Bestand an Mastschweinen verringerte sich um 2,8 Prozent auf 212.600 Tiere und der der Zuchtsauen um 2,3 Prozent auf 87.500 Tiere. Dagegen vergrößerte sich der Brandenburger Ferkelbestand um 11.200 auf 310.700 Tiere. Dies entspricht einem Plus von 3,7 Prozent.

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Hallo Alaska! Welcome at my blog!

Neues, tolles Tool von WordPress: Besucherliste nach Ländern geordnet. Gab es das bisher nur von anderen Anbietern als Widget, kannn ich nun direkt in meinen Statistiken sehen, wer sich woher auf meinem Blog verirrt hat. Und sieh da: Gestern war jemand aus Alaska zu Besuch. Dachte ich mir beim Anblick der Statistik. Meine Frau hat mich dann aber gleich wieder zum Boden zurück geholt. Da wird wohl der Spam-Server stehen. Sagte sie. Mhm. Kann sein. Aber vielleicht war es doch ein Leser…

Ins linke Licht gerrückt

Statistiken. Kaum ein anderes mathematisches Ergebnis sorgt so gut für seine Auftraggeber und gibt ihnen Recht. Denn man kann sie so herum oder andersherum auslegen, von unten oder von oben betrachten, von links oder rechts anfangen zu zählen, die ganz guten und die ganz schlechten Ergebnisse streichen, oder alles gelten lassen oder eben gleich das Negative ins Positive umschreiben. Am Ende hat jeder das gewünschte Ergebnis und kann so ziemlich alles rechtfertigen. Schauen Sie doch in die Statistik, da haben Sie den Beweis, heißt es dann. Und alle nicken und klatschen und freuen sich. Oder klopfen sich selbst auf die Schulter.

Berlin brennt, Berlins ist heiß, fest in der Hand der linken Gewalt. Hier fackelt ein Auto, da fliegt ein Stein. Der linke Hass ist so groß wie vorher. Das beweisen, nicht zuletzt, die Statistiken. Ein Parlamentarier aus Neukölln wollte es nun genau wissen. Er fragte an, wie viele links motivierte und wie viele rechts motivierte Straftaten es 2010 im Bezirk gegeben hat. Die Antwort kam, angefügt die Statistik. Diese belegt wie kaum eine andere, wie Statistik funktioniert. In Berlin. Sie ist geordnet nach linken und nach rechten und nach sonstigen politisch motivierten Straftaten. Also so, wie es der oder diejenige ein geordnet hat, die oder der es eingeordnet hat. Nichts verstanden? Kein Problem, es folgen einige Beispiele aus der Neuköllner Polizeistatistik.

16. Oktober 2010, 15.20 Uhr (Tatzeit): Ca. 15 Personen liefen durch die McDonalds Filiale und spielten dabei lautstarke Musik, aus einer mitgeführten Musikanlage, ab. Na, erraten? Richtig! Linke Straftat.

23. September 2010 9.00 Uhr: Unbekannte bewarfen die Schaufensterscheiben des Quartiersmanagement Reuterplatz mit unbekannten Gegenständen. Na? Richtig. Linke Straftat.

9. September 2010, 11.35 Uhr: Eine Gruppe demonstrierte auf dem Gehweg vor dem Jobcenter. Eine männliche Person hielt ein Plakat, auf welchem die Namen von Mitarbeitern des Jobcenters vermerkt waren, drei weitere Personen verteilten Handschriften. Jetzt wird´s schwer, oder? Linke Straftat.

11. Juli 2010, 23.30 Uhr: Ca. 50 Personen führten eine Demonstration ohne Anmeldung durch. Klar, das machen keine Rechten. Linke Straftat.

29. Oktober, 13.15 Uhr: In der Moschee des Tekke-i Kadiriyye Mescidi e.V. erscheinen immer wieder Personen die versuchen, Mitglieder für die Weltanschauungen der verbotenen Hizb ut Tahrir zu begeistern. Na? Logo, linke Straftat.

14. Juni 2010, 2.15 Uhr: Unbekannte Tätergruppe entwendet eine am Spätkaufladen angebrachte Deutschlandfahne. Wer nun denkt, für den nächsten Nazi-Aufmarsch, denkt falsch. Linke Straftat.

8. Mai 2010, 14.10 Uhr: Im Rahmen der Eröffnung des Tempelhofer Feldes konnten drei Personen beobachtet werden, welche ein Transparent und 2 Thermokübel mit sich führten. Linke Straftat.

3. Januar 2010, 11.30 Uhr: Der Geschädigte ist jüdischen Glaubens, daher kam es vermehrt zu Streitigkeiten mit antisemitischem Inhalt zwischen ihm und dem Beschuldigten arabischer Herkunft. Eindeutig, oder? Steht aber unter: Linke Straftat.

12. Januar 2010: Eine unbekannte Person klingelte nach Angabe des Anzeigenden an der Haustür der Geschädigten und äußerte auf deutsch mit arabischen Akzent: Hier ist die Hizb Allah, wir wissen, was ihr tut. Richtig geraten. Linke Straftat.

Es wird aber noch besser. Unter „sonstige motivierte Straftaten“ werden all jene erfasst, welche die zuständigen Bearbeiter nicht zuordnen konnten. Kann man verstehen. Manche Straftaten kann man einfach nicht zuordnen. Wie diese hier:

7. März 2010, 4.40 Uhr: im Verlauf einer Streitigkeit soll der Beschuldigte den rechten Arm zum Hitlergruß gehoben und laut „Heil Hitler“ gerufen haben. Sonstige Straftat.

3. Juni 2010, 0.30 Uhr: Anlässlich eines Hausfriedensbruchs im Hotel „Estrel“ leistete der Beschuldigte Widerstand. Dabei äußerte er mehrfach „Sieg Heil“. Sonstige Straftat.

14. Oktober 2010, 12.10 Uhr: Der Beschuldigte befand sich in Begleitung dreier Personen und rief dreimal laut die Worte „Sieg heil“ und zeigte dabei den Deutschen Gruß. Sonstige Straftat.

Alles klar? Na dann ist ja gut.

Mediale Unfälle & die Statistik

Wir weinen und wir heulen viel. Steht heute auf Seite Eins einer großen deutschen Tageszeitung. Zitiert war der Vater des bei „Wetten dass…“ schwer verunglückten Samuel Koch. Diese Zeitung lesend, sagt eine junge Frau in der U-Bahn zwischen Turmstraße und Hansaplatz zu ihrer Freundin: Der wird jetzt zur Reha in eine Spezialklinik in die Schweiz geflogen. Meinst Du, der würde auch dorthin geflogen, wenn er zuhause die Kellertreppe runtergestürzt wäre? Die andere überlegte kurz und antwortete: Nee. Da musste schon n Promi-Opfer sein, um dahin zu kommen. Aber der ist doch eigentlich gar kein Promi, sagte daraufhin die andere. Der ist rein zufällig im deutschen TV verunglückt. Ansonsten hätte einen Tag später kein Schwein mehr gewusst, wer Samuel Koch ist. Es sei denn, er wäre Wettkönig geworden…

Fakt ist: Während Samuel Koch über sein Unfall-Auto sprang, verunglückten in Deutschland zwölf andere Menschen, über die keine Zeitung berichtet hat. Während Koch behandelt und ins Krankenhaus gebracht wurde, gab es in anderen Bundesländern insgesamt 753 Unfallopfer, zwei von ihnen starben. Seitdem die deutschen und internationalen Medien über diesen Unfall berichten, gab es weitere 146.540 Unfälle, über die nicht oder nur kurz berichtet worden ist. 30.000 davon geschahen beim Sport. 270 Deutsche kamen seit Kochs missglückten Stunt bei einem Unfall ums Leben. Wobei die meisten von ihnen nicht auf der Straße, sondern im Haushalt ihr Leben verloren. 6000 Deutsche verabschieden sich so jedes Jahr aus dem Leben. 4000 Tote gibt es im Straßenverkehr. Und: Sport ist zwar kein Mord, aber kreuzgefährlich. 2009 verletzten sich 1,25 Millionen Deutsche so sehr, dass sie länger in ärztliche Behandlung mussten.

Und, so tragisch der Unfall Kochs gewesen sein mag, alle anderen Unfälle waren es ebenso. Aber sie haben kein Schwein interessiert. Außer natürlich Angehörige und Betroffene. Bleibt die Frage, in welcher Kategorie Kochs Unfall in die Statistiken eingehen wird: Straßenverkehrsunfall? Denn immerhin waren Autos beteiligt. Ein Haushalt-Unfall? Es geschah ja in einem geschlossenem Gebäude. Oder aber es war ein Sportunfall. Schließlich ging es doch mehr oder weniger um eine sportliche Leistung. Ich vermute allerdings, dieser Unfall wird in alle Statsitiken eingehen. Ein so genannter Sport-Straßen-Haushalts-Unfall. Damit am Ende die Statistiken stimmen. Wetten dass…?

Und es war Sommer

Die einen sagen Endlich warm. Andere Endlich Sommer. Seit ein paar Tagen hat uns nun die Sonne im Griff. Ob beim Public Viewing, beim Bloggen auf dem Balkon oder beim Rasen mähen im Garten (ich sähe jetzt aus, wie ein Kubanischer Freiheitskämpfer, sagt meine Frau). Sie ist da, die Sonne und sie brennt auf uns hernieder, als ob es schon im nächsten Monat Winter werden würde.

Dabei war doch der Juni schon so herrlich. Sagen die Statistiker. Laut den Datensammlern vom Deutschen Wetterdienst nämlich war der Juni trocken und warm. In Berlin. Mit 18,1 Grad Celsius Durschnittstemperatur war die Hauptstadt die wärmste der Republik. Geregnet hat es schon lange nicht mehr so wenig. In Dahlem fiel zum ersten Mal weniger Regen als 1883. Ein neuer Minus-Rekord. Und überhaupt seien alle Werte über dem „vieljährigen Mittel“ gewesen, sagt der Deutsche Wetterdienst.

Nur hat es, wieder einmal, keiner gemerkt. Der Juni? Der war kalt. Und regnerisch. Gefroren haben wir, vor drei Wochen beim Griechen. Kalte Nächte, Wolken verhangene Tage. So, und nicht anders, war der Juni. In Berlin. Nein, ganz falsch. Im vorigen Monat wurde aus einer zunächst eher durchschnittlichen Sonnenscheinbilanz dann doch ein sehr sonnenscheinreicher Monat mit durchschnittlich 246 registrierten Stunden (Schnitt 198 Stunden), entsprechend 124 Prozent des vieljährigen Klimamittels.

Selbst Sachsen-Anhalt, mit seinem Regenort Halle Neustadt, meldete laut DWD einen Temperaturdurchschnitt von 16,8°C (Schnitt 16,1°C). Niederschlag fiel im Mittel 20 l/m² (66 l/m²) und die Sonne schien 286 Stunden lang (Schnitt 198 Stunden). Mit diesem Wert  war Sachsen-Anhalt im Ländervergleich das sonnenscheinreichste Bundesland.

Na bitte, geht doch. Allen war es kalt, aber die Statistik will uns eines Besseren lehren. Der Juni war angeblich einfach nur herrlich. Da soll sich noch einer wundern, dass keiner mehr an Statistiken glaubt. Aber die konnte man ja schon immer so und so interpretieren. Ich freu mich jedenfalls schon jetzt auf die Statistik vom Juli. Der wird dann sicher zu kalt und zu nass gewesen sein.

Wee Zet Bee Wee

Sie sind 75 Millimeter lang, 25 Millimeter breit und etwa 12,5 Millimeter stark. Sie haben abgeschrägte Kanten und sehen im Profil wie ein Parallelogramm aus (was ich noch alles weiß!). Es sind Holzklötze, einfach nur Holzklötze. Sie gehören zu einem Spiel namens „Jenga Xtreme“ und haben drei Erwachsene Menschen (eine Frau und zwei Männer) einen halben Urlaub lang abendlich beschäftigt. Kein Videogame, keine TV-Serie oder Sonstiges konnte uns davon abhalten, während der eher kühlen Mai-Abende an der Ostsee Holzklötzchen übereinander zu stapeln.

Das Ziel des Spiels: Einen Turm bauen, indem man immer drei Klötzchen (3x Breite = Länge – was ich noch alles kann!) nebeneinader zu legen und darauf weitere drei, natürlich versetzt. So entsteht ein Turm. Ein schiefer Turm. Denn durch das Profil und das gleichzeitige passgenaue Aufsetzen wächst der Turm entweder in die eine oder in die andere Richtung. Oder in beide, oder in alle vier Richtungen. Wie man auch immer baut, es wird ein schiefer Turm.

Nun heißt es, einen Klotz nach dem anderen aus dem Turm zu entfernen und oben wieder aufzulegen. Mit einer Hand. Nicht so einfach. Jenga erfahrene Spieler werden mich verstehen. Erst recht, wenn sie die Xtreme-Variante kennen. Denn natürlich gibt´s das Spiel auch mit geraden Klötzchen (wahrscheinlich für Anfänger, hihi). Jedenfalls haben wir großen Jungs (Ü 40) uns im Urlaub mit Holzklötzchen und deren Verhalten in Xtremen Situationen beschäftigt. Was im Normalfall vielleicht nach einem Abend erledigt gewesen wäre. Aber weil der Aufbau eben auch schiefe Türme ergibt, gab es mehrere, schier unglaubliche „Holzklötzchen-Entfernungen“ und deren Folgen.

So standen unsere Türme teilweise in der unteren Reihe nur noch auf einem, außen (!) befindlichen Klotz. „Dit jeht nich. Ick hol Euch ma n Statika, der Euch dit erklärt“, ließ zwischendrin eine anwesende, sich angeblich mit Bau-Ingenieurtechnik auskennende junge Frau asu Berlin hören. Tja, es ging doch. Wee Zet Bee Wee, sagte früher immer unser Physiklehrer (oder war´s der in Mathe?).  Egal. Wir bauten auch am nächsten Abend wieder unseren schiefen Turm. Aus Holzklötzchen.  Im Urlaub an der Ostsee.

Null Bock auf null Hektar dicke Bohnen

Statistik ist eine feine Sache. Deshalb unterhält auch jedes Bundesland ein eigenes Landesamt für Statistik. Zumindest fast jedes. Das Berliner gehört zum Brandenburger. Oder umgekehrt. Und das erfasst jedes Jahr viele Zahlen und Fakten. So auch „Anbau und Ernte von Gemüse und Erdbeeren auf dem Freiland 2008“. Sehr interessant.

So erfahren wir, dass 2008 in Berlin und Brandenbrug 10.972 Tonnen Kohlgemüsse auf 270 Hektar Bodenfläche geerntet wurden. Macht ein Hektar-Ertrag von 406,5 Dezitonnen. Ah, ja. Beste Ergebnisse gab es beim Spargel. Hier wurden 14.467 Tonnen auf 2.831 Hektar geerntet. Besser war nur noch die Karottenernte mit 23.548 und die Einlege-Gurken-Ernte mit 46.314 Tonnen.

Außerdem erfahren wir, dass auch sechs Tonnen Chinakohl geerntet worden sind. Auf null Hektar. Okay. Auch dicke Bohnen. Eine Tonne auf null Hektar. Vier Tonnen Rettich. Auf null Hektar. Es gibt auch eine Statistik über die Tiere in Berlin und Brandenburg. Diese zeigt eindeutig: Es gibt insgesamt einhundertundzwanzigtausendeinhundertundfünf Schafe auf einhundertundzweitausenddreihundertundsieben Hektar Ackerland. Sowie null Bock auf null Hektar dicke Bohnen.

Elftausendeinhundertundelf

11.111 Besucher hatte bis gestern dieser Blog. Nicht schlecht, denke ich zumindest. Andere Blogger werden darüber lächeln, sind sie doch längst im sechs- oder siebenstelligen Bereich. Mich freut´s aber und zur Feier des Tages gibt es hier die Top Ten vom berlinpankowblogger. Schön, dass meine liebste erlebte Geschichte auch am meisten gelesen wurde. Danke an alle Leser, Freunde, Blogger, Verlinker, Vorbeischauer und alle anderen Besucher.

1. Kluger Hund und doofe Glatze (24%)

2. Bahn sechs, kurz nach sieben (16%)

3. Die Band und der Song… (14%)

4. Halle/S. (11%)

5. Ost-West-Verbindungen (9%)

6. Ihr habt uns den Palast genommen… (8%)

7. Tschüss Schorschi (6%)

8. Ein Scheißjob (5%)

9. Niveau hochnäsiger Schwabenkaschemmen (4%)

10. Sparen damit es teurer wird (3%)