berlin underground I


In zwei Jahren feiert er sein 100-Jähriges, der U-Bahnhof Märkisches Museum. 1913 als Bahnhof „Inselbrücke“ eröffnet, seit 1935 nach dem Museum nebenan benannt. Er ist einer von 29 Bahnhöfen der Linie U2 zwischen Pankow und Ruhleben und der erste Teil der neuen bpb-foto-reihe berlin underground.

U2-Cocktail

Pub Crawls sind out. Ist ja auch nervig, immer dem Reiseleiter folgen zu müssen, von Pub zu Pub. Und überall auch noch auf die jeweiligen Getränke angewiesen zu sein. Das machen britische Jugendliche nun nicht mehr mit. Der neue Berliner Trend für die Gäste aus dem Empire heißt „U-Bahn Surf & Sauf“. Freitagabend, kurz vor acht, U2 Richtung Pankow. Am Potsdamer Platz steigt eine Gruppe schöner junger Menschen ein. Fünf junge Damen Anfang 20, ein Typ im gleichen Alter. Alle haben zwei Sachen gemeinsam: Sie sprechen alle englisch und haben alle ein geöffnetes Warsteiner in der Hand. Man plaudert fröhlich drauflos und währenddessen werden die Bierpullen geleert. Mit einer Geschwindigkeit, die selbst alteingesessene Biertrinker vom Hocker hauen würde.

Doch Bier allein macht ja nicht glücklich. Also wird, ab Station Hausvogteiplatz, eine Flasche Wodka nebst O-Saft zu  Nachspülen durchgereicht. Jeder nimmt jeweils einen Schluck aus der einen  und dann einen Schluck aus der anderen Pulle. Nachgespült wird mit Bier und am Alex machen nun drei derUK-Ladies, zwei von ihnen übrigens im Minikleid (bei drei Gard unter Null), auch noch jeweils ne Piccolo Sekt auf.  Nun ist der U-Bahn-Cocktail perfekt. Bier-Wodka-O-Saft-Sekt. Und wieder kreist die Wodka-Pulle und am Senefelderplatz ist diese dann auch leer. Wie auch die jeweils zweite Flasche Bier, die Piccolöchen sowieso. Schönhauser Allee ist für die Briten Endstation, sie steigen aus. Draußen auf dem Bahnsteig öffnen dann alle erst einmal ne Flasche Bier. Ist ja auch anstrengend, so ne U-Bahn-Fahrt.

Farbenspiele

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Solch Farbenspiele wird es wohl am Alexanderplatz die nächsten Tage nicht geben. Das kann lediglich der Photoshop. Dafür aber wird es genau so leer werden. Denn bei den Berliner Verkehrsbetrieben wird zehn Tage lang gestreikt. Die U-Bahnhöfe bleiben also geschlossen. Und so wird auch über diese Treppenstufen am Alex tagelang niemand gehen. Schade eigentlich. Ist doch immer wieder ein schöner Anblick, wenn man dort aus den U2-Katakomben ans Tageslicht steigt. Für mich zumindest.