USA-Urlaub in einer Minute

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Paddeln in Schweden 2016

sw16_01Unser Paddelurlaub ist nun schon wieder sechs Wochen her. Höchste Zeit für einen kleinen Bericht. Ziel dieses Mal war das Värmland. Ein kleines Kanucamp dort war unser erster Anlaufpunkt. Ein Teil der Gruppe (insgesamt 16 Paddler) kam mit Flugzeug und Mietwagen über Oslo (u.a. ich), alle anderen mit ihren eigenen Autos über Brücken oder Fähren oder beides. Samstagmittag waren alle vor Ort und nach dem Transport der Boote zur Einsetzstelle ging es auch schon los. Zumindest fast. Denn zunächst mussten die Boote beladen werden: Zelte, Schlafsäcke, Klamotten für sieben Tage, Essen für 16 Leute, Wasser, Bier, Wein und diverses Hochprozentiges. Zusätzlich noch eine Gitarre und jede Menge Ausrüstung, wie z.B. eine acht mal sechs Meter große Plane (die uns später noch vor so manchem Regentropfen geschützt hat).sw16_05Im Kanucamp kann man zwei Einsetzstellen wählen: Entweder wird man zum Glaskogen gefahren oder, wie wir, zum Värmeln. Die erste Tour war denn recht kurz, denn wir wollten alle erst einmal ankommen und noch rechtzeitig einen guten Biwakplatz finden. Dies war etwas schwieriger als geplant (und gewohnt). Im Gegensatz zur vorangegangenen Tour (2013 Lelang/Dalslandkanal) gab es diesmal nicht so viele schöne Plätze. Vor allem nicht für 16 Personen in sieben Zelten. Das wurde mehrfach ganz schön eng und so manches Mal standen die Zelte „auf Blaubeeren“.sw16_02Das Ziel am zweiten Tag hieß Campingplatz Borgvik. Dort bestand die größte Chance, ein(e) Lokal/Kneipe mit TV zu finden. Es war der Sonntag des Fußball-WM-Endspiels und das wollten (fast) alle sehen. Es sollte aber anders kommen. Zum Campingplatz hätten wir unsere Boote einen großen Weg abwärts umtragen müssen, was auf Grund der Beladung der Canadier ohne Umtragewagen nicht nur hin eine große Belastung gewesen wäre, sondern vor allem auch am nächsten Tag zurück. Das stand fest: Wir mussten wieder zurück, um auf unsere geplante Tour zu kommen. Nicht gerade mit der besten Laune (denn dies hätte man uns durchaus im Kanucamp verraten können) fuhren wir zurück und suchten den nächsten Biwakplatz. Dort angekommen, zogen Regenwolken auf und die große Plane kam zu ihrem ersten Einsatz. Der Abend hat dann doch noch ein gutes Ende genommen: Freunde aus Halle hatten nicht nur ein Tablet dabei, sondern auch DBVT-Antenne (oder etwas in der Art) und Zubehör. So dass die Fußballfans noch auf ihre Kosten kamen.sw16_03Am Folgetag fuhren wir den Värmeln Richtung Norden. Die Ziel-Pläne wurden diesmal jedoch vom Wind zerstört. Dieser wurde immer stärker, die Wellen im höher und irgendwann entschlossen wir uns, an einem öffentlichen Badestrand anzulanden. Denn jede Weiterfahrt hätte nicht nur unsere Ausrüstung, sondern auch uns gefährdet. Also ran an den Strand und Zelte aufgebaut. Irgendwann bekamen wir noch Besuch von dort lebenden Schweden, die uns zwar kritisch beäugten, uns aber nach dem schwedischen Jedermannsrecht mehr oder weniger willkommen hießen (auf Grund der beträchtlichen Zahl Leute/Zelte/Boote). Der Wind nahm und nahm nicht ab, so dass wir an diesem Abend die große Plane nicht als Regen- sonders als Windschutz einsetzten (mehr oder weniger erfolgreich). Am späteren Abend nahm der Wind ab und ein Bilderbuch-Sonnenuntergang versöhnte uns mit dem Wettergott.nachtlager_strand_01 (2)Am Morgen war der Wind noch da, hatte aber so abgenommen, dass wir starten konnten. Auf ging es weiter zunächst gen Norden. Kurz vor dem Mittag erreichten wir einen Seitenarm des Sees, den wir uns als nächstes Ziel gesetzt hatten. Kurze Zeit später erwischte uns wieder Regen. Das Ziel kurz vor uns paddelten wir jedoch weiter, um möglichste schnell zum Ziel zu kommen. Das geplante Umtragen musste doch zunächst ausfallen. Wir waren froh, eine kleine Insel mit Platz für uns alle zu finden und bauten im leichten Regen die Zelte auf.sw16_08Am nächsten Mittag stand fest: Auch dieses Mal wird es nichts mit Umtragen. Auch dieses Umtragestelle schien unbezwingbar lang und vor allem auch steil. Dies und das eher schlechte Wetter (immer wieder Regenschauer) hielt uns dort zwei Nächte fest. Am „Pausentag“ unternahmen wir lediglich eine Paddeltour (ohne Gepäck) in eine benachbarte Bucht. Die Abende dort aber waren eher sonnig und so stieg die Laune wieder. Zelte und Klamotten konnten trocknen und der Wein floss wie der Regen am Nachmittag in Strömen (und auch das Bier und der eine oder andere Wodka).sw16_04Am Donnerstag erwartete uns dann noch einmal eine größere Strecke, die wir mit mehreren Regenpausen (am Ufer unter Bäumen) meisterten und so landeten wir am vorletzten Abend auf dem schönsten Biwakplatz der gesamten Tour. Genug Platz für alle Zelte, genug Holz und ein Postkartenblick auf den See und die Umgebung. sw16_09Der letzte Tag unserer Paddeltour führte uns zunächst in das (dort) berühmte Värmskogs Café, wo wir uns es nicht nehmen ließen, die Spezialität des Hauses zu verspeisen: Eine Scheibe Weißbrot gekrönt mit einer schier unglaublichen Menge Garnelen, gekochten Eiern und Majonaise: „75-grams tekaka med dubbelt så mycket räkor“ – übersetzt: ein 75-Gramm Muffin mit der doppelten Menge Garnelen. Nach diesem Eiweiß-Schock fanden wir unsere letzte Insel – ebenfalls ein schönes Fleckchen inklusive bestem Badewetter. Am Abend landeten die letzten Kartoffeln sowie Zwiebeln, Schinken und Wurst im Kessel und sw16_07Ein gelungener Abschied einer wieder mal wunderbaren Schweden-Paddel-Tour (mit Abstrichen). Am Ende bleiben aber eh nur die schönen Erinnerungen. Der letzte Tag gehört nicht unbedingt dazu: Wieder machten Wind und große Wellen uns zu schaffen. Aber alle sind gut angekommen und nach einer Irrfahrt zweier Fahrzeuge (u.a. ich) kamen dann alle wieder gut nach Hause. Freunde und ich hatten (auch schon vor der Tour) am letzten Tag noch einen wunderbaren Abend in einem der besten Restaurants von Oslo. Aber das ist eine andere Geschichte.sw16_06Natürlich gab es auch dieses mal wieder Stockbrot.

Paddeln in Schweden 2016

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub und manchmal bleibt nicht viel Zeit zwischen den Reisen. So auch in diesem Jahr. Kaum zurück vom Alternative-NYC-Urlaub, geht es schon wieder los Richtung Norden. Paddeln in Schweden. Mal wieder. Schon vor drei Jahren hatten wir dieses wundervolle Erlebnis weit weg von der Zivilisation, weit weg von allem Alltäglichem. Ruhe, Ruhe, Ruhe. Gefolgt von Stille und Lagerfeuer und Gitarre und Essen aus dem Feuertopf und und und. Freunde. Und sonst nichts. Irre. DAS ist Erholung.  Die neuen Fotos/Berichte von dieser Tour folgen natürlich, an dieser Stelle gib es jedoch nur Eindrücke aus 2013:pad079 pad130pad102 pad134pad122

One World Observatory

Natürlich muss man, kann man, in einem NYC-Alternativ-Urlaub trotzdem touristische Pfade betreten. Zumindest dann, wenn es etwas neues Spannendes gibt, das man zuor noch nicht gesehen hat. Dazu zählte in diesem Jahr der Blick aus 380 Meter Höhe auf New York und das umgrenzende Land. Der Besuch auf dem One World Observatory verprach viel – und hielt alles. Allein die Lift-Fahrten im Freedom Tower rauf und runter sind spektakulär. Sogar unsere Befürchtung der langen Wartezeit wegen war umsonst: von Ankunft unten bis zum Ausblick oben vergingen keine 20 Minuten. Etwas mulmig wurde uns nur, als gar nicht so weit entfernt immer wieder Flugzeuge vorbei flogen, auf ihrem Weg zum LaGuardia Airport. Die Erinnerungen an 9/11 werden spätestens dort oben bei jedem wieder wach. Und – wer etwas feinfühlig ist wie ich – der spürt, wie sich der Turm im Wind leicht bewegt… Auch etwas gewöhnungsbedürftig. Auf jeden Fall auch bei einer Alternativ-Reise immer wieder einen Besuch wert.  owo_01 owo_03 owo_04 owo_05 owo_06 owo_07 owo_08 owo_09owo_10

NYC alternativ V: Mit der East River Ferry von Long Island City nach Dumbo

Wer mit der Tram nach Roosevelt Island gefahren ist und nicht den gleichen Weg zurück nehmen möchte, der kann mit der Subway Richtung Queens fahren. Zunächst geht es tief hinunter – die Station auf dem Island liegt über 30 Meter unter der Erde, schließlich muss die Bahn hier den East River unterqueren. Die Bahn fährt parallel zur Queensboro Bridge, die erste Station nennt sich jedoch 21 Street Queensbridge/41 Ave. Wir steigen aus, weil wir ein weiteres Ziel haben, das sich direkt am Ufer des East River befindet und wir uns nicht soweit davon entfernen wollen. Das erste, was auffällt: Alle Wohnhäuser hier, die meisten sehen nach Sozialbauten aus, werden gerade saniert, fast jedes Gebäude verschwindet hinter einem Gerüst. Dann ein angepinnter Hinweis an einem Lampenmast – hier wurden Szenen für eine auch bei uns beliebte Serie (mit Tom Selleck) gedreht. Ah… ja. Hier also spielt das…lic01Zwischen Sozialbauten und East River ist alles grün und sauber und sehr ordentlich. Ein nicht zu übersehender Kontrast zu den Straßen dahinter. Durch einen Blick auf Plakate, die ein Festival ankündigen, wissen wir nun auch, wo wir uns genau befinden: In Long Island City (nach einer Woche auf Long Island nun endlich in der City), kurz LIC genannt. LIC ist nicht unbedingt die Gegend, wo man gern wohnen würde, dafür aber um so interessanter anzusehen. Zum einen wäre da der Blick hinüber nach Manhattan, den man so eben nur von hier hat (und was wiederum ein sehr cooler Blick aus dem Wohnzimmerfenster wäre). Zum anderen brodelt hier das (neue) Leben. Zwischen heruntergekommenen Bauten, Wohnhäusern und Industrieanlagen entwickelt sich auch hier die neue New Yorker Szene mit Kneipen, Restaurants und Bars.lic02DSC_9575lic04Kommt man der „City“ von LIC näher, fühlt man sich eher wie in einer amerikanischen Kleinstadt denn in einem Stadtteil New Yorks. Hinten links ein Kirchturm, eine Hauptstraße mit Kneipen und Läden, reger aber kein hektischer Verkehr. Nur ein paar Geschäftsleute in weißen Hemden und Krawatten hetzen zwischen den Einwohnern (meist südamerikanische Herkunft) hindurch. lic03 lic05Am Ende der Straße, kurz bevor es nach rechts zur East River Ferry abzweigt, lockt uns der Hunger in ein Deli. Drinnen eine große Auswahl an kalten und heißen Sandwiches. Für mich gibt es natürlich keine Frage: Ein Pastrami Sandwich soll es sein und wird es sein. Und es wird sehr lecker sein (es war sehr lecker). Inzwischen sind wir dann auch eine Stunde unterwegs und vor uns liegt noch ein Erlebnis der besonderen Art: Für vier Dollar kann man von hier aus mit der East River Ferry bis zur Pier 11 in Manhattan fahren, oder aber vorher in Brooklyn, genauer gesagt in Dumbo, aussteigen. Genau das haben wir vor und auf dem Weg dahin genießen wir die rasante Fahrt des Schnell-Katamarans und natürlich den Blick auf die Skyline Manhattans.lic06 lic07 lic08Dumbo liegt mehr oder weniger unter zwei Brücken: Unter der Brooklyn und der Manhattan Bridge. Auch hier etabliert sich die New Yorker Szene immer mehr. Kopfsteinpflaster und Schienen erinnern noch an die alten Industrie- und Hafenanlagen, die hier einst das (Arbeits)Leben bestimmten. Später zerfiel das alles mehr oder weniger und Dumbo war lange Zeit kein schöner Ort, sondern Treffpunkt zwielichtiger Gestalten, um es mal nett auszudrücken. Das ist noch gar nicht so lange her. Aber jetzt werden hier Filme gedreht, in tollen Industrie-Ateliers Kust ausgestellt und nebenan gibt es schicke Klamotten und schicken Läden, in denen schicke Verkäufer/innen T-Shirts für 150 Dollar anpreisen. Es gibt aber auch Straßenkunst (die Paparazzi Dogs) und Kneipen, die am nachmittag zur Happy Hour das Bier (u.a. Brooklyn Lager) für vier Dollar anbieten. Das ist natürlich genau unser Ding und so endet dieser Nachmittag unter der Manhattan Bridge mit einem gekühlten Lager vom Fass.dumbo_04dumbo_03dumbo_05dumbo_01 dumbo_02

NYC alternativ IV: Bushwick Collective

Der Brooklyner Stadtteil Bushwick ist inzwischen besonders für seine rege Künstlerszene bekannt. Hier gibt es Werkstätten und Galerien an fast jeder Ecke. Besonders um die Jefferson/Wyckhoff Avenue haben sich viele Kunstschaffende angesiedelt. Einer der Höhepunkte dort ist die Street Art Gallery Bushwick Collective. Der ganze Stadtteil ist sehenswert, die Graffiti-Werke aber besonders.us16192 us16189 us16193 us16194 us16197 us16198 us16199