Starke Leistung

Bei den Haupt- und Hansestädtern kommt der Strom aus der Steckdose. Dass die 5,2 Mio. Einwohner in Berlin und Hamburg dies täglich erleben, ist unsere Leistung.

Der Energieversorger Vattenfall über sich selbst auf seiner Serviceseite Kundenversprechen.

Kohle her


Der Mann hat es wirklich nicht einfach. Er stammt aus Finnland, ist der Chef eines europaweiten Unternehmens aus Schweden und musste nun auch noch in Deutschland Rede und Antwort stehen. Ausgerechnet nach Berlin hatte es dieser Tage Tuomo Hatakka verschlagen. Seines Zeichens Europa-Chef des Energieriesens Vattenfall. Er war der offizielle „Rede & Antwort-Gast“ beim Juni-Frühstücks-Gespräch der Berliner Industrie- und Handelskammer.

Und musste sich natürlich Fragen stellen lassen, die ihm nicht so sehr gefallen haben dürften. Okay, er spricht sechs Sprachen (behauptete zur Begrüßung IHK-Chef Eric Schweitzer), die deutsche jedenfalls gehört dazu. Aber geantwortet hat Hatakka trotzdem nur sehr einsilbig, dafür eindeutig: „Der Klimaschutz kostet Geld, Klimaschutz ist teuer, Klimaschutz ist wichtig, Klimaschutz kostet Geld. Da zahlt doch jeder gern ein bisschen mehr für Strom.“

Noch ein deutsches Wort spricht Hatakka gerne aus: Kohle. Grundlastkraftwerke könne man ohne Kohle nicht betreiben, auch Berlin brauche Kohlekraftwerke und Brandenburg sowieso. Auf die Frage, ob Vattenfall denn auch gegen die Meinung der Berliner Kohlekraftwerke bauen würde, war Hatakka nichtssagend diplomatisch: Man werde den Berlinern zuhören, bei Vattenfall würden ja wohl keine Quadratköpfe arbeiten.

Vattenfall baut übrigens nicht nur Kohlekraftwerke in Deutschland. Nein, auch derzeit ein Kernkraftwerk in Finnland. Mit Strom auch für Schweden. Denn dort kann man keine neuen Atomreaktoren in Betrieb nehmen. Die Schweden haben sich bereits 1980 in einer Volksbefragung für den Ausstieg aus der Kernenergie entschieden. Und Kohlekraftwerke will man dort auch nicht. Aber der Strom muss ja irgendwo herkommen.

Also Uranstrom aus Finnland, Kohlestrom aus Deutschland. So gefällt es den Schweden. Und auch dem Europa-Vorstandsvorsitzenden. „Als Finne muss ich natürlich immer ein bisschen vorsichtig sein, wenn ich über einen schwedischen Staatskonzern rede“, sagte Tuomo Hatakka zum Abschluss. Mit einem kurzen Seitenblick auf die Herren der schwedischen Botschaft am Nachbartisch. Klar doch, Herr Hatakka, das verstehen wir.