Schlagwort-Archive: Weihnachten

Ein Herbst mit Buch

Wenn die Tage kühler, die Nächte länger und die Bäume kahler werden, stellt sich bei mir normalerweise eine sentimentale und nachdenkliche Stimmung ein. Ich trauere ein wenig dem Sommer nach und sehe den kommenden Winterereignissen am Jahresende mit Grausen entgegen. Die Adventszeit mit dem ganzen Bimmel, Bammel und Rummel auf den Straßen, in den Läden und auf den Weihnachtsmärkten. Das Geschenkegerenne allerorten, der Lebkuchen- und Spekulatius-Fresswahnsinn und das 24-Türchen-Öffnen bis zum Tag der Apokalypse. Alles irre. Einzig das Uhrumstellen auf unsere normale Lebenszeit Ende Oktober stimmt mich von Jahr zu Jahr etwas versöhnlich.

Gut, wir haben das eh schon alles abgeschafft. Keine Kinder – also kein Baum, keine Geschenke, kein Bimmel, kein Bammel und auch kein Rummel. Keine Türchen öffnen und am Tag 24 des Monats gibt es ein gemeinsames Abendbrot mit der Familie. Das war´s dann auch schon. Eventuell eine Runde Rommé. Und viel Wein, damit´s erträglich bleibt. Trotzdem nervt alles drumherum und ich mache jedes Jahr am 27. Dezember einen großen Haken dran.

Einen weiteren setze ich am 2. Januar. Denn auch die Silvesternacht ist nicht das, was ich mir erträume. Alles betrinkt sich in Richtung Koma, glotzt Jahresabschluss-Schlager-TV und um Null Uhr fünf fallen sich alle in die Arme. Egal ob Freund oder nicht. Auch die oder der, die oder der mich sonst nicht mit den Arsch angucken würden, wollen mich auf einmal umarmen und mir ein „gesundes neues Jahr“ wünschen. Einen Tag später wünschen sie mir dann wieder die Krätze an den Hals. Nein, meins wird es nie werden.

Dieses Jahr jedoch ist alles anders. Ich freue mich auf den Herbst. Denn dieses Jahr erscheint mein Buch. Mein erstes Buch. Der Titel ist „Genquotient 8713“ (sprich siebenundachtzig dreizehn). Gerade geht das Lektorat dem Ende entgegen, das Layout fürs Cover ist fast fertig. Ich habe mir die Lektorats-Software auf meinen Rechner geladen, damit ich die Änderungen der Lektorin nachvollziehen und einpflegen kann. Bin gespannt, was sie mir gelassen hat, was ich ändern muss. Selten war ich so voll freudiger Aufregung. Noch steht der genaue Veröffentlichungstermin nicht fest. Aber dieses Jahr soll es sein. Das lässt die Zeit um den Tag 24 des letzten Monats doch recht angenehm erscheinen. Ein anderer Termin steht schon fest: Die Buchpremieren-Lesung findet am 12. Januar 2018 statt. Das macht für mich dieses Jahr auch die Silvesterfeier erträglicher. Viel erträglicher.

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Bester Baumschmuck 2015

Das ist mein Lieblingsbaumschmuck in diesem Jahr

Mein Lieblingsbaumschmuck in diesem Jahr

Ein neu gepflanzter Baum vor unserem Haus trägt einen tollen Schmuck

Ein neu gepflanzter Baum vor unserem Haus trägt ein kleines aber tolles Schild

Frohes Fest

Allen bpb-Lesern frohe, besinnliche und vor allem stressfreie Feiertage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr! Für 2015 vor allem Gesundheit und ab und an ein Möhrchen!

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Frohes Fest, liebe Freunde!

P1060679Schöne, erholsame, ruhige, fröhliche, leckere, tolle, gesunde, fettreiche, süße, weinige, hochprozentige und vor allem stressfreie Festtage wünschen Euch Ach Goood, sein neuer Freund, der Räucher-Elch sowie der bpblogger!

Ding des Monats VI

Einen schönen Sommer noch, wünscht das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf:

2. Zehlendorfer Weihnachtsmarkt auf der Dorfaue – Kunstmeile an den Adventswochenenden für Hobby-Künstler und Bastler

Pressemitteilung Nr. 400 vom 09.07.2012

Vom 26.11. bis zum 30.12.2012 gibt es am Rathaus Zehlendorf, auf der Dorfaue, den “2. Zehlendorfer Weihnachtsmarkt“. Für fünf Wochen wird es dann eine Schlittschuhbahn, Glühwein, süße und herzhafte Leckereien, Kinderattraktionen und Kunsthandwerk im gemütlichen Kiez-Ambiente geben.

Für den Weihnachtsmarkt 2012 haben sich die Organisatoren einige Neuerungen einfallen lassen. Neben einer vergrößerten 20 x 18-Meter-Eisbahn, unter festlich beleuchteten Bäumen (mit über 12.000 LED-Birnchen), wird es ein großes Kinderland mit Bastelhütte geben. Auch Lesestunden mit dem Weihnachtsmann sind geplant, um für das Familienpublikum einen zusätzlichen gemütlichen Bereich zu schaffen. Die Bäume der Dorfaue werden mit farbigen Halogenstrahlern ausgeleuchtet und sorgen somit für eine vorweihnachtliche Stimmung.

Des Weiteren ist eine Kunstmeile an den Adventswochenenden (01./02.12., 08./09.12., 15./16.12. sowie 22./23.12.2012) geplant. Jeweils samstags und sonntags, von 12.00 Uhr bis 21.00 Uhr, werden Laien und Berufskünstler eingeladen, ihre Werke auszustellen und nach Wunsch auch zum Verkauf anzubieten. Aufgerufen sind Hobby-Künstler und Bastler, die mit Freude und Enthusiasmus eigene Werke hergestellt haben. Der „kleine Teltower Damm“ am Zehlendorfer Standesamt wird zur Realisierung der Kunstmeile gesperrt. Überdachte Stände, eine einheitliche Beleuchtung und Strom werden den Anbietern zur Verfügung gestellt. Für eine Kostenbeteiligung i. H. v. 70,00 Euro pro Advents-Wochenende (inkl. Standmiete, Beleuchtung und Strom) kann ein Stand gemietet werden. Voraussetzung ist, dass tatsächlich nur eigenhändig gefertigte Artikel angeboten werden. Die Künstlerinnen und Künstler können ggf. auch direkt vor Ort individuelle Gegenstände herstellen. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen Künstlerinnen und Künstler können sich unter Vorlage einer kurzen Vorstellung und aussagekräftigen Fotos bewerben. Die Fotos sollten repräsentativ für die Arbeiten sein, die auf dem Markt verkauft werden bzw. für die Arbeiten sein, die während der Kunstmeile angeboten werden sollen.

Ausgestellt werden können Werke der bildenden Kunst aller Art, wie Zeichnungen, Holzschnitte, Radierungen, Lithos, Ölbilder, Aquarelle, Fotos, Plastiken usw. sowie kunstgewerbliche Erzeugnisse z. B. Seidentücher, Seidenkrawatten, Batiken, Schnitzereien, Weihnachtskarten, Weihnachtsdekor, Strick- und Häkelarbeiten usw. Achtung, bitte keine industriell gefertigte Massenware!

Der Eintritt für die Besucherinnen und Besucher ist frei!

Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin hat zur Realisierung des Zehlendorfer Weihnachtsmarktes sowie der Kunstmeile einen kompetenten Partner gewinnen können, der

Das Jahr nach zwischen den Jahren

Zwischen den Jahren. Jedes Jahr aufs Neue kriege ich die Krise, wenn ich diese Bezeichnung höre. Zwischen den Jahren. Was soll das? Zwischen welchen Jahren überhaupt? Ich weiß es nicht. Also fragte ich in diesem Jahr, noch vor zwischen den Jahren, was sich denn hinter zwischen den Jahren verbirgt. Welchen Sinn es macht. Naja, sagte eine Kollegin aus den Zwischen-den-Jahren-Bundesländern. Es ist halt die Zeit zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Wie bitte? Das alte Jahr endet doch eigentlich erst Silvester. Als nach zwischen den Jahren. Oder? Mhm. Sagte die Kollegin. Da hast Du wohl recht. Ein weiterer Mensch aus der Zwischen-den-Jahren-Gegend wollte es mir dann erklären. Ich wartete mehrere Stunden. Und bekamm doch keine Antwort. Später, es war noch vor zwischen den Jahren, ertappte ich ihn beim googeln nach Zwischen den Jahren.

Na danke, das hätt ich auch gekonnt. Aber selbst dann findet sich keine logische Erklärung. Weder vor, nach, noch zwischen den Jahren. Die Kirche erklärt es dann doch. Irgendwie. Weil das alte Jahr am 24. Dezember endet. Und das neue am 6. Januar beginnen würde. Okay, wenn das so ist. Dann könnte ich zwischen den Jahren mit zwischen den Jahren leben. Aber hier, bei meinen Kollegen aus der Zwischen-den-Jahren-Republik, endet zwischen den Jahren ja schon am 1. Januar. Also kann das auch nicht richtig stimmen. Naja, ist ja auch nicht so wichtig. Ich werde wohl mein Leben lang noch mit zwischen den Jahren leben müssen. Die nächste Generation wird´s dann schon richten. Und vielleicht auch endlich begreifen, wie spät es um dreiviertel sechs ist. Jedenfalls nicht fünf vor zwölf. In diesem Sinne wünsche ich allen bpb-Lesern erholsame Tage vor zwischen den Jahren, schöne Tage zwischen den Jahren und einen guten Rutsch ins neue Jahr nach den zwischen den Jahren.

Weihnachten 21

Protest, überall Protest. In diesem Jahr gehört es wohl zum guten Ton. Man nennt sich „Irgendwas 21“ und schon geht es los. Gegen Flughäfen und -routen, gegen Bahnhöfe und Gleise, gegen Google-Street-View und Pixel, gegen den Papst und Kondome, gegen zuviel Zucker in Brotaufstrichen und Konservierungsstoffe in Konserven. Ein Ziel für den Protest findet sich immer, ein Tag für die Demo auch. Besonders der Montag hat es den Protestlern hierzulande angetan.

Was übrigens auch so ein Blödsinn ist. Nur weil die Montags-Demos von 89/90 deutsche Geschichte geschrieben haben, muss man nun auch am Montag demonstrieren. Dabei spricht doch fast alles dagegen: Zum einen werden diese Demos keine deutsche Geschichte schreiben. Zweitens müssen Dienstagfrüh viele Protestler arbeiten. Es sei denn, es ist eine Hartz-25-Demo (Hartz 4 plus 21)). Und drittens ist das TV-Abend-Programm zwar immer schlecht, aber Freitags eben noch schlechter als Montags.   

Aber es wird weiter montagdemonstriert. Selbst gegen Weihnachten und seine Bäume. Berliner haben es jetzt auf die Spitze getrieben. Nach den bpb-Enthüllungen über die wahre Herkunft des diesjährigen Weihnachtsbaum-Ersatzes auf dem Breitscheidplatz musste eben diese weichen. Der Stern ist ab. Zu russisch, verlautete es aus gut informierten Kreisen aus Himmelpfort. Dabei hätte russisch doch gerade hier gut gepasst. Hieß doch der Westberliner Bezirk schließlich einmal Charlottengrad.