Brian & Chris

Brian Fallon von The Gaslight Anthem beim Konzert in der Spandauer Zitadelle am 31. Mai 2012…

…und Chris Cornell von Soundgarden am gleichen Abend.

Soundgarden & mein Schaltjahr

2012. Ein Schaltjahr. Der 29. Februar liegt nun schon hinter uns. Der Tag, der das Jahr um einen Tag verlängert. Und den Frühling hinauszögert. Könnte man meinen. Aber eigentlich ist es doch schon ganz schön warm. Für Anfang März. Aber das wollte ich gar nicht sagen. Oder schreiben. Für mich verlängert sich das Jahr 2012 am 31. Mai. Okay, es ist ein 31. Mai, den es jedes Jahr gibt. Der Tag nach dem 30. Mai. Vor dem 1. Juni. Aber dieses Jahr ist der letzte Maitag ein besonderer Tag. Es ist ein Donnerstag. Ein Donnerstag, der mein 2012 verlängert. Ich hoffe, ich kann mir diesen einen Donnerstag frei nehmen. Damit ich rechtzeitig in Spandau bin. In der Zitadelle. Denn am 31. Mai dieses Jahr passiert etwas, mit dem ich eigentlich nicht mehr gerechnet hatte. SIE kommen nach Berlin. SIE sind wieder vereint. Ein Comeback. Und was für eins: Soundgarden. Was will man mehr? Ich persönlich bin damit zufrieden. Für 2012. Okay, da gibt es noch mehr. Muss ich ja zugeben. Der eine oder andere Urlaub noch. Barcelona. USA. New York. Himmelfahrt mit Freunden. Sommerparty in Kloster Lehnin. Und sicher noch das eine oder andere Konzert. Aber erst einmal kommt dieses. Und mit ner Vorband, die sich auch lohnt: Gaslight Anthem. Ich zähl die Tage. Bis zu meinem Schaltjahr-Verlängerungs-Tag.

Spaßbremse ausgebremst

Ab und zu gibt es auch gute Nachrichten aus dem Gericht:

Konzerte in der Zitadelle Spandau gehen weiter

Das Verwaltungsgericht Berlin hat die Klage einer Anwohnerin gegen eine Konzertveranstaltungsreihe in der Zitadelle Spandau abgewiesen.

Gegenstand des Verfahrens war die Rechtmäßigkeit mehrerer den Veranstaltern von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz erteilter lärmschutzrechtlicher Genehmigungen für die Veranstaltungsreihen der Jahre 2009, 2010 und 2011. Gegenwärtig findet erneut auf dem Gelände der Zitadelle Spandau in der Zeit vom 29. Mai bis zum 20. August 2011 das sog. ‚citadel music festival‘ statt. Die Klägerin hat mit ihrer Klage insbesondere die Häufigkeit und die Dauer der Konzertveranstaltungen gerügt sowie eine Unzumutbarkeit der zugelassenen Lärmpegel  bzw. eine Belastung durch tieffrequente Geräusche geltend gemacht.  Das Gericht, das in der Sache bereits am  20. Mai 2011 verhandelt und anlässlich einer Konzertveranstaltung am 7. Juni 2011 den Veranstaltungsort sowie die Wohnung der Klägerin in Augenschein genommen hatte, ist dem nicht gefolgt. Die Klägerin sei durch die Konzertveranstaltungen nicht in ihren Rechten verletzt. Keiner der Richter habe am 7. Juni 2011 in der Wohnung der Klägerin bei geschlossenem Fenster störende Geräusche irgendwelcher Art wahrnehmen können, obschon ein vorhergehender Besuch der Konzertveranstaltung gezeigt habe, dass innerhalb der Zitadelle Spandau mit erheblicher Lautstärke eine stark basslastige, rhythmische und schlagzeugbetonte Rockmusik dargeboten worden sei. Es sei der Klägerin zuzumuten, an den 22 Veranstaltungstagen des Jahres 2011 für die Dauer der Veranstaltungen die bereits im Jahre 2008 in der Wohnung eingebauten Schallschutzfenster geschlossen zu halten.

Gegen das Urteil ist ein Antrag auf Zulassung der Berufung bei dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zulässig.

Urteil der 10. Kammer vom 16. Juni 2011 (VG 10 K 175.09)

3 Doors Down & Alter Bridge in Spandau

Na wenn das mal nicht gleich zwei gewichtige Gründe sind, am 7. Juni nach Berlin zu kommen. Die großen 3 Doors Down rocken die Spandauer Zitadelle und haben auch noch Alter Bridge dabei. Da müsste laut meiner Rechnung halb Erfurt und ein Drittel Thüringen in Berlin sein. Und zwei Fünftel Sachsen-Anhalts. Wenigstens.

Lost Art Of Keeping A Secret Live

Das war doch mal ein Konzert. Josh Homme so gut drauf wie nie. Die ganze Band Rock´n´Roll pur. Queens Of The Stone Age haben sich am Dienstag in der Zitadelle Spandau selbst überholt. Das war Klasse. Bitte mehr davon. Anbei mein erster Konzertmitschnitt-Versuch. Nicht sehr schön. Aber immerhin der erste. QOTSA mit „Lost Art Of Keeping A Secret Live“. Mehr Text hier. Und da geht´s zur kleinen Diashow.

Schaurig schiefe schöne Schrammler ohne Mätzchen und Schickimicki


Manchmal klang es wie „nicht geprobt“, manchmal wie noch „nie gespielt“, manchmal einfach nur wie schiefe Schrammel-Mugge. Doch das alles zählte wieder einmal nicht. Denn wenn die Eagles of Death Metal spielen, dann ist Party angesagt. So war es auch am 3. Juni in der Spandauer Zitadelle.
Und auch Sänger Jesse „The Devil“ Hughes war am Anfang wieder einmal überhaupt nicht zu verstehen. Und seine Soli klangen auch diesmal wieder wie mal eben hingeklimpert. Aber das ist ganz egal, das gehört bei denen dazu. So muss Rock´n´Roll klingen und aussehen. Es war wieder einmal einfach nur eine schaurig schiefe schöne Schrammel- und Tanz- und Mitklatsch-Party.
Besonders schön, und für mich zum ersten Mal, war dieses Mal der Ort des Konzertes – die Spandauer Zitadelle. Einfach nur herrlich da oben. Gute Kulisse, akzeptable Bierpreise, zuvorkommender Service.

Höhepunkt für mich an jenem Abend natürlich Queens Of The Stone Age. Die Jungs um Sänger uns Frontmann Josh Homme lieferten wie gewohnt ihre Hammer-Show. Ohne Mätzchen, ohne Schickimicki. Das neue Album plus die meisten ihrer Hits.
Um dem Ganzen noch einen drauf zu setzen, waren die besten Freunde aus der alten Heimat Erfurt mit dabei. Da konnte also gar nichts schief gehen und es ging auch nicht. Bis auf einen gebrochenen kleinen Zeh. Aber den nehm ich für diesen Abend gern in Kauf.

Josh Homme und seine Jungs aus der letzten Reihe gehört und betrachtet

Alles auf einmal

Manchmal bekommt man alles auf einmal. Naja, nicht alles im Sinne aller Wünsche. Aber eben alles in Sachen Freunde und Mugge. Dienstag (3. Juni) ist es soweit. Da kommen viele Freunde aus Erfurt nach Berlin. Am Nachmittag werden wir uns im Biergarten treffen. Klönen, essen und, natürlich, Bier trinken. Und dann gehen wir gemeinsam in die Zitadelle Spandau. Da spielen an einem drei Bands, die wir alle mögen. An einem Abend. Alle drei. Das hat schon Seltenheitswert, das hat was. Und wir werden feiern, singen, brüllen und uns in den Armen liegen. Mitsingen, klatschen, Zugabe rufen. Dienstag abend. Wenn MASTERS OF REALITY spielen. Und dann die EAGLES OF DEATH METAL. Eine Freundin aus Erfurt freut sich jetzt schon riesig besonders auf die. Beim letzten Mal gabs ein Küsschen vom Sänger. Wer weiß, was dieses Mal passiert. Und, als wenn dies nicht schon Gutes genug wäre, dann spielen noch QUEENS OF THE STONE AGE. Auch nicht zu verachten. Ganz im Gegenteil. Das wird ein Konzert. Das wird ein Abend. Und die Freunde aus der Heimat sind dabei. Selten so auf ein Konzert gefreut. Und wieder mal in Berlin.