Florida Tage 3 bis 5

Tag 3

Von Naples geht es in Richtung Fort Myers. Noch immer spüren wir die Auswirkungen des Hurrikans, wenn sich das Wetter auch langsam bessert. Ein Besuch am Riversidepark in Fort Myers endet jedoch im Gewitterregen. Wir nutzen das aus und fahren ein bisschen durch die Gegend, was am Ende an einem wunderbaren Ort endet: St. James City am südlichen Ende von Pine Island. Hier ist scheinbar die Ruhe selbst zuhause und wir gönnen uns ein Bierchen mit Blick aufs Wasser und jede Menge Yachten. Direkt daneben nicht der Southernmost Point der USA, sondern der Drunkenmost Point… 

Am späten Nachmittag noch nach Fort Myers Beach ein wenig barfuß in der Wellen am Strand wandern – so, wie wir uns das für Florida täglich einmal vorgenommen haben.

Bisher gefahrene Kilometer: 713

Gelaufene km (inkl. New York): 65

Hotel: Howard Johnson by Windham Fort Myers

Tag 4

Ausnahmsweise gönnen wir uns ein spätes Frühstück in einem Diner der „Danny´s“-Kette. Ein Blick in die Karte verrät, dass sich auch hie reiniges geändert hat. Bei unseren ersten Besuchen vor Jahren war der Kaffee so „geht grad so“ und die Karte strotzte nur so von Kalorien reichen Speisen. Wir werden dieses Mal überrascht mit gutem Kaffee, einer Spezialkarte für gesundes Essen (u.a. Eiweiß-Rührei und Oatmeal-Müsli) sowie verschiedenen Sorten Bacon (z.B. Truthahn). Es ist alles lecker und eine gute Grundlage. Weiter geht es zu einem kleinen Beach-Statepark, der sich aber als fast unzugehbar erweist, da die Wege teils sehr nass sind und es scheinbar keinen Strandzugang gibt. Wir brechen ab und fahren zurück um am Ende wieder am Fort Myers Beach zu landen – mit einer etwas längeren Wasser-Strand-Wanderung.

Bisher gefahrene Kilometer: 804

Gelaufene km (inkl. New York): 71

Hotel: Howard Johnson by Windham Fort Myers

Tag 5

Von Fort Myers aus geht es weiter in Richtung Port Charlotte, wo unser nächstes Hotel wartet. Die Sonne lugt durch die Wolken und es scheint ein trockener und heißer Tag zu werden. Also auf zum Myakka River State Park. Diesmal kein Wander- sondern ein Fahrtweg rund durch den Park. Der Fluss beheimatet jede Menge Vögel, Alligatoren, Schildkröten und anderes Geflog und Gekriech. Wir erhaschen wenige Blicke auf Alligatoren, die sich in der Mittagshitze lieber unter der Wasseroberfläche aufhalten, dafür aber jede Menge Schlangenhalsvögel, Waldstörche sowie Reiher aller Arten. Was noch fehlt ist der Strand. Diesmal: South Venice inkl. Strandbar, wo es n preiswertes Bier nette Unterhaltung sowie Blick aufs Meer inkl. gibt. Und vor allem: Sonne.

Bisher gefahrene Kilometer: 945

Gelaufene km (inkl. New York): 74

Hotel: Days Inn by Windham Sarasota Bay

 

 

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Mexico Beach – dort waren wir im letzten Florida-Urlaub 2013. Jetzt hat Hurrikan Michael große Teile des Ortes zerstört. Wir sind in Gedanken bei unseren ehemaligen Gastgebern und allen anderen Betroffenen.
#Hurrikan #Michael

https://www.al.com/news/2018/10/mexico-beach-florida-wiped-out-by-apocalyptic-hurricane-michael.html

Florida Tage 1 + 2

Florida Tage 1 + 2

Nach sieben Tagen „Vollgas“ New York hatten wir am vergangenen Sonntag einen wunderbar kurzweiligen Flug von LaGuardia nach Miami. Die Boeing 737-800 MAX von American Airlines brachte uns in 2:40 Stunden in den Sunshinestate. Dort angekommen, hatten wir schnell unseren SUV und haben uns auf den Weg nach Everglades City gemacht. Ohne den Ort zu beleidigen: es ist ein Kaff. Aber es war genau der richtige Ort, um vom New-York-Tempo runterzukommen. Ein Bad im Pool unseres Hotels und ein Sandwich aus dem Supermarkt, ein paar Bier und schob bald lagen wir in unseren Betten. Der Tiefschlaf wurde nur  einmal unterbrochen: Die ersten Ausläufer des Hurrikans brachten Gewitter und einen irre starken Regen am frühen Morgen.

Nach dem typischen amerikanischen Hotelfrühstück (Toast, Bagels, Butter, Marmelade, Cornflakes, Müsli, Kaffee und – in Florida Standart – richtig guter Orangensaft) ging es zunächst ein paar Meilen in Richtung Miami zurück, um das Big Cypress National Preserve zu besuchen – ein Naturschutzgebiet innerhalb der Everglades. Zwei Offroad-Pisten führen als Rundwege durch das Schutzgebiet – eine eher kurze (halbe Stunde) und eine etwas längere (mehr als eine Stunde) führen an Sümpfen, flussähnlichen Gewässern und weiten Mangrovenwäldern vorbei. Mit Glück kann man hier Alligatoren sehen (haben wir), geschützte Vogelarten (haben wir) oder den sehr seltenen Florida Panther (haben wir nicht).  Auf jeden Fall war es den Besuch wert – eine Empfehlung an alle, die mal zwischen Miami und Tampa auf dem Tamiami-Trail (sprich Tami Ami) unterwegs sind.

Am Nachmittag ein kurzer Besuch in Downtown Naples und eine Stunde barfuß am Strand, dann ging es auch schon ins Hotel Nummer zwei: Naples Garden Inn

Bisher in Florida gefahrene Kilometer: 315

Gelaufen: 56 (inkl. NYC)

Tag 2

Vom Hotel in Naples ging es dann nach dem Frühstück (direkt am Pool – sehr cool) in Richtung Corkscrew Swamp Sanctuary – ein weiteres Naturschutzgebiet in den westlichen Everglades im Collier County. Ein etwa vier Kilometer langer Holzplanken-Rundweg führt durch den „Korkenzieher-Sumpf“, auf dem man wiederum Tiere und vor allem Pflanzen sehen kann. Bei gefühlten 40 Grad (tatsächlich waren es 33) und der vorherrschenden hohen Luftfeuchtigkeit, kam uns dieser Ausflug wie eine kleine Kur vor. Wir waren hinterher erholt und sehr entspannt. Ein weiterer Tipp für diese Gegend.

Bevor es zum Hotel in Fort Myers ging, musste unbedingt noch ein Besuch auf Sanibel Island sein. Wir wollten unsere Füße noch im Sand und in den Wellen des Golfes versenken. Daraus wurde nichts. Der höchste Stand der Flut und die Auswirkungen des Hurrikans Michael hattzen alle Strände komplett überspült. Keine Chance auf eine Strandwanderung. Okay, also zum Hotel:

Howard Johnson by Wyndham Fort Myers

Bisher gefahrene Kilometer: 524

Gelaufen (inkl. NYC): 61

NYC Tag 7: Brunch bei Freunden

NYC Tag 7: Brunch bei Freunden

Das Schöne, wenn man New York schon mehrfach besucht hat, ist die Zeit, die man sich nehmen kann. Zum Beispiel einen halben Tag für einen Abschiedsbrunch bei Freunden. Genauso haben wir das gemacht. So ein Brunch mit allem, was man sich wünscht: Bagels, Cremecheese, Jam, Cheese-Omelette, Key Lime Pie und natürlich jede Menge Kaffee. Und Geschichten beiderseits über Vergangenes und Kommendes. Schnell kommt dabei heraus: Wir kommen wieder. Denn auch nach dem siebten Besuch ist vieles noch nicht gesehen. Besonders Neues. An der Spitze dabei steht Hudson Yards, die neue Stadt in der Stadt mit der demnächst höchsten Außen-Terrasse. DAnn das neue Williamsburg, die Bronx Brewerie, die dieses Jahr leider geschlossen hatte, neue Fährverbindungen und alte. Und die Fahrt den Hudson River hinauf. Genug für noch mehrere Besuche.

Das war´s also für 2018 in New York. Jedoch ist der Break dieses Mal nicht ganz so hart. New York – Berlin. Das ist immer ein harter Schlag für mich. Dieses Jahr nicht. Denn jetzt kommen zwei Wochen Florida. Berichte an dieser Stelle folgen.

New York – Bilanz:

53 gelaufene Kilometer

23 x mit der Subway gefahren

5 x Bus

4 x Fähre

Ein kurzer Abstecher nach Manhattan darf natürlich auch bei uns nicht fehlen

NYC Tag 6: Mal wieder Williamsburg

Hier waren wir 2009. Damals auf unserer Hochzeitsreise -unserer erste gemeinsame Reise nach New York. Da sollte es unbedingt auch nach Williamsburg gehen – damals noch als BZ-Redakteur. Neun Jahre später also wieder hin, diesmal auf anderen Wegen. Während wir 2009 mit dem Bus die „City“ des Brooklyner Stadtteiles erreichten, ging es gestern zunächst erst einmal Richtung Central Station, dann zu Fuß bis zur 34. East und dort zur Fähre. Denn Fähre fahren – das fetzt – FFF 😉 Die Jet-getriebenen Katamarane brausen mit 25 Knoten über Hudson und East River und man ist fast immer schneller am Ziel, als mit New Yorks Subway, die an Altersschwäche leidet und längst an ihre Grenzen gekommen ist.

Also Fähre: Von Midtownauf der einen nach Williamsburg auf der anderen Seite des East River. Dort zunächst einen kurzen Fußweg zum gerade neu eröffneten DOMINO Park. Nicht gerade groß in der Fläche, aber groß in der Anlage. Zum einen steht im Hintergrund die beeindruckende Ruine einer alten Zuckerfabrik, zum anderen hat man hier eine Aussicht, die in New York ihresgleichen sucht (zumindest zu ebener Erde): Links der Blick auf die neue Skyline von Brooklyn, dann der Blick durch die drei Brücken Williamsburg Bridge, Manhattan Bridge und Brooklyn Bridge auf die Freiheitsstatue.

Dann folgt der Blick auf Downtown Manhattan inkl World Trade Center. Dann in der Ferne die fast fertigen Skyscraper von Hudson Yards und rechts schließlich Midtown Manhatten mit UNO-Headquarter, Empire State Building und alles andere. Schon beeindruckend, dies alles mit einem kurzen Rundblick erfassen zu können. Ein guter Platz, um Neuankömmlingen und Erst-Besuchern die Ausmaße Manhattans zu zeigen.

Dann also Williamsburg. Vom DOMINO Park die Grand Street hinauf und dann die Bedford links runter. 2009 war das hier ein noch recht runtergekommenes Viertel mit zwei, drei Restaurants und der Brooklyn Brewerie – Vorreiter für viele folgende Craft-Brauereien nicht nur in New York. Damals mussten wir uns von der Busfahrerin noch ansagen lassen, wo Downtown Williamsburg ist, denn mitbekommen hätten wir es nicht unbedingt.

Jetzt ist Grand/Ecke Bedford das genaue Gegenteil. Ein sanierter Stadtteil mit unendlich vielen Kneipen, Restaurants, Klamottenläden (ohne Ende!) Kunstgalerien, Plattenläden (u.a. Rough Trade) und voll von Leben und viel Gefühl. Man kennt das ja auch aus Berlin und anderen Städten. Das hier aber ist nochmal einen Zacken schärfer, ein bisschen cooler und vor allem viel entspannter. Ich denke, das ist genau das, was viele aufkommende Viertel New Yorks von denen in Deutschland unterscheidet: Bei allem Neuen und Alten – hier ist alles irgendwie entspannter.

Bisher gelaufene Kilometer: 48

 

NYC Tag 5: Harlem + The Bronx

Auch da fahren wir traditionell hin: Nach Harlem und weiter in die Bronx. Dieses Mal gab es sogar, neben diversen Schuh- und Klamottenläden, ein besonderes Ziel: The Bronx Brewerie. Wir hatten Pech: Geschlossene Veranstaltung. Und das nach nem „Spaziergang“ durch die South Bronx… !!! Dafür ist unser Café in Little Italy / Bronx immer noch geöffnet und somit nahm der Tag noch einen guten Verlauf.

Bisher gelaufene Kilometer: 37

Harlem + The Bronx in black / white / red

NYC 2+3+4

NYC 2+3+4

Tag zwei. New York

Die beste Nachricht zuerst: Wir haben unser Gepäck wieder. Entgegen dem Chaos auf dem Flug hierher verlief mit dem Gepäck dann alles easy. Lufthansa kündigte an, unsere Koffer am nächsten Morgen zu liefern und das fand dann auch so statt. Eine Mail von LH mit der Nachricht, dass das Gepäck um 10:58 ausgeliefert worden sei, konnten unsere Freunde bestätigen und somit waren wir wieder komplett.

Der zweite Tag hier verlief dann wie gewohnt: Kurzes begrüßen der Gegend hier, also eine Zwei-Stunden-„Wanderung“ durch Brooklyn und Park Slope, gefolgt von einem Kurz-Besuch am Broadway/Manhattan. Am Abend dann meine erste Lesung außerhalb Deutschlands. Es war grandios – Freunde von mir, die derzeit hier leben, waren gekommen und Freunde unserer Freunde – ziemlich ausnahmslos Journalisten. Sogar eine echte New Yorkerin war dabei – obwohl sie gar kein Deutsch versteht. Egal, da wurde einiges simultan übersetzt und so war ein ein phantastischer Abend. Alle Bücher, die ich mit hatte, gingen über den „Ladentisch“. Natürlich signiert und gewidmet.

Tag drei Stand diesmal im Zeichen des Greenwood Cemetery – einer der berühmtesten Friedhöfe New Yorks sowie der Mile Long Opera.

Der Friedhof wurde in South Slope auf dem höchsten Punkt Brooklyns errichtet. Schon das neogotische Tor ist beeindruckend und der Friedhof an sich dann noch mehr. Es ist ein aktiver Friedhof und so stiegen auch gerade dunkle Rauchwolken aus dem Kamin des Krematoriums, als wir eintrafen. Aber das änderte nichts an der Schönheit dieses Ortes. 600.000 Gräber soll es da geben.  Lage und Höhe gestatten immer wieder neue Ausblicke auf Manhattans Skyline, von der man sich sowieso nicht satt sehen kann. Die Zahl der Prominentengräber ist ebenso groß, wie der Friedhob an sich. Hier liegen zudem viele Opfer diverser Kriege. An Prominenz seinen Leonard Bernstein, Jean-Michel Basquiat oder Charles Clyde Ebbets genannt.

Die New York Times brachte es 1866 auf den Punkt: „Es ist der Ehrgeiz der New Yorker auf der Fifth Avenue zu leben, ihre Spaziergänge im Central Park zu unternehmen und sich zu seinen Vätern in Green-Wood zur (letzten) Ruhe zu legen. (Wikipedia)

Zur Mile Long Opera werde ich extra etwas posten – denn das verdient diese Veranstaltung.

Ach so: Ich sitze beim Schreiben traditionell bei Starbucks um die Ecke. Habe mir am ersten Tag für zwei Dollar einen Mehrwege-Becher gekauft, damit man hier nicht so viel Müll produziert. Tolle Idee. Ich hoffe, das setzt sich auch in Deutschland bald flächendeckend durch.

Bisher gelaufene Kilometer: 19

Tag vier. New York

Der Wetterbericht sagte für heute den heißesten Tag (28 Grad) voraus und somit war klar, was wir machen: Mit der Subway bis DUMBO, dort am East River bis zur New York Ferry schlendern und mit dieser nach Rockaway brausen. Wenn diese Jet-getriebenen Fähren mit 25 bis 30 Knoten (45 bis 55 km/h) über River und Atlantik jetten – dann bläst das einem nicht nur die Haare aus dem Gesicht, sondern vermittelt einem auch ein besonderes Gefühl. Auf Rockaway haben wir dann die Füße in die Atlantik-Wellen getaucht und den John Riis Statepark besucht, Ein wenig Sonnen verbrand aber glücklich ging es am späten Nachmittag zurück nach Brooklyn, wo wir den Tag in einem mexikanischen Restaurant ausklingen ließen. Diese Tour können wir allen empfehlen, die wiederholt in New York sind und mal einen Tag die Füße schonen wollen.

 

Bisher gelaufene Kilometer: 28