Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung,

aber nicht auf eigene Fakten.

Daniel P. Moynihan (angeblich)
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…und noch eine Bewertung

Auch diese Bewertung für meinen Thriller Genquotient 8713 muss ich hier einmal posten: (mit Dank an „KVEL“)

Gut – besser – super gutes Lesefutter.

Inhalt (gemäß Verlagshomepage):
Ein Bombenanschlag auf eine Berliner U-Bahn mit vielen Todesopfern und Verletzten versetzt die Stadt in Schockstarre.
Doch wer ist dafür verantwortlich?
Linda Hawkins, Leiterin einer amerikanischen Sondereinheit, hat den Islamischen Staat in Verdacht.
LKA-Hauptkommissar Konrad Berger ist dagegen überzeugt, dass militante Umweltaktivisten dahinter stecken.
Nur Ex-Kommissar Doering bemerkt die fragwürdigen Lücken in den verschiedenen Theorien und versucht sie zu schließen. Doch mit jeder neuen Erkenntnis erhärtet sich ein Verdacht, der ihn erschaudern lässt.

Anmerkung aus dem Romaninhalt:
Mit Genquotient ist hier die eindeutige Identifizierung einer Person gemeint, indem aus der DNA, dem Geburtsdatum und -ort sowie anderen Daten ein 24-stellilger Code aus Ziffern und Buchstaben ermittelt wird.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch durch Zufall entdeckt – Gott sei Dank, denn sonst hätte ich echt etwas ganz Besonderes verpasst.
Definitiv werde ich mir diesen Autor merken!

Ich fand es sehr gut, dass auf die Entwicklung zwischen den Ermittlern Doering und Linda Hawkins nicht zu vertiefend eingegangen wurde, sondern das Hauptaugenmerk des Romans auf den Ermittlungen selbst gelegen hat.

Als Leser machte es mir Spaß die vom Autor gelegten Spuren mitzuverfolgen und meine eigenen Vermutung während des Lesens anzustellen.

Mein ehrliches Kompliment an den Autor!
Handwerklich, also sprachlich und stilistisch, fand ich den Roman absolut großartig und sehr klug aufgebaut.
Die Spannung bleibt für den Leser permanent , also wirklich vom Anfang bis zum Ende, erhalten.

Zitat vom Buchrücken:
„Der Autor hat ein breites Netz von Spuren und Ereignissen ausgelegt, er führt seine Leser an verschiedene Schauplätze – zu den möglichen Tätern wie jenen, die sie jagen. Aber verraten wird vor der Zeit nichts, auch wenn man einzelne Puzzlesteine passend finden kann.“ – Andreas Montag, Mitteldeutsche Zeitung
-> Ich finde treffender kann man diesen Roman nicht beschreiben!

Thematisch liegt dieser Roman gänzlich auf meiner Wellenlänge.

Fazit: Richtig, richtig gut!

 

Genquotient 8713

Ich bedanke mich bei Nele für diese Buch-Rezension:

Unfassbar packend

Genquotient 8713 von Ole Pankow hat mir eine schlafarme Nacht bereitet- genau so wie  ein wirklich guter Thriller sein sollte.
Ein Anschlag in der Berliner U-Bahn, einer in einem Restaurant am anderen Ende der Welt, es gibt Tote und viele Verletzte.
Schnell wird das Augenmerk auf den islamistischen Staat als Attentäter gelegt, nur der ehemalige Kommissar Doering sucht auch nach anderen Tätern. Was er im Laufe der Ermittlungen herausfindet lässt einen gruseln.
Endlich mal wieder ein ganz normaler Kommissar, der nicht alkoholabhängig und rumpöbelnd durch die Gegend läuft. Dennoch hat auch er ein Problem, seine Augenkrankheit und Ex-Kollegen mit denen er  nicht so auf einer Wellenlänge liegt.
Der Schauplatz Berlin hat mir sehr gut gefallen und ist äußerst stimmig.
Dem Autor ist es hervorragend gelungen nach einer paar Seiten eine Spannung aufzubauen und diese bis zum Ende ohne Probleme zu halten. Durch den excellenten Sprachstil entstanden keinerlei Längen.
Ole Pankow hat unheimlich viele Fährten ausgelegt, denen ich als Leserin nur zu gern gefolgt bin, um dann am Ende doch noch überrascht zu werden.
Genquotient 8713 ist ein außergewöhnlich und hervorragendes Debut welches weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient.

Ein Gedicht

War heute auf der Suche nach älteren Fotos diverser Ferienhäuser. Was habe ich gefunden? Ein Gedicht von etwa 1985:

 

regen im mai

 

traurigkeit und regen vereint

in den straßen so grau

in der ferne das licht

so dunkel erscheint

 

auf das dach so laut

die tropfen am fenster

gleichen takt trommelt

der schmerz auf der haut

 

schatten fliegen vorbei

ungesprochene worte im wind

kann man nicht fassen

regen im mai

 

2019

Ich wünsche allen Buch- und BlogleserInnen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr! Danke für die Genesungswünsche und für ein gutes 2018 mit tollen Lesungen und vielen Buchverkäufen!

Florida Tag 15

Tag 15

Das war es also in St. Petersburg. Eine Woche Old Historic Northeast (District), eine Woche in dieser sehr schönen und coolen Stadt. Eine Stadt voller Kunst und Kultur und zusätzlich noch zwischen Tampa Bay und Golf von Mexico. Eine Kombination, die es so nur einmal gibt. Eine Stadt, in der es zu leben lohnt. Scheint es uns jedenfalls, denn hier herrscht trotz des Aufbruchs eine angenehme Ruhe im Vergleich zu den Städten an der Ostküste Floridas. Besonders unser „Kiez“ hat die Ruhe weg. Hier, etwa 15 bis 20 Minuten Fußweg von Downtown entfernt, hört man die Vögel zwitschern und ab und an einen Helikopter, der seine Touri-Runden über Bay und TriCity (St. Pete, Clearwater + Tampa) dreht. Was hier besonders auffällt: die alten Häuser im typischen Stil der Südstaaten haben ihre Terrassen zur Straße hin. Tim, der im Café nebenan gut geröstete Bohnen von Fairtradekaffees unters Volk bringt, weiß, was es damit auf sich hat: „Früher war es eine Art Schutz. Man konnte von der Terrasse aus sehen, wer kommt: Freund oder Feind? Bekannt oder fremd? Auch entstand so ein Gemeinschaftsgefühl mit Nachbarn, da sich alle immer sehen konnten“, erzählt Tim während er mir meinen Kaffee in meine Mug (nach drei Tagen habe ich bereits eine „Stammtasse“) gießt.

„Heute dagegen sitzt man wieder gern zur Straße hin und nutzt das, um vorbeikommende Nachbarn einzuladen. Man schwatzt, klatscht über andere Nachbarn, das Wetter oder die Politik und trinkt etwas. So entstehen teils wichtige Momente im Leben, die es mit Terrassen hinterm Haus nie gegeben hätte.“ Ich höre Tim zu und denke dabei an so manch Deutschen, dessen Zaun zum Nachbarn nicht hoch genug sein kann und an all die Terrassen hinter den Häusern, damit man seine Ruhe hat. A Neighborhood of Colonial and Palm Trees, schrieb passend die New York Times.

St. Petersburg also, ich denke, wir kommen wieder. Nun aber heißt es Abschied nehmen. Die letzten Tage hier in Florida brechen an und heute geht es mit dem Mietwagen an die Ostküste Floridas. Dort kommen wir am frühen Nachmittag an. Im Hotel fragen wir nach dem besten Strand: Jensen Beach. Nichts wie hin. Der Strand ist wild und schön aber heute dermaßen stürmisch, dass es uns den Sand und das Salz in die Augen treibt. Wir brechen ab und verbringen den Abend am Pool und auf dem Zimmer mit einem Caesar Salad vom Lieferservice und unserem wahrscheinlich letzten (für 2018) gerade erworbenen Zwölf-Pack Sam Adams Octoberfest.

Bisher gefahrene Kilometer: 2143

Gelaufen (inkl. New York): 101 km

Unterkunft: Days Inn Fort Pierce