Weltmeistertragödie

sommerloch_2014_aEs ist eine Tragödie. Nicht gar zu schlimm. Aber eben doch. Deutschland ist Weltmeister. Fußball-Weltmeister. Und so hatten die Medien einen Tag lang eine Schlagzeile. In vielen Variationen. Weltmeister. Einen Tag danach war es dann schon langweilig. Beziehungsweise wäre es langweilig geworden. Denn was ist schon ein Weltmeistertitel, der drei Tage alt ist? Nichts weiter als ein jedes andere Sportereignis. Langweilig wie das Wetter der vergangenen Woche. Jedenfalls aus Sicht der Schlagzeilenmacher. Sicher, man wird noch länger berichten. Aber für die ersten Seiten der Medien hat auch ein Weltmeistertitel seinen begrenzten Wert.Die mediale Halbwertszeit ist auch für einen solchen Titel nicht sehr lang.

Nehmen wir mal an, Deutschland wäre Vizeweltmeister geworden. Oder schlimmer noch, Dritter. Oder gar Vierter? Welch Tragödie. Für Fans und Team. Für Deutschland. Nicht aber für deutsche Medien. Ein Vizemeistertitel hält medial länger als der Sieg. Da hätte man noch Wochen berichten können, warum wer wann wieso versagt hat. Wer der Schuldige ist. Die Schuldigen sind. Dann, nach zwei, drei Wochen der Aufarbeitung, hätte man, wieder wenigstens ein paar Tage lang, Nachfolger fordern können. Für den Trainer. Den Co-Trainer. Den Physiotherapeuten. Den Torwart. Dann wäre der Trainer gegangen. Und der Co-Trainer. Wieder Schlagzeilen für Tage oder Wochen. Medienfutter für einen ganzen Sommer lang. Aber nun sind wir Weltmeister. Medienfutter für eine Woche nur. Wenn überhaupt.

Da kam das Ereignis bei der Siegesfeier doch zu rechten Zeit. Der Gaucho-Tanz. Und egal, ob man ihn gut fand oder nicht, ob man dafür oder dagegen, ob man Fan ist oder nicht, ob man es den Jungens gönnt oder nicht, ob peinliches Eigentor oder Nazi-Folklore – ganz egal, es ist Futter für wenigstens einen halben Sommer lang. Die einen werden noch lange über das Ereignis an sich berichten, andere über die Reaktionen der anderen darauf, die nächsten dann über die Reaktionen der anderen auf die Reaktionen ganz anderer.  Eine Minute WM-Party, die mehr ausgequetscht wird als alle Spiele zusammen. Und so wird am Ende aus der Weltmeistertragödie für die Medien doch noch ein lohnenswertes Ereignis, das zusammen mit ein bisschen aufgebauschter Siegesfeierlaune über den Sommer helfen wird.

 

Einfach nur…

Wir sind dann mal weg. Nicht gleich in der Wildniss Amerikas. Aber immerhin in den Masuren. Paddeln mit Freunden. Natur pur. Ruhe. Lagerfeuer. Campen. Mal wieder ohne den ganzen Internetkram. Einfach nur vorhanden sein und leben. Bis dann.

Bilder aus der Fotokiste IX

carneval_club_01Kein Bild, aber immerhin aus ner alten Fotokiste. Ich weiß es noch wie heute: Wir hatten dazu einen Super-8-Film gedreht. Einen richtigen Western. Sind dazu in den Harz gefahren, nach Wettin und sonstwo hin. Nur, um diesen Karnevals-Western zu drehen. Und dann war alles im Arsch. Der Film war doppelt belichtet. Man sah unseren Haupthelden Festus, wie er von der Klippe sprang. Aber gleichzeitig sah man ein Fußballspiel. Der Film wurde dann aber trotzdem so gezeigt. Und an dieser Stelle waren es dann “die Träume”, die unseren Haupthelden durcheinander brachten. So wurde das damals gemacht. Keine Chance für eine Wiederholung. Weder zeitlich noch materiell. Aber Fußball und der Wilde Westen – auch damals schon zwei unzertrennliche Dinge. Was ich nicht mehr weiß: Warum es 6. ODER 7. März hieß… Konnte man es sich aussuchen? Oder waren wir uns nicht sicher, an welchem Tag wir im BALTIC Karneval feiern durften…???

 Mehr Bilder aus alten Kisten

Deutsche Post. Kein Sommermärchen

Ich dreh mich noch einmal um, bevor ich dran bin. Doch da ist nichts Auffälliges zu sehen. Ich seh an mir herunter, checke meine Kleidung: dem Wetter angemessene Shorts, Sandaletten sowie mein rot-weiß gestreiftes Hemd. Alles wie immer also bei solchen Temperaturen. Ich komme gerade aus dem Schwimmbad, bin also frisch geduscht und somit in der Lage, anderen Menschen gegenüber zu treten, ohne sie mit Gerüchen zu belästigen. Meine Hand streicht kurz über den Kopf – auch meine Haare sind wie immer, sie stehen also nicht ab und ich habe mir auch beim Schwimmen keinen Irokesenschnitt geholt. Ganz nebenbei werfe ich noch einen Blick zur Seite, wo sich mein Ebenbild  in einer Glastür spiegelt – ich kann jedoch nichts Ungewöhnliches entdecken. Die Frau hinter mir lächelt, der Typ daneben sagt keinen Mucks. Ich selbst mache auch ein Schönwettergesicht, bin gut drauf, bei bester Laune. Ich frage höflich und dezent nach den Preisen für ein Einschreiben mit Rückschein und für ein Einwurfeinschreiben ohne Rückschein, neige dabei fragend leicht den Kopf und lächele wieder.

WARUM ALSO GUCKT MICH DIE POSTFRAU HINTERM TRESEN AN, ALS HÄTTE SIE EIN VOLLPFOSTEN IN STINKENDENR KLEIDUNG MIT DEM TODE BEDROHT?

Schnappschuss der Woche

P1080828Zufällig am Kudamm entdeckt: die beiden jüngsten Stones-Fans, die heute zum Konzert nach Berlin gekommen sind.

Sonic Highways

Allen bpb-Lesern und FFFans erholsame Pfingsttage!

Ding des Monats XXII

…und niemand applaudiert!

Ulis erster Stuhlgang

hoeneß_wurst_02aEs wird seit vielen Jahren mein erster ohne Loch. Mein erster Sommer. Ohne Sommerloch. Also, nicht, dass es dieses Jahr nicht nicht existent sein wird. Aber ich muss mich nicht aktiv daran beteiligen. Ich muss es nicht außreißen und schon gar nicht buddeln. Dieses Jahr bin ich endlich einmal auf der anderen Seite der Macht. Muss nicht längst überholte Statistiken aufmöbeln, nicht uralte Storys aufwärmen, keine Interviews des Vorjahres mit einem Telefonanruf auf den neusten Stand bringen, nicht tagelang im Archiv wühlen, um relevante Schlagzeilengeschichten vorproduzieren zu können. Seit langer Zeit (etwa 22 Jahre) endlich mal raus aus dem Geschäft der ach so tiefgründigen Sommerlochmediengeschichten. Die meinen Kollegen und mir so oft den Sommer verregnet haben. Weil man aus Scheiße Bonbons machen musste. Immer wieder. Und immer wieder die gleichen Bonbons aus der gleichen Scheiße. Das ist nun vorbei. Dieses Jahr darf ich endlich einmal nur zusehen und schauen, welche Bonbons es zu kaufen gibt. So richtig kann ich mich allerdings nicht darauf freuen. Denn wenn der erste Knast-Tag von Uli H. fast allen Medien die Schlagzeile wert war, dann habe ich Angst. Angst vor “Ulis erster Stuhlgang hinter Gittern”. Und die ganze Scheiße danach.

 

Umzug nach Lissabon

l0006Mal wieder fällt ein Abschied schwer. Der Abschied von Lissabon. Eine Stadt wie keine andere. Klar, das trifft auf die meisten Städte zu. Lissabon aber ist besonders. Irgendwie immer noch, auch 40 Jahre nach der Nelkenrevolution, im Aufbruch. Ein bisschen wie OstBerlin nach der Wende. Wenn ich Mitte zwanzig wär, würde ich nach Lissabon umziehen und mich hier selbstständig machen. Ein Restaurant oder einen Club eröffnen. Möglichkeiten gibt es schier unendlich viele. Lokalitäten ebenso. Eine Stadt mit viel Geschichte und noch mehr Zukunft. Eine Stadt, die man über Treppen erklimmt, eine Stadt, die einen gefangen nimmt. Mit Menschen, die nicht auffallen. Und schon gar nicht unangenehm. Man fühlt sich mittendrin, nicht nur dabei und taucht ein in diesen Fluss des gemäßigten Tempos einer Metropole, die eine sein möchte und doch überraschend keine ist. Ganz ohne die metropolistischen Eigenarten Stress, Hektik, Schmutz und Reichtum. Dieser ist vergangen und doch überall noch zu sehen. Der finazielle Reichtum der Stadt zu Zeiten Vasco da Gamas. Lissabon ist anders reich. Reich an schönen Orten, reich an Flair, reich an Geschichte sowieso. Eine Stadt, in der man den Kaffee im oder vor dem Café trinkt, statt aus dem Becher in der U-Bahn, eine Stadt, in der es Lokale gibt, die Kuchen und Bier anbieten (ja, auch preiswert im Menü),  eine Stadt, in der man mit einem Aufzug von der Unter- in die Oberstadt fahren kann. Das und vieles andere gibt es eben nur hier. Ein Umzug nach Lissabon wird es nun nicht mehr. Aber der nächste Besuch ist schon geplant.

60 Cent

l005Sechzig Cent kostet ein Espresso hier. Hier in Lissabon. Manchmal auch 70 oder 80 Cent. Aber nicht mehr. Den besten, den ich bisher getrunken habe, gibt es gleich hier bei uns im Haus. Im Erdgeschoss unseres Hauses, wo in der vierten Etage unsere Ferienwohnung ist, gibt es gleich zwei Lokale: Eine Pastelaria und eine Cervejaria. Hier Kaffee, Nata und frische Brötchen. Da Bier und eine Spezialität, die ich eher in den USA verortet hätte. Das Steak-Sandwich ist aber wohl in Lissabon zuhause. Doch dazu später. Hier geht es um den Kaffee. Den kleinen Kaffee. Hoch konzentriert wie ein Espresso. Und verdammt lecker. Das Beste aber ist, dass man kaum jemanden sieht, ja, dass es kaum jemanden gibt, der sich seinen Kaffee in einen Becher füllen lässt. Kaffee zum Mitnehmen oder, to go, wie es  neudeutsch heißt, ist hier nicht angesagt. Man trinkt den Kaffee im Café. Oder davor. Im Sitzen. Oder im Stehen. Aber man nimmt ihn nicht mit. Man nimmt hier etwas anderes: Man nimmt sich die Zeit, den Kaffee im  Café zu trinken. Schon wieder so etwas, das diese Stadt verdammt sympathisch macht. Lissabon, du wirst immer besser.

Die grüne kommunistische CDU

P1060223Lissabon ist Hochburg der CDU. Allerdings sind das hier Grüne und Kommunisten. Ein Bündnis, das woanders wohl gründlich schief gehen würde.

80 Stufen

l001Um eins, das war schnell klar, müssen wir uns bei unserem Kurzurlaub in Lissabon keine Gedanken machen: Zu wenig Bewegung. Schon am ersten Tag haben wir den Charakter der Stadt ein wenig kennengelernt. Erbaut auf sieben Hügeln, wie manch andere Stadt, geht es in Lissabon ständig hoch und runter. Mal sind es steile Straßen oder Gassen, mal Treppen. Und, damit erst gar keine Langeweile aufkommt, führen 80 Studen zu unserer Ferienwohnung am Praça Luís de Camões. Am Ankunftstag gestern haben wir die dann bereits viermal ersteigert. Bei der Ankunft, nach dem Einkauf, nach dem ersten Stadtrundgang, nach dem Abendessen. Und, was soll ich sagen, schon beim vierten Mal war´s nicht mehr so schlimm wie beim ersten Mal. Und noch etwas steht bereits jetzt schon fest: Diese Stadt ist phantastisch, wir fühlen uns hier so richtig wohl. Städte am Meer haben eben immer wieder etwas Besonderes, und Lissabon dazu noch Flair wie keine andere. Noch am Flughafen in Tegel bekam ich ein Gespräch mit, bei dem es um Lissabon ging. Groß, dreckig, gefährlich, uninteressant. Groß – ja. Gefährlich – keine Ahnung. Uninteressant? Auf keinen Fall. Und dreckig? Bisher nichts zu sehen. Klar ist, dass es die City dank Salazar noch nicht schickimickisaniert ist, unter dem Diktator ging es schlimmer zu als in der Zone. Aber genau diese Mischung aus morbiden Charme und hippen Szeneleben, aus alten Pastelarias und Cervejarias sowie neuen Restaurants, aus Seefahrergeschichte und jüngster trauriger Vergangenheit machen das Flair aus, das uns schon in den ersten Stunden gefesselt hat. Einmal hier, kommt man nicht mehr los.

Nun aber muss ich erst einmal los, frische Backwaren fürs Frühstück holen. Morgen mehr aus der Stadt am Tejo, an dessen Uferpromenade wir gestern kurz überlegen mussten, ob wir nicht doch an die kalifornische Küste geflogen waren.

Everlong

Immer wieder gern gesehen und gehört. Heute zum Abschied. Sind dann mal weg. Eine knappe Woche Lissabon. Mehr dann von dort.

…und dann bring ich sie um

nma_01Irgendwann wird es soweit sein. Dann führen sie mich ab. Dann gehts direkt aus der Konzerthalle in den Knast. Dann habe ich sie umgebracht. Sie, die falschen Fans, die wir-haben-bei-einem-ratespiel-im-radio-zwei-tickets-gewonnen-konzertbesucher. Wie ich sie hasse. Oder die, die ihre Tickets zum Geburtstag, zu Weihnachten oder, noch schlimmer, zum Valentinstag, bekommen haben. Und eigentlich gar nicht hingehen wollten. Weil sie die Band gar nicht kennen. Noch nie was gehört haben vom Künstler, der sich auf der Bühne abrackert. Die, die überhaupt keine Ahnung haben, was da auf der Bühne gespielt wird. Geschweige denn, was die da singen. Ist ja ausländisch. Vasteh ma nich.

Die sind wirklich schlimm. Besonders, wenn sie neben einem stehen. Oder, noch besser und viel öfter, wenn sie direkt vor einem stehen. Hand in Hand. Arm in Arm. Und immer vor mir. Nicht vor anderen. Nein, vor mir. Irgendwann fängt Sie an, mit dem Arsch zu wackeln. Und in den Knien zu wippen. Eine Art Tanz. Wie in der Disco (sie ist auch angezogen, als ob sie zur Disco gehen wollte). Zu einem Song, der mehr politisches Statement in sich hat, als diese zwei da vor mir je in ihrem Leben von sich geben werden. Vom Geschehen auf der Bühne sehe ich nun nur noch ab und an was. Jetzt seh ich was. Jetzt nicht. Jetzt seh ich wieder was. Jetzt wieder nicht. Meine linke Hand ballt sich leicht zur Faust, die rechte knautscht den Bierbecher. Vorsicht, noch ist (teures) Bier drin.

Er nimmt dann seinen Arm von ihrer Schulter. Es ist ihm nun doch etwas peinlich. Sie legt aber schon zwei Takte später seinen Arm wieder dahin zurück. Schaut ihn kurz  Kopf schüttelnd und vorwurfsvoll an. Hallo!!! Wir haben die Karten gewonnen. Also mach schön mit, mein Hübscher. Auch wenn keiner von uns beiden weiß, was hier eigentlich abgeht. Sagt dieser Blick. Da muss Er nun durch. Oder auch nicht. Er wehrt sich. Wie? Genau! Er fängt an zu diskutieren. Während der Künstler auf der Bühne gerade seine schönste Ballade anstimmt und die ersten Takte bei den echten Fans für Gänsehaut sorgt, quatschen die beiden da vor mir dazwischen. Reden dem Künstler ins Lied. Nun ballt sich auch mein Hirn zur Faust.

Ich nehme den Becher mit dem Bier, halte ihn kurz über ihren Kopf, schütte dann den Inhalt auf sie, als gleichzeitig mein Nachbar sie anstößt und zu ihr sagt: Halt jetzt deine Fresse oder verpiss dich. Sie wollen zuerst protestieren, sehen dann aber ein, dass sie gegen 500 oder mehr keine Chance haben. Gerade, als sie sich zum Gehen entscheiden, erwache ich aus meinem Wunschtraum. Natürlich stehen sie immer noch vor mir und quatschen und tanzen und reden und meckern und reden und quatschen und reden. Nur eins machen sie nicht: Zuhören. Jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, sie umzubringen. Ich tu es nicht. Mein Messer hat der Türsteher konfisziert. Ihr Glück. Und nun ist auch das Konzert vorbei. Aber ich weiß, dass ich es irgendwann einmal tun werde. Dann bring ich sie um.

 

Miesmacher Medien

Screenshot01Sie müssen immer alles mies machen. Das ist das große Problem der Medien. Besonders der deutschen Medien. Ich denke, die Briten und Amis und Franzosen und Spanier sind da etwas anders. Die können einer Niederlage auch mal etwas abgewinnen. Nur die Deutschen nicht. Die müssen immer alles nieder, alles mies, alles schlecht machen. Aktuelles Beispiel: Mehr als 12 Mio. sehen die bittere Niederlage der Bayern. Woher wollen die das wissen? Vielleicht sahen ja zwei Millionen von den zwölf Millionen einen Sieg von Real? Gut, zwei Millionen ist vielleicht ein wenig übertrieben. Mir ist schon klar, dass die Mehrheit der deutschen Fußballfans zu Bayern hält, weil man gern zu Gewinnern hält. Das gibt einem das Gefühl, selbst ein Sieger zu sein. Meistens zumindest. Gestern war es dann doch wohl eher eine Niederlage.

Aber zurück zum Miesmachen. Warum titelt man nicht mit einem Super Sieg für Real? Realer Sieg gegen Bayern?  Weil das eben nicht geht. Die deutschen Medien sind dazu nicht in der Lage. Das Glas ist immer halb leer, die Staus immer lang, das Wetter immer Scheiße. Man könnte ja auch melden, die meisten Autobahnkilometer sind ohne Stau und übermorgen scheint wieder die Sonne. Nee. Um Jottes Willen. Das geht gar nicht. In Deutschland ist eben alles schlecht. Und was nicht mies ist, wird von den Medien so gemacht. Und nicht nur von BILD & Co. Nein, da machen alle mit. Von taz bis Süddeutsche, von tagesschau bis RTL News. Alles eine gleiche Miesmacherei. Der Sommer ist zu kurz, dann zu heiß, mal zu kalt, der Frühling zu nass, oder zu trocken, im Winter zuviel Schnee oder es gibt gar keinen Winter. Das Wetter ist eben, wie der Fußball, wie die Politik oder wie der Zustand der Straßen, immer schlecht in Deutschland.  Vom Klima ganz zu schweigen. Allerdings denke ich, dass dies nicht an der globalen Klimaerwärmung liegt. Sondern eher am eisigen Klima in den deutschen Redaktionsstuben. Und an der Unfähigkeit, einer Niederlage etwas Positives abzugewinnen.