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MACBETH: Mehr als ein halbes Leben

Seit 1985 gibt es MACBETH aus Erfurt und eine ganze Zeit lang war auch ich der Band sehr nah und bin heute noch zumindest einigen Musikern sehr nah. So manches Konzert damals habe ich nicht versäumt und auch in den letzten Jahren war ich hin und wieder dabei. Wenn sich auch die Zeiten geändert haben, so sind es doch immer wieder die Menschen, die Freunde, die geblieben sind und mit denen man immer noch auskommt und die man zum Glück auch immer noch regelmäßig trifft. 31 Jahre – das ist ne verdammt lange Zeit, das ist mehr als die Hälfte unseres gemeinsamen Lebens. Ich denke da an Konzerte vor ´89 in Gotha, Erfurt und in so manchen Dorfsälen Thüringens. Ich hatte das große Privileg, zu mancher Mugge im Bandbus mitfahren zu dürfen. Das waren Momente, die in der Erinnerung nicht mehr ganz so spektakulärt erscheinen wie damals, aber immer noch großartig genug, um sie nie zu vergessen.

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Happy Birthday, Phil!

MACBETH & „Das Kreuz“ aus der Stalingrad-Trilogie

Da ist wohl beim Export des Videos irgendwas daneben gelaufen. Ton und Bild vertragen sich nicht recht. Aber ein großes Konzert war es. Das Beste, was ich je von Euch gehört/gesehen habe! Ein herrlicher Abend. Ganz großes Kino! Danke.

Macbeth GLADIATOR

Endlich da, wenn auch nur der Ton: Die erste Auskopplung aus dem neuen Macbeth-Album Wiedergänger… Gladigantisch!!!

Raritäten aus der Flimmerkiste

Ja, wir waren alle mal jünger. Auch die Jungs von Macbeth haben schon mal jünger ausgesehen, wie zu sehen ist. Aber schon damals gabs so richtig was auf die Ohren. Eine Rarität aus der Flimmerkiste: Death Under Moonlight von Caiman (Macbeth).

Wie wäre es mit einem Sängerwettstreit?

Das neue Macbeth-Video „Maikäfer flieg“

Die Band ist übrigens immer noch auf der Suche nach einem neuen Sänger. Kurz nach dem Jubiläumskonzert hatten sich die Jungs (oder eher die Herren) von ihrem alten Leadsänger trennen müssen. Einige Tests hat es schon gegeben, sagt Ralf. Aber der richtige sei eben noch nicht dabei gewesen. Vielleicht liest ja das hier jemand, der schon immer Metal-Sänger werden wollte? (Bewerbungen an post@macbeth-music.de) Oder vielleicht sollte es einen Sängerwettstrreit geben? Wäre doch auch mal was. So ein schönes Metalkonzert und jeder Bewerber muss ein anderes Lied einstudieren…

Statt Festtagsgrüße ein Bericht

Tja, Mädchen und Jungs, Rocker und Folkloristen, Volkskunstkollektive und Fans. Was soll ich sagen? Die, die Ihr nicht dabei gewesen seid, Ihr habt was verpasst. 25 Jahre Macbeth letztes Wochenende im From Hell in Bindersleben. Das war einfach Klasse. Nur Ihr habt gefehlt. Naja, ein paar haben den Weg ja gefunden. Und schließlich war die Hütte auch rammelvoll und ausverkauft. Aber den einen oder anderen habe ich schon noch vermisst.

Nun gut, hier mein Bericht. Am Anfang war Bier. Preiswertes Bier (im Vergleich zu Berlin). Selbst Cuba Libre ging für schmale vier Euro über den Tisch. Und das waren Mischungen. Sogar Scharti musste dies anerkennen. Dann ging´s auch schon los. In Hoc Signo. Da gab es schon mal was auf die Ohren. Nicht jedermanns Sache. Meine auch nicht. Unbedingt. Aber es gab ja Bier und außerdem spielten die Jungs ja schließlich als Gäste zum Jubiläum.

Dann Macbeth. Mit einer „alten Runde“. Zum Start (wie meistens) „Macbeth“, gefolgt von „Bomber“, der ja auch immer dabei ist. Aber dann: „Höllenfeuer“, hatten die Jungs seit 1986 nie wieder live gespielt, gefolgt von „Zeit der Zeiten“, war seit 1987 nie wieder live zu hören. Cover durften in so einer Runde auch nicht fehlen. Accept mit „Balls to the wall“ sowie Metallicas “ Seek and destroy“. Der Saal kochte. Und als Abschluss dieser Runde gab es ein Song, den Ralf damals gesungen hatte, nachdem Sänger Detlef in den Knast ging: Death under Moonlight (aus dem Jahr 1988).

Die Stimmung war unglaublich. Alte Fans, neue Fans, normale Gäste – alle feierten Macbeth. Da schüttelten manche ihr Haupthaar, wo eigentlich gar keins mehr war. Dann folgte auch schon die zweite Gast-Band: Moshquito (Ex Argus) aus Sachsen. Die machten ebenfalls Lärm auf die Ohren und heizten die Stimmung nochmal richtig an.  Dann ging es langsam aber sicher dem Höhepunkt entgegen. Macbeth unplugged in Gedenken an die beiden verstorbenen Detlef und Rico. Als Gastmusikerinnen Elisa (Gesang) und Susanne (Cello). Und dann krachte es noch einmal richtig. Die Songs der letzten Scheibe „Gotteskrieger“ machten das Jubiläumskonzert perfekt.

Ein großer Abend für die Band, ein großer für uns Fans. Danke Olli, Ralf, Hanjo, Alexander, Patrick. Es war wirklich großartig. Schade, dass ich direkt im Anschluss los musste. Denn es gab ja schließlich noch die After-Show-Party. Aber so ist das, wenn  man dann am Sonntag in Berlin zur Arbeit muss. Ich bin dann deshlab auch beizeiten raus. 6.29 Uhr sollte mein ICE gen Berlin losfahren. Doch das erste, was ich kurz nach sechs auf dem Erfurter Hauptbahnhof sah, war die Anzeigetafel: Zug nach Hamburg Altona (über Berlin) fällt ersatzlos aus…

Ein Dank auch an „bombenharry“ für das Video und Fotos gibts hier

Bilder aus der Fotokiste VI

Damals war es, in Erfurt 1985/86. Eine der ersten ostdeutschen Heavy Metal Bands hatte sich gerade gegründet. Macbeth aus Erfurt. Die Band füllte alle Säle in Thüringen. Die Fans reisten mit oder kamen nachgetrampt. Manchmal durfte man (ich) auch im legendären Robur-Bus der Band mitfahren. Das war das Größte. Die Stasi kam auch. Und schrieb alles auf. Es folgten Verbote, Neugründungen, Pausen, Comebacks. Nun, die Band gibt´s immer noch. 25 Jahre und immer noch nicht leise. Das wird gefeiert. Am 18.12.2010 in Erfurt-Bindersleben im „From Hell“. Herzlichen Glückwunsch!

mehr Bilder aus der Fotokiste

25 Jahre Macbeth

Band-Liquidierung

Da bleibt einem nicht nur die Spucke weg, da kann einem im Nachhinein auch schon mal schlecht werden. Auch 19 Jahre danach lässt uns das Thema Stasi nicht los. Über die Einträge in meiner Akte kann ich heute nur noch lachen. Besonders Wortwahl, nicht vorhandene Rechtschreibung und Grammatik machen die Akte zu einem regelrechten Lesevergnügen. Da steht geschrieben, ich hätte in einer Volkloregruppe gespielt, am Konservatorium Georg Heinrich Händel studiert und meinen Eltern wurde ein Garten nebst Haus angedichtet, der nie existiert hat.

Schön auch die Passage, die beschreibt, dass bei meiner Mutter „keine schwatzhaften Situationen festgestellt wurden“. Ebenso fantastisch die Feststellung des IM (ich weiß immer noch nicht, wer dahinter steckt) nach einem Ungarn-Urlaub: ich sei vom dortigen Konsumangebot begeistert und würde in Budapest sowieso alles besser finden als in der DDR. Und Hinweise von anderen Jugendlichen, die mich auf diese fehlerhafte Einschätzung hingewiesen hätten, seien von mir ignoriert worden… Zu meiner ehrenamtlichen (!) Tätigkeit in einem Jugendclub bemerkte jener IM: Er kam immer nur dann, wenn er nichts anderes vor hatte.

Natürlich gibt es auch Teile in der Stasi-Akte, die nicht so lustig zu lesen sind. Wie wohl die meisten dieser Art. So auch die von befreundeten Musikern einer Metal-Band aus Erfurt, die jetzt ihre Akte Einsehen konnten und Teile daraus auf ihrer Homepage veröffentlicht haben. Weil auch ich bei vielen Konzerten von Macbeth dabei war, geht mir das näher, als ich mir vorstellen konnte. Besonders, wenn von einer Liquidierung der Band zu lesen ist. Das ist krank. Alle wissen, dass damit natürlich das Verbot gemeint war. Aber es liest sich im ersten Moment eben doch anders. Bei allen schönen Erinnerungen an unsere Jugend. Das Thema Stasi sollte man nicht vergessen und wegreden, wie es derzeit gerne besonders bei den Linken getan wird.

Nachtrag: Schön, dass es die Band trotz allem noch gibt. Hammergeile Mugge letztens mal wieder im Erfurt Centrum. Hier ein Ausschnitt.

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