Ostrock meets Classic

Ach, was war das für ein wunderbarer Abend in der Berliner Kulturbrauerei. Grandiose Musiker, phantastische Menschen. Und Musik die nicht nur an die Jugend erinnert, sondern die vor allem einfach großartig ist. Immer noch und immer wieder. Ein Konzert mit vielen wunderbaren Momenten der Erinnerung und der Gegenwart. Schnell war klar, dass da auf der Bühne Musiker stehen, die ihr Handwerk nicht nur bestens verstehen und zu meistern wissen, sondern dass sie gemeinsam Mucke machen können, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Die Rocker wie auch die Klassiker. Allesamt eine phantastische Bigband. Ein Konzert, das jede und jeder hier (und auch „drüben“) gesehen und gehört haben sollte. Meine persönlichen Favoriten des Abends: „Blutrot“ (Mike Kilian), „Albatros“ (Karat) und „Nach Süden“ (Lift). Danke, danke, danke! (Fotos zum Vergrößern anklicken)

Enna + Cefalù

Zweiter Tag auf Sizilien. Wir sind in der Mitte der Insel, deshalb soll´s heute erstmal nicht ans Meer gehen. Wir entscheiden uns für einen Ausflug nach Enna, der höchsten Provinzhauptstadt der Insel. Die Stadt liegt auf 968 Metern. Das merken wir bei der Anfahrt. Die gesamte Strecke steigt langsam an und auf den letzten Kilometern geht es steil nach oben. Wir parken in der Altstadt und laufen weiter nach oben, bis zum Castello die Lombardia. Es ist eine der beindruckensden Burgen Siziliens, einst von den Sarazenen erbaut und später von den Normannen verstärkt. Stauferkönig Friedrich II. ordnete den Bau einer riesigen Mauer an, die heute noch steht. Sehr beeindruckend, wie auch die Sicht von einem der Türme. Leider ist es diesig, so dass die Sicht auf den Ätna im Verborgenen bleibt. Aber auch die Sicht in die nähere Umgebung ist phantastisch. U.a. sehen wir den Rocca Di Cerere, auf dem einst der Tempel der Demeter, Göttin der Fruchtbarkeit und Landwirtschaft, stand. Dieser soll 480 vor Christus erbaut worden sein. Etwas länger her schon 😉 Auf dem Rückweg noch einen guten Espresso, die erste (in diesem Urlaub) mit Ricotta gefüllte Cannolo und ein einheimisches Bier in der kleinen Bar auf dem Domplatz.

Am späten Nachmittag bleibt noch etwas Zeit, so dass wir in Pietraperzia noch den höchsten Punkt erklimmen und dort die Ruine der Burg besuchen. Auch hier wieder ein atemberaubender Blick ins Land.

Dritter Tag auf Sizilien. Heute will ich endlich baden gehen. Das Vorhaben, an die Südküste zu fahren, geben wir auf, denn der Inhaber der kleinen Bar vor unserer Haustür hat uns die Nordküste empfohlen,. Also geht´s nach Cefalù. Eine schöne Stadt am Mittelmeer – ABER rammelvoll mit Touristen und deshalb nicht so angenehm. Der Dom gefällt uns, am Stadtstrand geht´s problemlos ins Wasser. Das ist jedoch nocht gerade erfrischend, sondern (piss)warm. Nun, ein Versuch war´s wert. Dann noch schnell zum Hafen gelaufen. Dort kann man wunderbar auf Boote, Yachten und das Meer glotzen. Ein geplantes Essen verlegen wir woanders hin, denn wie steht es im Reiseführer: „Obwohl Standort vieler Restaurants, ist Cefalù doch die einzige größere Stadt der Insel, die in den Restaurantführern (…) komplett ignoriert wird – eine vernichtende, aber verdiente Kritik. Nach einem Glas Bier geht es zurück zum Parkplatz und dann zurück nach Pietraperzia.

Gefahrene Kilometer bisher: 525.

Unser Mietwagen: Fiat 500x

Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung,

aber nicht auf eigene Fakten.

Daniel P. Moynihan (angeblich)

Genquotient 8713

Ich bedanke mich bei Nele für diese Buch-Rezension:

Unfassbar packend

Genquotient 8713 von Ole Pankow hat mir eine schlafarme Nacht bereitet- genau so wie  ein wirklich guter Thriller sein sollte.
Ein Anschlag in der Berliner U-Bahn, einer in einem Restaurant am anderen Ende der Welt, es gibt Tote und viele Verletzte.
Schnell wird das Augenmerk auf den islamistischen Staat als Attentäter gelegt, nur der ehemalige Kommissar Doering sucht auch nach anderen Tätern. Was er im Laufe der Ermittlungen herausfindet lässt einen gruseln.
Endlich mal wieder ein ganz normaler Kommissar, der nicht alkoholabhängig und rumpöbelnd durch die Gegend läuft. Dennoch hat auch er ein Problem, seine Augenkrankheit und Ex-Kollegen mit denen er  nicht so auf einer Wellenlänge liegt.
Der Schauplatz Berlin hat mir sehr gut gefallen und ist äußerst stimmig.
Dem Autor ist es hervorragend gelungen nach einer paar Seiten eine Spannung aufzubauen und diese bis zum Ende ohne Probleme zu halten. Durch den excellenten Sprachstil entstanden keinerlei Längen.
Ole Pankow hat unheimlich viele Fährten ausgelegt, denen ich als Leserin nur zu gern gefolgt bin, um dann am Ende doch noch überrascht zu werden.
Genquotient 8713 ist ein außergewöhnlich und hervorragendes Debut welches weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient.

2019

Ich wünsche allen Buch- und BlogleserInnen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr! Danke für die Genesungswünsche und für ein gutes 2018 mit tollen Lesungen und vielen Buchverkäufen!

Florida Tage 13 & 14

Florida Tage 13 & 14

Tag 13

Heute sollte es sein: eine Bootstour „wohin auch immer“ „von wo auch immer“. Tja. Wir hatten mit allem gerechnet: ausgebuchte Boote, schlechtes Wetter, Abfahrt verpassen… Was wir nicht ahnten: die Parkplatzsituation. Aber klar doch, es ist Freitag in Clearwater. Da haben noch viele andere die gleiche Idee. Wie auch immer, in der Nähe der Bootsabfahrten und Ticketverkaufsbuden darf man maximal 30 Minuten parken. Was tun? Wir haben 30 Minuten geparkt, uns kurz neu sortiert und umgestellt und ab ging es nach Weeki Wachee im Norden St. Petersburgs, wo wir eh noch hinwollten. Der Weeki Wachee Springs State Park war einmal der älteste Vergnügungspark Floridas, in dem man „Meerjungfrauen“ in einer Unterwassershow beobachten konnte. Als Disney & Co. kamen war es vorbei mit dem Besucherstrom und 2008 kaufte der Staat Florida den Park auf und machte einen State Parke draus. Noch immer kann man in dem klaren Quellwasser baden gehen und eine Bootstour auf dem Quellfluss machen, denn noch immer sprudeln täglich 440 Millionen Liter aus der unterirdischen Quelle (Fotos eins bis sieben). Natürlich gibt es auch noch die „Meerjungfrauen“, die wir uns jedoch geschenkt haben. Schließlich mussten wir noch an den Beach. Für einen Spaziergang hat es dann nicht mehr gereicht, aber immerhin noch für einen Besuch in unserer inzwischen schon „Stamm-Beach-Bar“ Woody´s Waterfront.

Tag 14

Der letzte vollständige Tag in Saint Petersburg gehört am Vormittag den Sunken Gardens, die wir dank unserer großartigen Lage zu Fuß erreichen können. Der kleine Park zwischen drei Blocks ist eine über einhunert Jahre alte Oase der Ruhe, „ein botanisches und biologisches Fest für die Sinne mit über 50.000 tropischen Pflanzen (aus über 500 Arten) sowie Flamingos und anderen exotischen Vögeln“.

Wir können nebenbei noch eine Hochzeit beobachten, die hier unter dem Geschrei von diversem Geflog stattfindet. Ein gute Stunde später sind wir durch und haben unseren Sinnen mit vielen Farben und wirklicher Ruhe einen großen Gefallen getan. Zeit für den Strand: Heute soll es der Indian Rock Beach sein. Auch sehr schön und am Ende von St. Petersburg bleibt immer noch Zeit für „Woody´s“ und ein abschließendes Ribs-Mahl samt Bier in der Old Northeast Tavern um die Ecke, wo wir wieder mit Handschlag begrüßt werden und wo wier verprechen müssen, wiederzukommen. Versprochen!

Bisher gefahrene Kilometer: 1867

Bisher gelaufen (inkl. New York): 98 km

Unterkunft: Airbnb-Home im Historic Old Northeast St Pete